Gaming: Google stellt Stadia nach knapp drei Jahren wieder ein – Kunden sollen entschädigt werden
Mit großen Ambitionen war Google 2019 mit dem Streaming-Dienst Stadia in den Games-Markt vorgeprescht. Das Produkt galt als viel beachtete Pionierleistung. Doch nun ist Stadia Geschichte.
Die vermeintliche Revolution ist nach knapp drei Jahren beendet: Google erklärt seinen Ausflug ins Geschäft mit dem Videospielen aus dem Netz für gescheitert. Der Internet-Riese stellt seinen Games-Streamingdienst Stadia ein. Bei solchen Angeboten laufen die Videospiele nicht auf PCs oder Konsolen der Nutzer, sondern auf Servern der Anbieter im Internet und werden mit Hilfe schneller Leitungen gesteuert. Die Lösungen gelten vielen Experten als Zukunft der Spieleindustrie.
Google Stadia konnte nicht genug Gamer für sich gewinnen
Google war mit Stadia ein Pionier bei solchen Diensten, die es unter anderem auch von Microsoft mit der Xbox-Spieleplattform und dem Grafikkarten-Spezialisten Nvidia gibt. Beim vielbeachteten Start 2019 attestierte der stern nach einem Test: "Mit Stadia wird die Vision vom Zocken aus der Cloud beeindruckende Realität". Allerdings gab es auch einige Kritikpunkte und "viel Luft nach oben". Am Ende konnte Stadia die Gaming-Fans offenbar nicht überzeugen.
Denn: Stadia habe nicht genug Zuspruch von Nutzern bekommen, räumte Google in einem Blogeintrag am Donnerstag ein. Also zieht man in Mountain View die Konsequenzen und die Reißleine. Kunden werden ihre Spiele noch bis zum 18. Januar kommenden Jahres nutzen können und sollen Ausgaben für Stadia-Hardware wie Gamepads und Software zurückerstattet bekommen.
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