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Überblick | Eris und Pirola, Impfung und Maske: Was erwartet uns bei Corona im Herbst 2023?

Wir waren so gut im Vergessen der Pandemie, doch jetzt kursieren zwei neue Virus-Varianten. Was bedeutet das für uns? Sollen wir uns impfen lassen, sollen wir Masken tragen? Einige Einschätzungen zum ersten postpandemischen Herbst

Nach der Pandemie ist vor der Pandemie, haben Virologinnen immer wieder gepredigt. Doch die Angst war erst mal weg, die Verdrängung immens in einem scheinbar niemals endenden Krisenjahr, das gelehrt hat, dass der Krieg auch in Europa wüten kann und uns überall die Auswirkungen des Klimawandels einholen. Vor zwei Jahren durften wir nicht reisen wegen Corona, jetzt wollen wir möglichst rasch zurück in heimische Gefilde, wenn Unwetter oder Waldbrand an der Tür des Ferienparadieses lecken.

Ein Thema war Corona höchstens für diejenigen, die unter den Spätfolgen leiden und unterversorgt sind. Und nun für die plötzlich neu Infizierten, die keinen Ansprechpartner mehr finden. Im „anekdotischen Alltag“ erzählen Freunde sowie Bekannte, häufig Urlaubsrückkehrer, dass sie dachten, sich „nur“ eine Erkältung eingeatmet zu haben, und nun das! Jetzt im Frühherbst fragen sich viele: Brauche ich eine Booster-Impfung? Wäre es vielleicht gescheit, in der überfüllten U-Bahn oder in der Straßenbahn wieder eine Maske zu tragen? Und wie ist es mit der Schwiegermutter, die ich im Heim besuche?

Offiziell ist Corona nun zurück, die Weltgesundheitsorganisation registriert 1,4 Millionen Fälle im August, ein Anstieg von 38 Prozent zum Vormonat; das Robert-Koch-Institut (RKI) weist gegenüber 1.000 Fällen im Juli und 2.400 im August inzwischen über 5.000 Fälle in Deutschland aus. Aber die Dunkelziffer ist hoch, denn das RKI hat den Corona-Radar zum 1. Juli eingestellt, und es gibt keine verpflichtenden Tests. Corona ist zurück, heißt in der Infektionswissenschaft: Mutation. Hallo, ich habe mir ein neues Kleidchen angelegt und versuche wieder einmal, euch zu überlisten. Obwohl das Virus natürlich kein vernunftbegabtes Wesen mit irgendwelchen Absichten ist. Das schieben wir ihm nur unter, um das Gefühl zu haben, ihm gegenüber satisfaktionsfähig zu sein.

Die neuen Varianten: Eris und Pirola

Die neuen Kleider des Virus heißen in der Sprache der Virologie neuerdings EG.5 oder EG.5.1 und BA.2.86. Und damit sie ein Gesicht bekommen: Eris und Pirola, Letzteres keine gegenderte Form des gleichnamigen Vogels. Eris, also EG.5, ist ein Omikron-Ableger. Er wird allgemein als nicht besonders gefährlich eingeschätzt, auch wenn er im Mittleren Osten, in den USA und eben auch in Europa wieder für steigende Infektionszahlen sorgt. In Gebieten, wo der Infektionsschutz durch Corona-Erkrankungen oder Impfungen hoch ist, dürfte die Variante relativ geringen Schaden anrichten, sagen die Expertinnen.

Besorgniserregender ist seit Mitte August Pirola. 42 Fälle aus elf Ländern sind der WHO mittlerweile bekannt. Während Eris auch in Deutschland schon unterwegs ist, wurde Pirola noch nicht nachgewiesen. Pirola gehört zu den tückischen Mutanten. Im Unterschied zu allen früheren weist es am Spike-Protein, also dem Teil, der an den Zellen andocken und das Virus in den menschlichen Körper einschleusen kann, 30 Veränderungen auf. Man kennt das schon von früheren Mutationen. Pirola wurde Ende Juli in Dänemark entdeckt, inzwischen ist es in der Schweiz, Großbritannien, Israel und den USA nachgewiesen. Und es hat die unangenehme Eigenschaft, den in den vergangenen Jahren aufgebauten Immunschutz zu umgehen, Pirola ist ein sogenannter Immunflüchter. Ob es sich durchsetzt und welchen Schaden es anrichtet, weiß bislang niemand.

