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Film | Kino in der Krise: Ist Streaming wirklich der Hauptfeind?

Um 40 Prozent sind die Kino-Säle leerer als vor der Pandemie. Schuld ist nicht das Streaming – sondern die Ideenlosigkeit der Branche. Was das Kino tun kann: ein paar Ideen

Dass die Kinosäle leer sind, sehen wir. Fragt man die Leute, warum sie wegbleiben, geben sie eine interessante Antwort: Sie hätten es sich „abgewöhnt“. Das ergab eine Umfrage unter Kinobesuchern in Frankreich, über die das Branchenblatt Screen International schon im Frühsommer berichtete. Die aktuellen Zahlen nun geben nicht gerade Entwarnung: Nur noch 33,2 Millionen Besucher zählten die deutschen Kinos im ersten Halbjahr 2022. Im selben Zeitraum 2019, also vor der Coronapandemie, waren es noch 53,7 Millionen Zuschauer gewesen. So sieht der Halbjahresbericht aus, den die Filmförderanstalt FFA vergangene Woche vorlegte: ein Schwund von fast 40 Prozent. Überrascht ist davon niemand. Die Begründungen dafür aber sind vielfältig – genauso wie die Vorstellungen davon, wie es weitergeht.

Der Anekdoten-Beweis will natürlich sofort den Hauptkonkurrenten ins Visier nehmen, das Streaming. Manche sehen bereits den Kinobesuch als Kulturpraxis gefährdet – eine Sache, mit der sich bald, ähnlich wie etwa beim Jazz, nur noch die Alten und wenige spezialisierte Außenseiter beschäftigen werden.

Als erstes muss man einwenden, dass 2022 doch nicht alles wieder so war wie 2019. Weder in den Kinos noch in den Köpfen der Kinobesucher: Die einen wollten nicht gehen, solange es eine Masken- oder Testpflicht gab, die anderen wollten nicht mehr gehen, als die gelockert wurde. Das Filmangebot war von aufgeschobenen und unterbrochenen Starts verzerrt, der Sommer ungewöhnlich warm und trocken. Die Zahlen für Juni sind zwar gar nicht so schlecht – weshalb FFA-Vorstand Peter Dinges erklärte, es gebe Hoffnung, konnte doch „ein kleines Plus von 2,3 Prozent erreicht werden“ –, aber die gefühlte Wahrheit für Juli, August sieht anders aus: Von überallher heißt es, dass die Säle leer seien.

Die Sommerkrise hat in Deutschland Tradition. Schönes Wetter, womöglich noch in Kombination mit einer Fußballweltmeisterschaft löst hierzulande immer Klagen bei den Kinobetreibern aus. Dass jetzt 2022 die Weltmeisterschaft in Quatar noch die besten Besuchermonate November und Dezember mit Beschlag belegt, regt viele jetzt schon auf. Die Angst geht um, dass der Zuschauerschwund keine coronabedingte Abweichung bleibt, sondern zum neuen Normalzustand wird.

Was krieg ich für mein Geld?

Die ökonomischen Daten geben dem Trend recht, der sich im übrigen bereits vor der Pandemie abzeichnete. Statt von der Umverteilung der Zuschauer auszugehen, lohnt es sich, das Ganze von der Produktionsseite aus in den Blick zu nehmen: Die Streamingportale investieren seit Jahren zig Milliarden in ihren „Content“, während die Studios ihre Millionenbudgets auf Superheldenuniversen und andere Spektakel-Franchises wie Jurassic Parc konzentrieren und mittelbudgetierte Erwachsenenfilme fast völlig aufgegeben haben. Bei der Frage „Wie viel kriege ich für mein Geld?“ liegt die Antwort also auf der Hand: Selbst ein „teurer“ Film wie demnächst James Camerons Avatar-Fortsetzung macht sich als Gegenwert für ein Kinoticket klein aus gegenüber dem, was man für das gleiche Geld bei einem Streamingdienst bekommt.

