XC World Cup 2023 – Val di Sole: Ergebnisse der XC-Rennen
Weltcuprennen Nummer vier ist in trockenen Tüchern: In der Sonne des Val di Sole ging es in der Cross-Country-Disziplin einmal mehr hoch her, spannende Rennen und hitzige Positionskämpfe inbegriffen. Hier gibt’s alle Ergebnisse und Rennberichte des Renntages.
Herren: Schurter hält den Nachwuchs in Schach
Nino Schurter hat es wieder getan! Der Weltmeister hat in Val di Sole sensationell seinen 35. Weltcupsieg gefeiert. Auf Platz zwei und drei landeten Mathias Flückiger und Vlad Dascalu. Luca Schwarzbauer musste sich mit Platz elf zufriedengeben.
Viel zu sagen gibt es dazu eigentlich nicht mehr: Nino Schurter hat seinen 35. Weltcup gewonnen. Der Schweizer triumphierte in souveräner Art und Weise, nachdem er drei Runden gemeinsam mit Alan Hatherly an der Spitze unterwegs war. In der Mitte des Rennens machte der Weltmeister dann allerdings ernst, hängte den Südafrikaner ab und fuhr schlussendlich solo zum Sieg – was für eine Schurter-Show!
Auf Rang zwei landete Mathias Flückiger vor dem neuen Europameister Vlad Dascalu, der in den ersten beiden Runden lediglich um Platz 20 unterwegs war, dann allerdings das Gaspedal voll durchdrückte – Rundenzeiten die schneller waren als die von Schurter an der Spitze, spülten den Rumänen auf Rang drei. Vierter wurde schließlich Joshua Dubau vor Alan Hatherly.
Luca Schwarzbauer landete am Ende auf Rang elf. Der Canyon-Fahrer war lange auf Podiumskurs, gegen Ende des Rennens gingen unserem MTB-News-Blogger aber etwas die Kräfte aus, was angesichts des straffen Rennprogramms der vergangenen Wochen auch nachvollziehbar erscheint. Ein Kettenriss auf den letzten Metern warf ihn dann noch aus den Top 10.
Georg Egger finishte auf Platz 35, während der deutsche Meister Max Brandl das Rennen vorzeitig beenden musste.
Ergebnis Herren
vdso_xco_me_results_yWeltcupgesamtstand Herren
vdso_xco_me_standingsDamen: Puck Pieterse triumphier einmal mehr
Puck Pieterse ist momentan eine Klasse für sich. Die junge Niderländerin hat den Cross Country World Cup in Val die Sole souverän für sich entschieden und Martina Berta sowie Rebecca Henderson auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Beste deutsche Dame war schlussendlich Leonie Daubermann auf Rang 26.
Puck Pieterse – wer sonst! Die etatmäßige U23-Fahrerin ist momentan in einer eigenen Liga unterwegs und hat den etablierten Größen der Szene in Val di Sole mächtig eingeheizt. Bereits nach der ersten vollen Runde lag die Alpecin-Deceuninck-Fahrerin stolze 41 Sekunden vor der Zweitplatzierten Pauline Ferrand-Prévot.
An der Spitze war das Rennen zu diesem Zeitpunkt praktisch schon gelaufen. Spannend wurde nur noch der Kampf um Platz zwei, den schließlich relativ souverän – aber auch etwas überraschend – die Lokalmatadorin Martina Berte sicherte. Die junge Italienerin fuhr in der vierten Runde gemeinsam mit Pauline Ferrand-Prévot den Verfolgerinnen davon und war nach einem kapitalen Sturz von der Französin im fünften Umlauf allein auf dem zweiten Platz unterwegs.
Rang drei ging schließlich an Rebecca Henderson vor dem österreichischen Nachwuchsduo Laura Stigger und Mona Mitterwallner. Sechste wurde am Ende des Tages Jolanda Neff, die ein starkes Rennen fuhr, aber aufgrund eines Defekts in der zweiten Runde das Feld von hinten aufrollen musste – Rundenzeiten, die teilweise schneller waren als die von Puck Pieterse deuten auf alle Fälle darauf hin, dass für die Olympiasiegerin heute mehr drin gewesen wäre.
Aus deutscher Sicht verlief das Rennen nicht nach Wunsch. Nachdem die Ergebnisse zuletzt Hoffnung auf ein Top 20-Resultat von Nina Benz oder Ronja Eibl machten, wurden die Erwartungen heute gedämpft. Leonie Daubermann war als 26. beste BDR-Fahrerin, Nina Benz landete auf Platz 29. Ronja Eibl musste das Rennen vorzeitig beenden.
