Walldorf: Stadt fördert weiter Blühwiesen auf brachliegenden Flächen
Walldorf. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im nunmehr dritten Jahr fördert die Stadt Walldorf das Anlegen von Blühwiesen auf brachliegenden landwirtschaftlichen Flächen, ein Impuls für die Artenvielfalt. Wie Léon Schmiedel von der Stadt erläuterte, ist das Pilotprojekt, das auf Kreis- und Landesebene für Aufsehen gesorgt hat, inzwischen eine "Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahme" (Pik).
Das heißt: Die Stadt zahlt Landwirten einen gewissen Obolus für den Produktionsausfall und kann sich dann für die Wiesen Ökopunkte gutschreiben – welche man für ökologische Ausgleichsmaßnahmen gut gebrauchen kann. Für die Landwirtschaft sind die Flächen nicht verloren, nach spätestens fünf Jahren werden aus Blühwiesen wieder Äcker. Aber dann werden eben andere Wiesen angelegt, ein Gewinn für Insekten, Vögel und andere Arten bleibt.