Aus der Perspektive der Produktion betrachtet, heißt das aber auch: Für den einzelnen Film ist die Kinoauswertung immer noch das bessere Geschäft. In der amerikanischen Branche lautet die Lektion aus Corona und Gesamtlage deshalb kühl kalkulierend: Tom Cruise hat es mit Top Gun: Maverick vorgemacht, es gibt immer noch Filme, die weltweit das Kinopublikum ansprechen, sie müssen eben nur auf bestimmte Weise „theatrical“, sein, soll heißen, sich für eine Kinotheaterauswertung eignen. Die Schere, die lange vor Corona aufging, wird sich erweitern: auf der einen Seite das Blockbuster- und Superheldenkino, das die große Mehrheit der verkauften Tickets für sich beansprucht, auf der anderen eine Menge an kleineren Filmen, die sich in Konkurrenz um den kärglichen Rest gegenseitig das Publikum wegnehmen.

In Deutschland sieht deshalb vor allem der Arthouse-Sektor sein Geschäft gefährdet. Die FFA-Halbjahreszahlen weisen auf der Hitliste der 100 bestbesuchten Filme nur zwei mit Millionenpublikum aus, ab Platz 40 kommen auf einen Film weniger als 10.000 Besucher. Das kann keinem gefallen.

Auch hier hat sich durch Corona ein Trend verstärkt, der vorher schon absehbar war. Es gibt zu viele Filme. Im Jahr 2019 kamen 606 (!) neu heraus. Im ersten Halbjahr 2022 waren es auch schon wieder 251. So groß die Freude darüber ist, dass Top Gun: Maverick und Fantastische Tierwesen post-corona ihr Publikum finden, die restlichen 249 Filme kannibalisieren sich im Kampf um das rare Gut Aufmerksamkeit.

Viel zu gern zeigt die Kinobranche auf Streaming als den Hauptfeind. Aber erinnert sich noch jemand an die Anti-Piraterie-Kampagnen der nuller Jahre? Damals war der illegale Download Feind Nummer eins. Auf den Einwand, dass sich in der illegalen Praxis ein legitimes Zuschauerbedürfnis spiegele, wurde nie reagiert. Der Erfolg der Streamingportale aber gibt dem im Nachhinein recht: der digitale Zugriff auf Filme gehört zur modernen Kulturpraxis, für die man zu zahlen bereit ist. Die Entwicklung funktionierender Portale hat man unterdessen anderen überlassen.

Beim Starren auf das Feindbild Streaming versäumt die Kinobranche erneut, das andere Problem, das ihr das Internetzeitalter einbrachte, ehrlich zu konfrontieren: die Segmentierung. Digitale Vorführtechniken machen es möglich, dass heute im Kino vieles stattfindet, was vorher woanders war. Gemeint sind nicht nur Opern- und Fußballübertragungen. Selbstgedrehte Reisefilme im Stil von Mit Rucksack durch Sibirien sind zum eigenen Genre geworden und haben den Diavortrag in den Volkshochschulen ersetzt. Ähnlich verhält es sich mit Bergsteigerdokus oder Ökologie-traktaten, die früher Teil politischer Veranstaltungen gewesen wären. Auch bestimmte Kultbuchadaptionen wie die After-Reihe – sie alle finden am Feuilleton vorbei ihr Publikum. Die Kinos machen oft kein schlechtes Geschäft damit. Es ist die Ökonomie des „long tail“, bei dem man gezielt kleinere Zuschauergruppen ansprechen kann, die umso verbindlicher reagieren.

Gibt es ein „Zuviel“ an Filmen? Vielleicht hat sich hier vielmehr ein Feld ausdifferenziert, das vielerlei Interessen nachkommt – und das nicht so leicht wieder verschwinden wird. Die kulturelle Praxis des Filmeguckens hat sich in den letzten 70 Jahren schon mehrfach transformiert, erst durch das Fernsehen, dann durch Video und DVD und jetzt durch Streaming. Die Kulturpraxis des Kinos hat sich dem angepasst, weniger offensichtlich, aber letztlich genug, um zu überleben.

Vielleicht macht ja das Beispiel der Filme von „New Hollywood“ Mut, aus denen schließlich eine neue Ära des Blockbusters erwuchs. Manchmal waren es genau die Krisenzeiten, in denen kaum einer mehr hingucken wollte, die hier etwas Neues und Kraftvolles haben entstehen lassen.

Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag.


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