Ausgangslage verspielt
Bernd Wiesberger kann seine, mit starken Auftaktrunden, erarbeitete Ausgangslage bei den Irish Open nicht nützen und rasselt am Moving Day im K-Club mit einer tiefschwarzen weit im Klassement zurück.
In den letzten Wochen machte sich bei Bernd Wiesberger bereits ein leichter Aufwärtstrend bemerkbar, allerdings wollten noch keine vier gleichbleibend guten Runden gelingen, weshalb nicht viel Zählbares am Ende herausspringen wollte. In Irland scheint sich die Formkurve nun weiter in Richtung Norden zu bewegen, denn nach Runden von 67 (-5) und 71 (-1) Schlägen startet er im K-Club sogar aus den Top 10 ins Wochenende. Ein Topergebnis würde dem Südburgenländer auch auf jeden Fall enorm guttun, denn neben einem Boost fürs Selbstvertrauen, würde er auch im Race to Dubai wichtige Punkte im Kampf ums Spielrecht kommendes Jahr einfahren.
Gleich auf der 1 legt sich der achtfache European Tour Champion dann eine erste gute Birdiemöglichkeit auf, bringt den Ball aus vier Metern jedoch noch nicht im Loch unter. Nach einem gelungenen Up & Down auf der 2, lässt er sich am darauffolgenden Par 3 schließlich nur noch einen Meter zum ersten Birdie übrig, was der Putter mit Bravour bewältigt. Nach versandeter Attacke kann er am darauffolgenden Par 5 jedoch nicht nachlegen und rutscht auf der 5 nach verzogenem Drive schließlich sogar wieder auf Level Par zurück.
In Folge geht dem 39-jährigen auch nicht alles so richtig einfach von der Hand, wobei vor allem die Eisen nicht mehr so genau auf den Punkt gelingen wollen. Zu allem Überfluss will dann auch der Putter nicht mehr so recht mitspielen, wie etwa eine ausgelassene Großchance aus 2,5 Metern direkt nach dem Turn am Par 5 der 10 unangenehm zeigt. Nachdem er sich dann auf der 11 vom Tee aus einbunkert und den Ball nur vorlegen kann, rutscht er mit dem zweiten Schlagverlust des Tages schließlich erstmals sogar in den Plusbereich ab.
Im freien Fall bergab
Der Probleme nicht genug, wassert danach am Par 3 der Tee Shot, was sogar in einem Doppelbogey mündet und ihn mittlerweile nahezu im freien Fall nach unten purzeln lässt. Trotz einer verzogenen Attacke legt er sich am Par 5 der 16 dann eine gute Birdiemöglichkeit auf, jedoch will auch im Finish das Gerät fürs Kurzgemähte nicht mehr auf Temperatur kommen und verweigert aus zwei Metern einmal mehr die Mitarbeit. Das Bild ändert sich auch danach nicht, denn nach einem verzogenen Drive hat er auch auf der 17 wieder einen Zweimeterputt vor der Brust, der abermals am Loch vorbeirollt und ihn auf sogar bereits 4 über Par abrutschen lässt.
Selbst das abschließende Par 5 lässt an einem durchwegs verpatzten Tag dann nach verfehltem Fairway nichts mehr springen, weshalb sich Bernd am Ende mit der tiefschwarzen 76 (+4) anfreunden muss. Damit ist naturgemäß auch die hervorragende Ausgangslage dahin, denn mit der durchwachsenen Performance rutscht er um satte 37 Ränge ab und startet nur als 44. in den Finaltag. Das erhoffte Topergebnis ist so mittlerweile stolze sechs Schläge weit vom Burgenländer entfernt.
Auch die beiden übrigen deutschssprachigen Spieler im Feld haben am Moving Day nur bedingt Grund zur Freude, denn sowohl Jannik De Bruyn, als auch Nicolai Von Dellingshausen büßen am dritten Spieltag Ränge ein. Adrien Saddier (FRA) verteidigt mit einer 68 (-4) seine Führungsposition und startet bei gesamt 15 unter Par als Spitzenreiter in den Sonntag.
>> SKY überträgt Live und in HD von den Irish Open.
FOLLOW US...SHARE...
Der Beitrag Ausgangslage verspielt erschien zuerst auf golf-live.at.