Ergebnis Damen
vdso_xco_we_resultsWeltcupgesamtstand Damen
vdso_xco_we_standingsU23-Herren: Dramatisches Finale endet mit Sieg für Woods
Der Kanadier Carter Woods hat nach dem Short Track am Donnerstag auch das Cross Country-Rennen am heutigen Sonntag in Val di Sole für sich entschieden. Der Giant-Fahrer triumphierte vor Adrien Boichis und Riley Amos, profitierte jedoch auch von einem Plattfuß bei Luca Martin, der in der letzten Runde komfortabel in Führung lag. Besonders erfreulich aus deutscher Sicht: Der ehemalige Juniorenweltmeister Lennart-Jan Krayer konnte erstmals in dieser Saison sein volles Leistungspotentials ausschöpfen und landete am Ende auf Rang sieben.
Der große Pechvogel des Tages heißt Luca Martin. Der Franzose, der sich in der Rennmitte von der Konkurrenz absetzte und souverän solo an der Spitze unterwegs war, fing sich auf der letzten halben Runde einen Vorderraddefekt ein und fiel schließlich auf Platz elf zurück. Von diesem Malheur profitierte in erster Linie Carter Woods, der ein starkes Rennen fuhr, Martin wohl aber unter normalen Umständen nicht mehr vom Thron stoßen hätte können. Auf Rang zwei fuhr Adrien Boichis ein, vor dem US-Amerikaner Riley Amos, der sich sukzessive nach vorne kämpfe und schließlich als Dritter auf dem Podest landete.
Wie bereits erwähnt, landete Lennart-Jan Krayer nach einem starken Auftritt auf Rang sieben, während Paul Schehl als 19. noch den Sprung unter die ersten 20 schaffte.
Ergebnis U23-Herren
vdso_xco_mu_resultsWeltcupgesamtstand U23-Herren
vdso_xco_mu_standings_xU23-Damen: Pedersen zum Vierten
Die Dänin Sofie Pedersen macht da weiter, wo sie zwei Wochen zuvor in Leogang aufgehört hat, nämlich im Domineren der U23-Klasse der Damen. Pedersen sicherte sich in Val di Sole den vierten Sieg im vierten Weltcuprennen der Saison in der Nachwuchsklasse und verwies wie vor zwei Wochen die Neuseeländer Samara Maxwell auf Position zwei. Rang drei ging an die Short Track-Siegerin Ronja Blöchlinger aus der Schweiz. Erfreulich aus deutscher Sicht: Sina van Thiel fuhr auf einen beachtlichen fünften Rang.
Im Gegensatz zu den bisherigen Rennen der U23-Klasse der Damen schien in Val di Sole über lange Zeit der Kampf um den Sieg erstmalig zu einer engen Angelegenheit zu werden. Während die spätere Siegerin Sofie Pedersen üblicherweise früh sich solo an der Spitze absetzen konnte, biss sich in Val di Sole bis zur Rennhälfte die Schweizerin Ronja Blöchlinger hartnäckig an ihrem Hinterrad fest. Zwischenzeitlich schien es sogar, als würde die Eidgenossin die Dänin etwas unter Druck setzen zu können, doch eingangs der dritten von vier zu fahrenden Runden stellten sich wieder altbekannte Muster ein. Pedersen erhöhte das Tempo und zog scheinbar mühelos an der Spitze davon, bei Blöchlinger schwanden sichtbar die Kräfte. Während Pedersen von nun ungefährdet dem Sieg entgegenfuhr, musste Blöchlinger in der Folge die bis dato Drittplatzierte Samara Maxwell passieren lassen. Maxwell lag schließlich 38 Sekunden hinter Pedersen im Ziel auf dem zweiten Rang, Blöchlinger rollte mit 2:02 Minuten über den Zielstrich.
Ergebnis U23-Damen
vdso_xco_wu_resultsWeltcupgesamtstand U23-Damen
vdso_xco_wu_standingsWelches Ergebnis hat euch in Val di Sole am meisten überrascht?
Alle Artikel zum XC World Cup in Val di Sole 2023:
Alle Artikel zum XC World Cup Val di Sole 2023 | Alle Infos zum XC World Cup 2023
- XC World Cup 2023 – Val di Sole: Ergebnisse der XC-Rennen
- XC World Cup 2023 – Val di Sole: Die XC-Rennen der U23- und Eliteklassen im Livestream
- XC World Cup 2023 – Val di Sole: Mit brachialer Gewalt nach oben – die Fotostory der Short Track-Rennen
- XC World Cup 2023 – Val di Sole: Ergebnisse der Short Track-Rennen
- XC World Cup 2023 – Val di Sole: Ergebnisse der U23-Short Track-Rennen
- XC World Cup 2023 – Val di Sole: Verschnaufpause? Fehlanzeige! – Die XC-Vorschau