Getötete Familie: Getötete Familie - Tatverdächtiger kommt nach Deutschland
Ein 19-Jähriger soll seine Familie während eines Urlaubs auf den Kapverden getötet haben. Jetzt gibt es grünes Licht für die Auslieferung des Tatverdächtigen.
Nach der Tötung einer deutschen Familie auf den Kapverden haben die portugiesischen Behörden die Auslieferung des Tatverdächtigen aus der Eifel nach Deutschland bewilligt. Zu Zeit, Ort und Umständen der Überstellung könne aus Sicherheitsgründen nichts gesagt werden, teilte der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen mit.
Die Staatsanwaltschaft Trier ermittelt gegen den 19-Jährigen wegen des Verdachts des Totschlags in drei Fällen. Er steht nach Angaben der portugiesischen Polizei im Verdacht, am 23. Dezember seinen Vater, dessen Frau und die Stieftochter während eines Urlaubs auf der Insel São Vicente erstochen zu haben.
Der 19-Jährige lebte zuletzt in der Eifel und damit im Zuständigkeitsbereich der Trierer Staatsanwaltschaft. Er war nach der Tat unter Mordverdacht in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon festgenommen worden. Laut Staatsanwaltschaft Trier stammt er aus einer früheren Ehe seines Vaters.
Die Ermittlungen dauerten an, teilte Fritzen weiter mit. Einzelheiten können im jetzigen Verfahrensstadium nicht mitgeteilt werden, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden. Zuvor hatte die Zeitung "Trierischer Volksfreund" darüber berichtet.
Die Kapverden sind eine Inselgruppe, die vor der Westküste Afrikas liegen und früher eine portugiesische Kolonie waren.