2. Fußball-Bundesliga: Reese mit klarem Bekenntnis: "Hertha ist mein Verein"
Hertha-Kapitän Fabian Reese spricht offen über sein emotionales Tief nach dem Saisonstart – und warum ein einziger kritischer Kommentar ihn mehr trifft als zehn Lobeshymnen.
Kapitän Fabian Reese hat sich klar zu Hertha BSC bekannt und Spekulationen über einen möglichen Wechsel im kommenden Sommer praktisch ausgeräumt. "Ich möchte eine Familie gründen. Ich möchte Bundesliga spielen. Ich habe einen sehr langen Vertrag und Hertha ist mein Verein", sagte Reese im Podcast "Spielmacher - Fußball von allen Seiten" mit Sky-Moderator Sebastian Hellmann.
Da Hertha den angepeilten Bundesliga-Aufstieg und damit einen großen Traum des 28-Jährigen quasi verspielt hat, mehrten sich zuletzt Spekulationen um einen vorzeitigen Abgang des Offensivspielers, der einen Langzeitvertrag bis 2030 besitzt. Angesprochen auf das große Aufstiegsziel, erklärte Reese: "Das sagen wir jetzt seit drei Jahren. Das hat auch nicht funktioniert. Von daher sollten wir vielleicht nicht so viel darüber reden." Vor dem 26. Spieltag hat Hertha acht Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz.
Reese berichtete über Tiefpunkt zu Saisonbeginn
Den verpatzten Saisonstart bezeichnete Reese rückblickend als einen seiner bisherigen Tiefpunkte. "Langen, großen Vertrag unterschrieben, Kapitän geworden vom Hauptstadt-Club. Mit der Überzeugung in die Saison gegangen, Aufstiegsanwärter Nummer eins zu sein, und dann die ersten fünf Spiele dermaßen schlecht zu spielen und energielos zu sein, dass man denkt, die Welt bricht zusammen", sagte der Flügelspieler.
Reese bezeichnete sich als extrem harmoniebedürftigen Menschen. "Als Beispiel, wenn zehn Leute dir sagen: 'Ah wundervoll, wie toll das ist' und einer sagt: 'Mir passt dein Gesicht nicht.' Dann nehme ich mir diese eine Person deutlich mehr zu Herzen als die zehn Personen", schilderte Reese und erklärte weiter: "So schön die Höhen sind, so sehr nehmen mich auch die Tiefen mit. Ich wachse da sehr stark daran, aber möchte auch eigentlich immer vermeiden, dass diese Tiefen kommen."