Hochschulförderung: Uni Hamburg bleibt exzellent
Seit 2018 ist die Uni Hamburg Exzellenzuniversität. Seit vergangenem Jahr gibt es an den Hochschulen der Hansestadt auch fünf Exzellenzcluster. Der Titel Exzellenz-Uni stand nun auf dem Prüfstand.
Die Universität Hamburg kann sich ab 2027 für weitere sieben Jahren Exzellenzuniversität nennen - und bekommt dafür weiterhin Fördermittel in Millionenhöhe. Ein internationales Expertenkomitee habe die Evaluation der weiteren Förderfähigkeit für die Hamburger Uni positiv beschieden, teilten Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft in Bonn mit. Auch für neun andere Exzellenzuniversitäten gab es eine solche Entscheidung.
Mit der Verteidigung dieses Titels ist für die Universität Hamburg nun weiterhin eine langfristige institutionelle Förderung von jährlich bis zu 15 Millionen Euro gesichert.
Senatorin: Hamburg ist stolz auf "Flagship University"
Die Evaluation der Exzellenz sei kein Schlusspunkt, "sondern ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft dieser Hochschule", sagte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne) im Audimax der Uni, wo die Nachricht aus Bonn gefeiert wurde. "Dieser Erfolg ist das Ergebnis gemeinsamer harter Arbeit, kluger Strategien und echter Teamarbeit."
Hamburg sei stolz auf seine "Flagship University", sagte Blumenthal. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) gratulierte per Videobotschaft.
Uni-Präsident Hauke Heekeren sprach von einer großen Auszeichnung. Er habe zwar "fest damit gerechnet, dass das klappt". Die erneute Auszeichnung mache aber deutlich, dass gesehen wurde, dass die Uni in den vergangenen sieben Jahren weiter vorangekommen sei.
Klar sei aber auch: "Exzellenz braucht langfristige Verlässlichkeit". Dieser Erfolg verpflichte die Universität wie auch die Politik, sagte er - wohl auch mit Blick auf die Finanzierung der Uni.
Neun Exzellenzunis bestätigt - sechs weitere im Herbst
Der verteidigte Exzellenztitel sei ein starkes Signal für den Wissenschaftsstandort, sagte der Präses der Handelskammer Hamburg, Norbert Aust. "Exzellenzforschung ist ein zentraler Standortfaktor der Talente anzieht, den Transfer stärkt und Gründungen fördert."
Neben Hamburg bleiben in der kommenden Förderperiode auch die Unis in Bonn, Heidelberg und Tübingen, die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die TU Dresden, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Ludwig-Maximilians-Universität und die TU München sowie der Universitätsverbund Berlin Exzellenzunis.
Ab 2027 soll es 15 Exzellenzunis geben. Die Entscheidung über die neuen Hochschulen oder Hochschulverbände soll im Herbst fallen.
Fünf Exzellenzcluster an Hamburger Hochschulen
Im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stehen jährlich 687 Millionen Euro Fördermittel bereit. Es ist eines der größten Förderprogramme für die deutsche Spitzenforschung.
Im Mai vergangenen Jahres war ein Projekt der TU Hamburg zur Materialforschung als fünftes Exzellenzcluster einer Hamburger Hochschule für die seit Jahresbeginn laufende Förderperiode ausgezeichnet worden. Schon seit 2018 gibt es vier weitere Cluster an der Universität Hamburg - in den Bereichen der Klimaforschung, der Photonen- und Nanowissenschaften sowie der Teilchenphysik und der Manuskriptforschung.
Exzellenzcluster sind Voraussetzung für Exzellenzuni-Titel
Mindestens zwei Exzellenzcluster sind Voraussetzung für den Titel Exzellenzuniversität. Daneben wird auch das Gesamtkonzept geprüft - unter anderem auf strategische Ausrichtung, Spitzenforschung, Nachwuchsförderung und internationale Vernetzung der Uni.
Der Titel "Exzellenzuniversität" wurde in Deutschland 2006 erstmals vergeben.