Das ist der Moment für einen erneuten Auftritt der vom Laborweiß verschluckten Virologinnen, nachdem sie, wie Christian Drosten im Juli, „ignorierte Fakten“, „viele Trugschlüsse“ und „unselige Debatten“ beklagt hatten. Über zwei Jahre im Blitzlicht der Öffentlichkeit, schienen sie an Bedeutung verloren zu haben, um nun, auf einer Presseveranstaltung, ihren Aufklärungsauftrag wieder aufzunehmen. Die meisten machen sich derzeit aber keine größeren Sorgen. Stefan Kluge vom Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf erzählt, in seiner Klinik befänden sich derzeit lediglich 182 Patientinnen mit Covid 19, und nur bei der Hälfte sei Corona der Grund der Einweisung. Eine übermäßige Belastung auf den Intensivstationen sehe er derzeit nicht. Ähnlich die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek: Solange nur Omikron zirkuliere, gebe es keine Notwendigkeit staatlicher Intervention.

Der Rat: Private Corona-Tests durchführen

Leif Erik Sander, Chef der Abteilung für Infektiologie an der Berliner Charité, setzt auf den hohen Infektionsschutz der Bevölkerung. Das gelte allerdings nur für die derzeit dominante Variante. Isabella Eckerle, die als Virologin in Genf tätig ist, zeigt sich dagegen überrascht von den vielen Mutationen von Pirola. Sie geht davon aus, dass die Krankheit vor allem anfällige Gruppen treffen und Komplikationen verursachen wird. Thomas Fischbach vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte befürchtet außerdem die Auswirkungen einer erneuten Grippewelle im Herbst und Winter. Und Christian Drosten? Er schweigt beredt. Derzeit hat er vor Gericht noch mit einem Vorfall auf einem Campingplatz zu tun, wo ihn drei Dauercamper als „Massenmörder“ beschimpft haben sollen.

Sollen wir uns wieder impfen lassen? Ab dem 18. September soll eine neue Impfung gegen aktuelle Corona-Varianten in den Arztpraxen möglich sein. Der Impfstoff wurde von Biontech entwickelt und ist an die neueste Variante EG.5, „Eris“, angepasst. Ob und wie gut er auch vor Pirola schützt, ist noch unklar. Anders als bei vorherigen Corona-Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Auffrischungsimpfung nur noch für Menschen, die älter sind als 60 Jahre, oder die zu einer Risikogruppe gehören. Auch Personen, die in einem Pflegeheim wohnen, sowie Beschäftigten in Pflegeheimen, Kliniken oder Praxen wird die erneute Impfung gegen Corona empfohlen. Wer unter 60 Jahre alt ist und zu keiner Risikogruppe gehört, dem empfiehlt die Impfkom­mission in diesem Jahr keinen weiteren Booster, hier reiche eine Grundimmu­nisierung aus. Das gilt auch für Schwangere. Gesunde Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre benötigen laut Stiko-Empfehlung vom Mai 2023 gar keine Covid-Impfung. ek

Was die neue Variante anrichten wird, ist also noch unklar. Glasklar dagegen sind die Folgen der Personalengpässe in den Krankenhäusern. Denn wenn ein neuer Corona-Schub auf die erwartete schwere Influenza-Welle und gleichzeitig auf Ansteckungen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) treffen würde, könnte es in den Kliniken wieder schlimm zugehen und den ohnehin bestehenden dramatischen Personalmangel verschärfen. Geschätzt könnten ein Viertel der Intensivbetten nicht in Betrieb genommen werden.

Angesichts der steigenden Fallzahlen rät der Epidemiologe Hajo Zeeb bereits jetzt zu privaten Tests, auch wenn es sich scheinbar nur um eine harmlose Erkältung handelt. Die Umweltingenieurin Susanne Lackner von der TU Darmstadt sieht in der Überprüfung von Klärwasser „einen guten Weg“, die Ausbreitung neuer Varianten zu beobachten. Bislang ist das nur in fünf Großstädten der Fall, bis zum Herbst sollen 170 Kläranlagen an das Sequenzierungssystem angeschlossen werden.

Auch ratsam: Maske in Pflegeheimen

Neben großflächigen Testmaßnahmen dürfte jedoch auch bald wieder die individuelle Prophylaxe ein Thema werden. Nachdem die Masken im Sommer weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden waren, tauchen sie nun hier und da auf Veranstaltungen und im ÖPNV wieder auf. „Wer im Alten- oder Pflegeheim arbeitet oder jemand besucht, täte gut daran, eine Maske zu tragen“, empfiehlt der Berliner Epidemiologe Timo Ulrichs. Erste Pflegeheime, etwa im Saarland, berichten von Corona-Fällen und sind verunsichert.

