SV Waldhof: Das sagt Neuzugang Niklas Sommer über seinen neuen Verein
Von Daniel Hund
Mannheim. In der 60. Minute war es soweit: Niklas Wilson Sommer, 23, rückte von der Bank aufs Rasen-Rechteck. Im Testspiel gegen den Zweitligisten Darmstadt 98 gab der Neuzugang sein Debüt für den SV Waldhof. Auf der rechten Abwehrseite machte er bei der 1:2-Niederlage die Räume eng, und schaltete sich ab und an auch in die Offensive mit ein.
Danach stellte sich Sommer, der bei Instagram über 220.000 Follower hat, den Fragen der Presse. Und das tat er in einer sympathischen Art und Weise. Er wirkte fast ein wenig verlegen, eben gar nicht so, wie man sich ein Internet-Star, der auch auf Youtube mit etlichen Videos vertreten ist, vorstellt.
Niklas Sommer, wie sind die ersten Eindrücke vom SV Waldhof?
Sehr gut. Das Team hat mich super aufgenommen. Alles ist sehr positiv. Das Training war hart. Momentan geht es ja darum, die Grundlagen zu legen. Wir sind als Mannschaft auf einem guten Weg. Im Testspiel gegen Darmstadt haben wir eine gute Leistung gezeigt, wie ich finde. Es ging gegen einen Zweitligisten, dem wir ordentlich die Stirn geboten haben.
Mit welchen Zielen sind Sie nach Mannheim gekommen?
Ich will spielen, das ist mein Ziel und auch mein Anspruch. Mir ist aber natürlich auch klar, dass der Konkurrenzkampf groß ist. Mit Trainer Patrick Glöckner und Jochen Kientz, dem Sportlichen Leiter, hatte ich Super-Gespräche. Sie haben mir einen Weg aufgezeigt, der auch meiner ist. Ich will hier erfolgreich sein.
Sie haben in der letzten Saison in der Slowakei gespielt. Welche Erfahrungen konnten Sie dort sammeln?
Ich habe dort teilweise gegen Leute gespielt, die jetzt bei der EM dabei waren. Ich würde sagen, dass ich einen Schritt nach vorne gemacht habe. Jetzt bin ich aber auch froh, dass ich wieder in Deutschland spiele. Deutsch ist einfach eine schöne Sprache. Sie liegt mir besser als das Englische (lacht).
Der Waldhof ist ein Traditionsverein. Mussten Sie sich über den SVW erst informieren, als Sie hier unterschrieben haben?
Nein, natürlich nicht. Ich habe ja auch schon beim VfB Stuttgart hier in der Nähe gespielt und mit Großaspach habe ich auch schon selbst gegen Waldhof gespielt.
Sie sind auch eine große Nummer im Internet. Ist das schon mehr als ein Hobby?
Nein, mein Beruf ist Fußball-Profi. Das steht ganz klar an erster Stelle. Das andere mache ich in meiner Freizeit. Es macht mir Spaß. Angefangen hatte das alles während der Corona-Krise. Aber Fußball ist die Nummer eins. Ich habe meine ganze Jugend geopfert, um im Fußball etwas erreichen zu können. Das lasse ich jetzt bestimmt nicht schleifen.
Wie läuft die Wohnungssuche?
Ich bin da gerade dran. Der Verein unterstützt mich sehr dabei und ich hoffe, dass ich bald eine finde. Denn für das Wohlbefinden ist das ganz wichtig.
Wenn man neu in eine Mannschaft kommt, hat man auch ein Einstands-Singen vor der Brust. Können Sie uns verraten, was Sie gesungen haben?
Ja, klar (lacht). Das "Someone like you" von Adele. Und es war nicht so schlecht, denke ich.