Sinsheim/Kraichgau: Arbeitsmarkt befindet sich im Aufwärtstrend
Sinsheim/Kraichgau. (rnz) Beim Arbeitsmarkt gibt es laut der Agentur für Arbeit in Heidelberg gute Nachrichten: Im Juni sank die Zahl der Arbeitslosen sowohl im Vergleich zum Vormonat um 520 Personen, als auch im Vergleich zum Vorjahr um knapp 1000 Personen. "Wir sind zwar noch deutlich von der Vor-Corona-Zahl im Juni 2019 mit ungefähr 13.400 Arbeitslosen entfernt, aber im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Arbeitslosigkeit deutlich verbessert", teilt Jochen Weber, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Heidelberg, mit.
Während des vergangenen Jahres sei die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk gestiegen, und zwar um 1500 Personen auf 273.306. Der Anstieg der Beschäftigten trotz der im März 2020 beginnenden Corona-Pandemie zeige, dass der Heidelberger Arbeitsmarkt robust ist. "Zusammen mit der positiven Entwicklung des Stellenbestandes, der im Juni 800 über dem Vorjahr liegt und der guten Entwicklung der Arbeitslosigkeit, kann man weiter von einem Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt sprechen", sagt Weber.
Gute Zukunftsaussichten gebe es auch für Schüler, die für dieses Jahr noch einen Ausbildungsplatz suchen. Im Agenturbezirk sind noch mehr als 1100 Ausbildungsstellen unbesetzt. Hier empfiehlt Weber die "Last Minute-Ausbildungswoche" vom 5. bis 9. Juli.
Im Geschäftsstellenbezirk Sinsheim hat sich die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni um 65 auf 1689 Personen verringert. Das waren 74 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 4,5 Prozent; vor einem Jahr lag sie bei 4,7 Prozent. Dabei meldeten sich 242 Personen arbeitslos. Gleichzeitig beendeten 315 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es 1768 Arbeitslosmeldungen. Dem gegenüber stehen 1885 Abmeldungen von Arbeitslosen. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juni um vier auf 334 Stellen gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 149 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juni 92 neue Arbeitsstellen. Seit Januar gingen 574 Arbeitsstellen ein.
Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB III, also bei jenen Personen, die Geld aus der Arbeitslosenversicherung beziehen, hat sich von Mai auf Juni um 57 auf 689 Personen verringert. Das waren 133 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die anteilige Arbeitslosenquote betrug im Juni 1,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,2 Prozent. Dabei meldeten sich 137 Personen arbeitslos, zehn mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 185 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Beginn des Jahres gab es 1088 Arbeitslosmeldungen. Dem stehen 1148 Abmeldungen gegenüber.
Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II, die betrifft Personen, die Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich "Hartz IV" genannt, beziehen, hat sich von Mai auf Juni um acht auf 1000 Personen verringert. Das waren 59 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die anteilige Arbeitslosenquote betrug im Juni 2,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,5 Prozent. Dabei meldeten sich 105 Personen arbeitslos, 24 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 130 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Beginn des Jahres gab es 680 Arbeitslosmeldungen. Dem stehen 737 Abmeldungen gegenüber.