Die Maske dürfte wieder ähnliche Debatten provozieren wie die Impfauffrischung und nicht nur Impfgegner auf den Plan rufen. Die Berichterstattung zu den laufenden Gerichtsverfahren über Impfschäden hat die ohnehin verbreitete Skepsis noch verstärkt. Kürzlich rechnete der Berliner Hausarzt Erich Freisleben in einem langen Beitrag in der Berliner Zeitung mit der Corona-Politik und insbesondere mit den Impfmaßnahmen ab. Auch wenn der Ton etwas hoch gestimmt ist: Manches Argument, das er in Bezug auf mögliche Impffolgen und vor allem auf die mangelnde wissenschaftliche Aufklärungsbereitschaft darlegt, ist bedenkenswert.

Nur noch ein Impfstoff: Der von Biontech

Wasser auf die Mühlen der Impfskeptiker treibt auch die Tatsache, dass im Herbst offenbar nur noch ein einziger Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Ein Bericht in der Rheinischen Post, nach dem Verträge der EU mit dem Hersteller Biontech Deutschland verpflichten, in diesem Jahr 17,5 Millionen und in den beiden Folgejahren 15 Millionen Impfdosen abzunehmen, hat für Empörung gesorgt. Moderna und Impfstoffe anderer Hersteller fallen aus der Angebotspalette, weil die angepassten Produkte noch nicht zugelassen sind und es nicht mehr schaffen, bis 2027 in die Versorgungssysteme eingespeist zu werden. Das Gesundheitsministerium hat dem zwar nachdrücklich widersprochen. Soweit der Moderna-Impfstoff noch vorrätig sei, würde er, von einem Arzt verordnet, auch vergütet werden. Wer sich mit Moderna impfen lassen will, sollte sich also beeilen. Derzeit ist aber nur jede:r Dritte in Deutschland zu einem Booster bereit.

Die Hausärztinnen fürchten aktuell aber nicht nur die absehbaren Diskussionen in ihren Praxen. Mehr noch stößt ihnen auf, dass Biontech sein Serum nur in Behältnissen von sechs Dosen ausliefert. Da es schnell zerfällt, muss es rasch verimpft werden, was für die Praxen einen großen organisatorischen Aufwand bedeutet. Wenn sie keine sechs Impflinge zusammenbekommen, landet das Zeug im Müll.

Wer sich derzeit zur möglicherweise anrollenden Welle aber auffällig bedeckt hält, ist Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Gerade ist er noch mit den Aufräumungsarbeiten der letzten Jahre beschäftigt, am Dienstag saß er am Runden Tisch, um mit Expertinnen und Betroffenen über Post Covid und Long Covid zu sprechen. Viel anzubieten wird er nicht haben, denn seine Kasse ist nach der Niederlage bei Finanzminister Christian Lindner (FDP) klamm. Das gilt übrigens auch für künftige Corona-Hilfen aller Art, einen Geldsegen wie in den vorangegangenen Jahren wird es nicht mehr geben. Und damit sicher auch keinen Lockdown mehr.

Schulschließungen waren nicht gerechtfertigt

Dafür spricht auch der politische Rückblick auf die Corona-Maßnahmen im Bundestag, der vor nunmehr einem halben Jahr zu hitzigen Debatten geführt hatte. Zumindest den Kindern und Jugendlichen, die zwischen 2020 und 2022 so sehr unter dem Lockdown gelitten haben, wurde damals Abbitte geleistet. Sie hätten, so die zuständige Familienministerin Lisa Paus (Grüne), die meisten Opfer gebracht. Viel von diesem Kotau ist nicht übrig geblieben, denn der haushaltspolitische Streit um die Kindergrundsicherung ging erneut zulasten der Kinder aus.
Derzeit sind die Bundesländer noch dabei, ihre Corona-Politik einer kritischen Bilanz zu unterziehen, das Saarland hat die Anhörung gerade abgeschlossen. Auch dort sahen die Expertinnen Schulschließungen als nicht gerechtfertigt an.

Wie unterschiedlich andere Länder auf die Wiederkehr von Corona reagieren, zeigt sich an den Beispielen Spaniens und der USA. Während der Corona-infizierte spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez seine Teilnahme am G20-Gipfel absagte, wedelte US-Präsident Joe Biden, dessen Ehefrau Jill erkrankte, vor der Presse mit seiner schwarzen Maske. In Großbritannien fordern Epidemiologinnen die Rückkehr der Maske, in Israel wurden in Kliniken wieder verbindliche Corona-Tests eingeführt.

Für den Umgang mit der Klimakrise braucht es bekanntlich internationale Strategien. Das ist bei Corona nicht anders. Doch leistet auf beiden politischen Feldern die menschliche Verdrängungsfähigkeit gute Dienste, sie zu verhindern.

Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag.


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