Sandhausen: Friedrich-Ebert-Gymnasium braucht mehr fünfte Klassen
Von Werner Popanda
Sandhausen. Im kommenden Schuljahr 2021/22 können am Friedrich-Ebert-Gymnasium (FEG) wieder fünf Fünfte Klassen gebildet werden. Vor gar nicht allzu langer Zeit war das laut FEG-Lehrer Jürgen Wetteroth noch der Regelfall, doch gab es in den beiden vergangenen Schuljahren nur noch jeweils drei Fünfte Klassen.
Laut Jürgen Wetteroth ist dieser Zuwachs von zwei Schulklassen zum einen darauf zurückzuführen, dass "insgesamt 120 Schülerinnen und Schülern beziehungsweise deren Eltern bei der Anmeldung im März das FEG Sandhausen als erste Wahl angegeben hatten". Zum anderen hinzu kämen "weitere Kinder aus der Region, die durch Karlsruhe, das heißt durch die Entscheidung des Regierungspräsidiums, ans FEG gelenkt werden". Von den 133 angemeldeten Kindern wohnen 46 in Sandhausen, 31 in Nußloch, 22 in Leimen-Mitte, 18 in Leimen-St. Ilgen und 16 in anderen Orten wie beispielsweise Heidelberg-Kirchheim.
Zuständig für diese sogenannte "Schülerlenkung" ist Volker Nürk, der Rektor des Bunsen-Gymnasiums Heidelberg. Denn dieser ist zugleich Geschäftsführender Schulleiter der Schulen in der "Raumschaft Heidelberg", bei es allerdings keine strikten, exakt umrissenen räumlichen Grenzen gibt. Vielmehr wird die Schülerlenkung laut FEG-Rektor Peter Schnitzler so gehandhabt, dass "im Einzelfall mit den Schulen gesprochen wird, die bei der Schülerlenkung für die Erreichbarkeit der Wohnung der Schüler am ehesten in Frage kommen".
Wichtig ist Jürgen Wetteroth überdies der Hinweis, dass sich für die Schuljahre 2019/20 respektive 2020/21 jeweils genug Interessierte für die Fünfte Klasse in Sandhausen gefunden hätten. Sprich: Das FEG wäre aus eigener Kraft auf genügend Anmeldungen zur Bildung von jeweils vier Klassen gekommen. Jedoch habe das FEG damals Schülerinnen und Schüler an benachbarte Gymnasien abgeben müssen.
"Nun aber gelingt am FEG die Trendwende und für die Neuen ergibt sich ein zusätzlicher Vorteil: Sie finden sich in Klassen mit einer moderaten Gruppengröße wieder, sodass der Start an der weiterführenden Schule und das Lernen im veränderten sozialen Umfeld erleichtert werden," so Jürgen Wetteroths rundum positives Fazit.
Wesentlich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen habe, dass das FEG angesichts der Corona-Pandemie vor allem im virtuellen Raum für sich und seine Angebote geworben habe. "Der Neuaufbau der Schulhomepage", sagt er hierzu, "ein Vorstellungsfilm für neue Fünftklässler sowie ein rein digital abgehaltener ‚Abend der offenen Tür‘ haben offensichtlich die gewünschte Wirkung erzielt."