Ein Leben zwischen Mekka, Nil und Kamasutra: Richard F. Burton
- warum Richard Francis Burton als Pilger verkleidet nach Mekka reist, und damit sein Leben riskiert,
- wie der britische Offizier fast dreißig Sprachen lernt, um fremde Kulturen wirklich zu verstehen,
- und weshalb ausgerechnet die Übersetzung orientalischer Liebesliteratur ihn schließlich berühmt macht.
Er ist ein wahrer Weltensammler: Indien, Arabien, Ostafrika. Kein Ort ist ihm zu weit, keine Expedition zu beschwerlich. Richard Francis Burton gehört zu den wagemutigsten Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts. Als erster Europäer erreicht er verkleidet die heiligen Städte Mekka und Medina, später den Tanganjikasee in Afrika.
Der britische Offizier ist ein Kosmopolit mit außergewöhnlichem Sprachentalent. Fast dreißig Sprachen und zahlreiche Dialekte beherrscht er. Burton glaubt: Wer eine Kultur verstehen will, muss ihre Sprache sprechen. Sein Leben lang reist, schreibt und übersetzt er. Erst spät wird er berühmt: etwa mit seiner englischen Ausgabe der Geschichten aus "Tausendundeiner Nacht" oder mit der Übersetzung des "Kamasutra".
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Ilja Trojanow, Schriftsteller und Autor des Buches "Der Weltensammler"
- Fawn M. Brodie: The Devil Drives. The Life of Sir Richard Burton, New York, 1984.
- Ilija Trojanow: Der Weltensammler, Frankfurt am Main, 2006.
- Thomas Wright: The Life of Sir Richard Burton, London, 1906.
Weiterführende Links:
- Project Gutenberg: Werke von Richard Francis Burton (digitale Sammlung)
- Gertrude Bell, Orientalistin (Geburtstag 14.07.1868)
- Heinrich Barth, dt. Afrikaforscher (Geburtstag 16.02.1821)
- Kolonialismus kitschig verklärt: Frieda von Bülow
- Forschungsreisender, Entdecker, Chauvinist: Nikolai Prschewalski
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Autorin: Andrea Kath
Redaktion: Christoph Tiegel und Frank Zirpins
Technik: Sascha Schiemann ]]>