Dokumentation | „Die Störung“ von Constantin Hatz: Mögen diese Erfahrungen Gehör finden
Vor sieben Jahren meldete sich die Polizei in Wien bei dem Regisseur und Drehbuchautor Constantin Hatz. Sein bester Freund hatte eine Abschiedsnachricht hinterlassen, in der er ihm seinen Nachlass überantwortete. Auf einem kleinen Zettel stand nüchtern mit Bleistift geschrieben: „Suizid. Keine Obduktion nötig.“
Das Vermächtnis des Freundes bestand aus Tausenden beschriebenen Seiten Papier, die er mit „Notizen über meine Existenz“ betitelt hatte. In der erschütternden Grausamkeit dieses Ereignisses liegt so eine Art letzter Hoffnung: Der Selbstmord ist zwar Ausdruck von Entbindung und Destruktivität, im schriftlichen Vermächtnis aber bewahrt sich die unauflösliche Beziehung zu einem Adressaten.
Für den Hinterbliebenen i
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