Fünf Bundesliga-Spiele fanden am Samstagnachmittag parallel statt, am Ende jubelten nicht alle Favoriten. Im Tabellenkeller setzte Mainz ein deutliches Zeichen. Die Bundesliga hat am Samstag mit der Konferenz einmal mehr beste Unterhaltung geliefert. Der FC Augsburg bejubelte einen überraschenden 2:1-Sieg beim FC Bayern. Im Tabellenkeller setzte auch der 1. FSV Mainz 05 ein Ausrufezeichen, die Rheinhessen bezwangen den VfL Wolfsburg mit 3:1 (0:1). Der 1. FC Heidenheim konnte hingegen keine Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln, musste sich RB Leipzig am Ende mit 0:3 (0:0) geschlagen geben. Einen wichtigen Sieg im Rennen um die Champions-League-Plätze fuhr Bayer Leverkusen mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg über Werder Bremen ein. Ganz oben beißt sich zudem die TSG Hoffenheim fest: Die Kraichgauer drehten bei Eintracht Frankfurt einen Rückstand und gewannen mit 3:1. Rekordmeister von der Rolle: FC Bayern kassiert erste Liga-Pleite Eintracht Frankfurt – TSG Hoffenheim Frankfurt war zu Beginn der Partie auf defensive Stabilität bedacht, Hoffenheim versuchte es mit hohem Pressing. Es entwickelte sich vor 58.500 Zuschauern zunächst eine ausgeglichene Partie ohne nennenswerte Höhepunkte – bis Can Uzun den Ball in den Lauf von Arnaud Kalimuendo hob, der aus halblinker Position TSG-Keeper Oliver Baumann überwand. Die Gäste waren von dem Rückstand unbeeindruckt: Ozan Kabak köpfte nach einer Ecke an den Pfosten (21.), Andrej Kramarić zirkelte einen Freistoß knapp links am Tor vorbei (29.). Obwohl sich die Eintracht in der Abwehr verbessert zeigte, musste auch Torhüter Kauã Santos eingreifen, als er erst einen Schuss von Fisnik Asllani sehenswert entschärfte (39.) und dann einen Kopfball von Wouter Burger im zweiten Versuch fing (45.+1). Die Pausenführung der SGE war insgesamt schmeichelhaft. Nach Wiederanpfiff bemühte sich die SGE um mehr Engagement in der Offensive – dann schlug auf der Gegenseite Burger eine Flanke auf Max Moerstedt, der zum Ausgleich einköpfte (52.). Torhüter Santos sah dabei nicht gut aus. Hoffenheim blieb am Drücker – und ging in Führung: Diesmal flankte Burger von rechts, Kabak drückte den Ball per Kopf über die Linie (60.). Und es sollte noch schlimmer kommen für Frankfurt: Nur fünf Minuten nach dem Rückstand fälschte Amenda einen Schuss von Vladimír Coufal ins eigene Netz ab. Die Adlerträger bemühten sich in einer still gewordenen Arena nun um Schadensbegrenzung, Hoffenheim lauerte auf Konter. Doch es blieb beim 1:3. 1. FSV Mainz 05 – VfL Wolfsburg 3:1 (0:1) Schon nach 130 Sekunden traf Mohammed Amoura nach flacher Hereingabe von Sael Kumbedi traumhaft per Hacke. Der direkt in die Mainzer Startelf gerutschte Neuzugang Stefan Posch konnte hinten in der Dreierkette nur machtlos zuschauen. Mainz mühte sich ohne den zunächst nach Erkältung auf der Bank sitzenden Spielmacher Nadiem Amiri um eine schnelle Antwort. Doch Tietz scheiterte erst aus spitzem Winkel an Kamil Grabara (5.) und ließ dann nach Foul von Vinícius Souza an Jae-Sung Lee die Riesengelegenheit vom Punkt liegen. Die Fischer-Elf blieb aber das bessere Team. Erst scheiterte Benedict Hollerbach per Volley am erneut glänzend reagierenden Grabara (30.), dann rettete Denis Vavro bei seinem Versuch auf der Linie (45.+5). Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Kellerkind gegen Wolfsburg tonangebend, erspielte sich aber nicht mehr ganz die Chancenfülle wie noch in Durchgang eins. Der VfL beschränkte sich aufs Verteidigen, eine echte Chance erspielten sich die Gäste nach dem Führungstor nicht mehr. Erst die Einwechslung von Amiri (65.) brachte vor 30.000 Zuschauern frische Impulse. Dessen erste Ecke nickte Phillip Tietz gleich perfekt ein (68.), nach einem weiteren Standard stocherte Stefan Bell den Ball über die Linie (73.). Das Mainzer Urgestein holte auch den Handelfmeter heraus, nachdem er Dženan Pejčinović den Ball aus kurzer Distanz an die Hand köpfte. Amiri blieb cool, das Stadion bebte (84.). Bayer Leverkusen – Werder Bremen 1:0 (1:0) Bayer wirkte zu Beginn verunsichert, Werder suchte den Weg nach vorne. Jens Stage scheiterte nach einem schnell ausgeführten Freistoß an Janis Blaswich (3.). Die Gastgeber waren um Spielkontrolle bemüht – und gingen fast nach einem Standard in Führung: Ein Abpraller nach einer Ecke landete vor den Füßen von Loïc Badé, der aus kurzer Distanz Werder-Keeper Mio Backhaus anschoss (8.). Ein vermeintlicher Treffer von Geburtstagskind Patrik Schick (30) zählte wenig später nicht, da der Tscheche den Ball mit dem Arm ins Tor bugsiert hatte (12.). Werder stand in der Folge kompakter und traute sich immer wieder in die Offensive. Bayer suchte die Lücken – und fand eine: Der auffällige Ibrahim Maza steckte nach einem Doppelpass auf Lucas Vázquez durch, der eiskalt einschob. Auf der Gegenseite köpfte Justin Njinmah aus dem Nichts an den Pfosten (41.). Wenig später war auch Bayer im Aluminiumpech: Maza (45.+1) schoss aus dem Stand sehenswert an den Pfosten. Nach dem Seitenwechsel suchten beide Teams den Weg in die Offensive. Der Abschluss von Werders Romano Schmid wurde geblockt (49.), Bayers Alejandro Grimaldo scheiterte mit einem Flachschuss an Backhaus (50.). Die Partie war nun von vielen Zweikämpfen geprägt. Bei Bayer kam der lange verletzte argentinische Weltmeister Exequiel Palacios zu seinem ersten Einsatz seit Mitte September und sollte mithelfen, die Führung über die Zeit zu bringen. 1. FC Heidenheim – RB Leipzig 0:3 (0:0) RB ganz hätte früh in Führung gehen können: Der Schuss von Nusa (4.) flog jedoch an den Pfosten. Dann traf Christoph Baumgartner (5.) – allerdings stand er im Abseits. Nach diesen beiden Gelegenheiten fand Heidenheim besser in die Partie und zu mehr Kontrolle gegen die Angriffe der Gäste. Arijon Ibrahimović (13.) vergab die bis dahin beste Chance, als er an Leipzigs Torhüter Péter Gulácsi scheiterte. Wenig später war der Ungar auch gegen Patrick Mainka zur Stelle (20.). Heidenheim wehrte sich nach Kräften. In der Defensive stand das Team von Trainer Frank Schmidt sehr aufmerksam, nach vorne setzte es immer wieder Nadelstiche. Nur Sekunden nach Wiederanpfiff verzog Ibrahimović knapp (46.). Leipzigs Spiel hatte sehr wenig Struktur. Die sehr schnellen Nusa und Yan Diomande versuchten es immer wieder mit Einzelaktionen, kamen aber kaum durch. Wie zuvor Baumgartner gelang auch Diomande ein Abseitstor (50.). Doch dann sorgte Nationalspieler Ridle Baku (62.) für die Erlösung, als er sich auf der rechten Seite durchsetzte und den Ball sehenswert versenkte. Der FCH hatte sich noch nicht gesammelt, da schlugen Nusa (68.) und DFB-Linksverteidiger Raum (70.) bereits wieder zu und erhöhten für den Favoriten.