Mannheim: Ponys und Pferde werden gesegnet
Mannheim. (RNZ) Der Pferdesegnungsgottesdienst beim Reiter-Verein Mannheim rückt am Beispiel von Ponys und Pferden alle Mitgeschöpfe des Menschen in den Mittelpunkt. "Sie sind Teil unserer Umwelt und Mitwelt", sagte der katholische Stadtdekan Karl Jung bei der Feier in der großen Reithalle nahe des Luisenparks.
Dieses besondere Miteinander aller Geschöpfe wurde für alle Mitfeiernden trotz Corona-konformer großer Abstände deutlich spürbar, waren doch zahlreiche Pferde und Ponys während der Feier mit in der Halle. Ein leises Schnauben, ein unruhiges Tänzeln und neugieriges Schnuppern lenkte immer wieder die Aufmerksamkeit auf die Vierbeiner.
Bei einem Impulstext und den Fürbitten kamen junge Menschen zu Wort, die sich mit dem Verein und den 65 Pferden und Ponys verbunden fühlen. Um eines der 25 Schulpferde des Vereins ging es konkret beim Gespräch zur Predigt, die ausgehend von der Arche Noah, die enge Verbindung zwischen Mensch und Tier in dieser "zweiten Schöpfungserzählung" im Buch Genesis thematisierte.
Dazu plauderte Jung mit Dominique Gründler. Die begeisterte Reiterin hat ihre Kindheit im Verein und mit dessen Pferden verbracht. Sie erzählte den Mitfeiernden von Marus. Genauer gesagt nenn sie ihn liebevoll "Herr Marus", einen charakterstarken und "fast immer hungrigen" Lehrer. Der inzwischen 29-Jährige ist nach seinem langjährigen Dienst als Schulpferd inzwischen im Ruhestand auf einem Weideplatz.
Dieses Beispiel zeige deutlich, dass es ein echtes Miteinander mit diesen majestätischen, freundlichen, den Menschen zugewandten Vierbeinern gebe, so der Stadtdekan. Etwas, das auf Gegenseitigkeit beruhe. Seit neun Jahren gibt es den besonderen Gottesdienst. Möglich wurde er 2012 durch die Kooperation von Ursulinen-Gymnasium und Katholischem Stadtdekanat sowie dem Reiter-Verein. Dessen Präsident Peter Hofmann betonte, Feier drücke in besonderer Weise "den Dank für die Gemeinschaft mit dem schönsten Geschöpf Gottes aus".