Erfurt: Jüdische Landesgemeinde feiert 70 Jahre Neue Synagoge
70 Jahre nach ihrer Einweihung ist die Neue Synagoge Erfurt für die Jüdische Landesgemeinde Thüringen nach eigenen Angaben ein zweites Zuhause. "Es wäre natürlich schön, wenn die Synagoge in den kommenden 70 Jahren häufiger so gut besucht wäre wie heute", sagte Landesrabbiner Alexander Nachama am Mittwoch in einem fast vollen Gottesdienst bei der Festveranstaltung in Erfurt. Dafür setze er sich weiterhin ein. Das brauche aber auch die Unterstützung der Gemeinde.
70 Jahre nach ihrer Einweihung ist die Neue Synagoge Erfurt für die Jüdische Landesgemeinde Thüringen nach eigenen Angaben ein zweites Zuhause. "Es wäre natürlich schön, wenn die Synagoge in den kommenden 70 Jahren häufiger so gut besucht wäre wie heute", sagte Landesrabbiner Alexander Nachama am Mittwoch in einem fast vollen Gottesdienst bei der Festveranstaltung in Erfurt. Dafür setze er sich weiterhin ein. Das brauche aber auch die Unterstützung der Gemeinde.
Der schlichte Neubau in der Landeshauptstadt ist das einzige in der DDR neu gebaute jüdische Gotteshaus. Die Synagoge wurde am 31. August 1952 an dem Platz geweiht, wo bis zur Pogromnacht die von Nationalsozialisten in Brand gesetzte prächtige Große Synagoge stand. Heute bildet sie den Mittelpunkt der knapp 700 Mitglieder starken Thüringer Landesgemeinde.
Die Entwicklung jüdischen Lebens in Thüringen nach dem Holocaust sei von komplizierten ersten Jahren mit tragischen Abschnitten geprägt gewesen, sagte der Vorsitzende der Landesgemeinde, Reinhard Schramm. Die Neue Synagoge gehöre zu den Erfolgen, die den Wiederaufbau der Gemeinde prägten. Darum feiere man stolz den 70. Jahrestag ihrer Einweihung. Dabei sei zu bedenken, dass die Große Synagoge einen 70. Jahrestag leider nicht erlebte, sagte Nachama. "Es ist wichtig, das nicht zu vergessen."
Jüdische Landegemeinde Thüringen