Ladenburg: Startschuss für Einbahnstraßenregelung
Von Axel Sturm
Ladenburg. Mit der Verkehrsführung der Schwarzkreuz-/Luisenstraße und der parallel verlaufenden Neuen Anlage ist kein Verkehrsteilnehmer so recht glücklich. Einen Radweg gibt es dort nicht; die Fußgänger müssen auf viel zu engen Gehwegen laufen, und die Autofahrer stört die "Rechts-vor-Links-Regelung", die dem Verkehrsfluss im Wege steht.
Immer mal wieder gab es in der Vergangenheit Überlegungen, die Situation zu verändern, die in den vergangenen zehn Jahren aber nicht konkret verfolgt wurden.
Ingenieurbüro wird Konzept erarbeiten
Bei den letzten Etatberatungen im Dezember schlug CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Bläß mit einem Antrag die Einführung einer Einbahnstraßenregelung in den beiden Straßen als konkrete Lösung vor. Dem CDU-Antrag stimmte der Gemeinderat mehrheitlich zu und beauftragte die Verwaltung gleichzeitig , die Einbahnstraßenlösung umzusetzen. "Mit dem Aufstellen von ein paar Verkehrsschildern ist es sicherlich nicht getan. Die Umsetzung könnte teuer werden", gab Bürgermeister Stefan Schmutz damals zu bedenken. In der Sitzung des Technischen Ausschusses (TA) am Mittwoch legte die Verwaltung nun einen Fahrplan vor, wie die Maßnahme verwirklicht werden könnte. Weil es sich um ein "größeres Planungsprojekt" handelt, wurde ein Ingenieurbüro eingeschaltet, das ein Konzept erarbeiten soll. Hierfür erteilte der TA den Vergabeauftrag, so dass das Ettlinger Verkehrsbüro RBS erste Planungen zum Angebotspreis von 22.500 Euro vorstellen wird. "Es handelt sich heute um den Startschuss der Maßnahme; wir werden uns mit den Planungen sicher öfter beschäftigen müssen", meinte Schmutz.
Weil die Anwohner und Nutzer der neuen Einbahnstraßen mit größeren Verhaltungsveränderungen konfrontiert werden, brauche es eine öffentliche Diskussion. Die Einbeziehung der Betroffenen in die Planungen sei daher ein wichtiger Schritt, betonte der Bürgermeister. Er kündigte an, dass die Meinungen der Anwohner in die Planungen einbezogen werden sollen.
Mit der Vorgehensweise der Verwaltung zeigten sich die TA-Mitglieder einverstanden. Sie alle begrüßten, dass eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen ist. Jenny Zimmermann (Grüne) freute sich, dass das komplexe Projekt endlich Fahrt aufnimmt.
Anwohner sollen in Planungen einbezogen werden
Angelika Gelle (SPD) ergänzte, dass es sich schon seit Jahren um ein Brennpunktthema handelt, das gerade im Sinne der Fußgänger und Radfahrer gelöst werden müsse. FPD-Stadtrat Ernst Peters sprach von einem "überfälligen Schritt" und war zuversichtlich, dass eine gute Lösung gefunden wird.
Lediglich CDU-Rat Uwe Wagenfeld war sich nicht sicher, ob er überzeugt werden kann, den geplanten Veränderungen zuzustimmen. Die Planungen anschauen will sich Wagenfeld aber trotzdem.