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Häusliche Gewalt: Zahl steigt an – Expertin sieht Schuld bei Behörden

Die Zahl der häuslichen Gewalt in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Eine Familienrechtsanwältin sieht die Schuld bei den Behörden.Alle zwei Minuten wird in Deutschland im Durchschnitt eine Person Opfer häuslicher Gewalt. Durchschnittlich jede Stunde werden mehr als 14 Frauen Opfer von Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. Beinahe jeden Tag versucht ein Mann, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Durchschnittlich jeden dritten Tag gelingt es ihm. Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Lagebild zu häuslicher Gewalt hervor, das am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.Demnach ist die Zahl der Betroffenen von häuslicher Gewalt im Jahr 2022 um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, in den vergangenen fünf Jahren um volle 13 Prozent. Wurde der Anstieg häuslicher Gewalt in den vergangenen Jahren zuletzt vor allem auf die Corona-Krise zurückgeführt, setzt sich nun auch nach Ende der Pandemie die negative Entwicklung fort. Ein Überblick. Warum sind die Zahlen trotz Ende der Corona-Pandemie gestiegen?"Daran ist überhaupt nichts überraschend, und genau das ist Teil des Problems", sagt Asha Hedayati, Anwältin für Familienrecht. Als Grund sieht sie strukturelle Probleme, wie die mangelnde Gleichstellung von Frauen, zu wenige Hilfsangebote und die Wohnungsnot, besonders in größeren Städten. Betroffenen Frauen werde es dadurch erschwert, sich aus einer gewalttätigen Partnerschaft zu befreien. "Daher können wir nicht davon ausgehen, dass die Gewalt sinken wird", so Hedayati.Wer ist von häuslicher Gewalt betroffen?Im Jahr 2022 wurden insgesamt 240.547 Personen Opfer häuslicher Gewalt, unter ihnen auch Kinder und Pflegebedürftige. Mit 71,1 Prozent waren Frauen am meisten von Gewalt betroffen, 28,9 Prozent der Opfer waren männlich. Die Partnerschaftsgewalt machte mit mehr als 65 Prozent einen Großteil der Fälle aus. Das bedeutet: Vor allem Männer wurden gegenüber ihrer Partnerin oder Ex-Partnerin gewalttätig. Etwa die Hälfte der betroffenen Personen lebte mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner in einem Haushalt. Frauen im Alter von 30 bis 39 Jahren erfahren im Rahmen ihrer Partnerschaft besonders oft Gewalt. "Das ist die klassische Phase der Familiengründung und damit auch von wachsenden wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnissen", erklärt Hedayati. "Das heißt, solange nicht die komplette Gleichstellung von Frauen erreicht wurde und wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen weiter Abhängigkeiten schaffen, werden wir die Gewalt nicht eindämmen können."Laut Hedayati tendieren Frauen mit zunehmender Emanzipation nicht dazu, eher Anzeige zu erstatten. Die Gewalt würde nicht trotz der zunehmenden Unabhängigkeit von Frauen steigen, sondern gerade deswegen. "Für Männer bedeutet es einen enormen Macht- und Kontrollverlust, je autonomer und selbstbestimmter Frauen leben. Sie versuchen, ihre Macht durch Gewalt wiederherzustellen", sagt die Anwältin. Sie gehe davon aus, dass die Zahlen häuslicher Gewalt deswegen künftig weiter steigen werden.Welche Gewalt wurde vor allem verübt?In den meisten Fällen handelt es sich um vorsätzliche einfache Körperverletzung. Insgesamt wurden im Jahr 2022 95.736 Frauen misshandelt, 39.766 der Opfer waren männlich. 57.376 Personen wurden genötigt, gestalkt oder bedroht. Auch hier war die Mehrheit mit 44.044 Betroffenen weiblich. Weiter wurden 28.589 Opfer von gefährlicher Körperverletzung und 2.575 Personen Opfer von Freiheitsberaubung. Auch hier waren die Betroffenen größtenteils Frauen.Hohe Zahlen melden die Expertinnen und Experten auch bei den Tötungsdelikten: 463 Personen wurden im Jahr 2022 Opfer einer versuchten Tötung, 239 Personen wurden tatsächlich umgebracht, davon waren 181 Personen weiblich. 133 Frauen wurden durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet.Was ist über die Tatverdächtigen bekannt?Die Tatverdächtigen sind sowohl im Kontext der häuslichen Gewalt als auch der Partnerschaftsgewalt überwiegend Männer deutscher Staatsangehörigkeit. Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte von ihnen bereits zuvor polizeilich bekannt war. Zudem spielt Alkohol oft eine Rolle: Mit 23,8 Prozent stand knapp ein Viertel der tatverdächtigen Männer während der Tat unter Alkoholeinfluss."Alkohol ist keine Ursache, sondern ein Verstärker der Gewalt", sagt Hedayati. Das sehe man daran, dass es sowohl alkoholkranke Menschen gebe, die keine Gewalt ausübten, als auch Menschen, die keinen Alkohol trinken, aber gewalttätig seien. "Das heißt, Alkohol enthemmt. In der Praxis zeigt sich das daran, dass die Gewalt zunimmt und gefährlich wird, wenn der Partner unter Alkoholeinfluss steht", sagt Hedayati.Wie aussagekräftig sind die Zahlen tatsächlich?Das Lagebild zur häuslichen Gewalt kann nur Bezug auf die Fälle nehmen, die tatsächlich gemeldet wurden – das sogenannte Hellfeld. Schätzungsweise zwei Drittel der Betroffenen aber würden die Gewalt gar nicht erst zur Anzeige bringen und somit im Dunkelfeld verbleiben, sagte Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) bei der Vorstellung des Berichts.Den Grund dafür sieht Expertin Hedayati vor allem bei den Behörden. "Bei der Polizei findet noch zu oft eine Täter-Opfer-Umkehr statt. Das bedeutet, Betroffene werden nicht ernst genommen, wenn sie sich an die Polizei wenden", sagt Hedayati. Sie wirft der Justiz und Polizei vor, häusliche Gewalt zu oft zu verharmlosen und als Privatsache abzutun. Das Resultat: "Oft haben die Frauen Angst vor der Rache des Partners oder Ex-Partners, davor, dass die Gewalt weiter eskaliert, wenn sie ihn anzeigen. Sie glauben also, der Staat kann sie nicht schützen", so Hedayati.Was geschieht nun, um die Gewalt zu verhindern?Bundesinnenministerin Nancy Faeser setzt darauf, Polizeikräfte besser fortzubilden und zu sensibilisieren. Auch müssten Gewalttäter "nach dem ersten gewaltsamen Übergriff aus der Wohnung verwiesen werden".Bundesfamilienministerin Lisa Paus will "die Lücken im Netz der Frauenhäuser und Beratungsstellen schließen". Frauen müssten überall "einen sicheren Zufluchtsort und kompetente Beratung und Hilfe finden", sagte sie, das sei bereits über das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" möglich, das unter der Nummer 116 016 kostenlos, anonym und in 18 Sprachen erreichbar sei.Um das Ausmaß der häuslichen Gewalt präziser zu erfassen, startet der Bund demnächst eine Dunkelfeldstudie. Deutschlandweit sollen 22.000 Menschen zu Gewalterfahrungen in Beziehungen sowie sexualisierter und digitaler Gewalt befragt werden. Erste Ergebnisse sollen 2025 vorliegen.


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