Einsparmaßnahmen: Uni Greifswald reagiert auf Energiekrise
Die Universität Greifswald setzt im Umgang mit der Energiekrise auf Einsparmaßnahmen, Aufklärung und Notfallpläne. Die Raumtemperatur an Arbeitsplätzen sei bereits auf 19 Grad abgesenkt, die Heizzeit werktags in der Regel auf die Zeit zwischen 7.00 und 16.00 Uhr beschränkt und die Außenbeleuchtung soweit möglich abgestellt worden, teilte die Hochschule am Freitag mit.
Die Universität Greifswald setzt im Umgang mit der Energiekrise auf Einsparmaßnahmen, Aufklärung und Notfallpläne. Die Raumtemperatur an Arbeitsplätzen sei bereits auf 19 Grad abgesenkt, die Heizzeit werktags in der Regel auf die Zeit zwischen 7.00 und 16.00 Uhr beschränkt und die Außenbeleuchtung soweit möglich abgestellt worden, teilte die Hochschule am Freitag mit.
Seit Juli tage regelmäßig ein Energie-Krisenstab. Einrichtungen wie Labore, historische Dokumentensammlungen, Archive sowie Bibliotheken sollten demnach bis Ende Oktober Notfallpläne für eventuelle Mangellagen erstellen. Tipps zum Energiesparen seien auf der Internetseite veröffentlicht worden. Am Freitag sollte zudem ein Aktionstag unter anderem mit einem Vortrag für Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz sensibilisieren.
Die Uni geht den Angaben zufolge für 2023 von Mehrkosten von mindestens acht Millionen Euro aus. Ursache dafür seien die exorbitant gestiegenen Energiekosten, die Anhebung des Mindestlohns und die Inflation. "Ohne adäquate finanzielle Unterstützung der Landesregierung steht die Universität vor tiefgreifenden Einschnitten in Forschung und Lehre."
Bereits am Donnerstag hatte der Senat der Uni vom Land mehr Geld gefordert. Verschärfend komme hinzu, dass das Land die Kürzung der Rücklage der Universität plane, hieß es. Das Land nehme – im Gegensatz zu vergleichbaren strukturschwachen Bundesländern – die Hochschulen bei den exorbitant gestiegenen Energiekosten bislang von jeglicher Unterstützung aus.
Die Bundesregierung hatte am Donnerstagnachmittag ein 200 Milliarden Euro schweres Hilfspaket bekannt gegeben, das unter anderem Preisdeckel auf Strom und Gas vorsieht.