Missbrauch | „Eine Hymne an das Leben“: Es ist an uns, Gisèle Pelicots Kampf fortzuführen
Man öffnet dieses Buch mit Beklommenheit, nicht mit Vorfreude. Mit Unbehagen, nicht mit Spannung. Dabei lächelt die Autorin auf dem Cover des Buches, das den Titel Eine Hymne an das Leben trägt und am 17. Februar zeitgleich in 22 Ländern erschien. Ein Lächeln, das sich uns eingebrannt hat. Genauso wie ihr aufrechter Gang, ihre elegante Erscheinung und ihr eindringlicher Blick, den sie irgendwann nicht mehr hinter einer Sonnenbrille versteckte.
Mit ihrer Entscheidung, den Prozess gegen ihren Ehemann und weitere 50 Angeklagte nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuhalten, zwang Gisèle Pelicot uns hinzusehen. Sich all diese Männer unterschiedlichster Altersgruppen und Gesellschaftsschichten anzuschauen, die mitten unter uns lebten und sich ab 2010
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