Transfer-Ticker Adler Mannheim: Nationalspieler Loibl wechselt nach Schweden (Update)
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Mannheim. (dpa/lsw) Eishockey-Nationalspieler Stefan Loibl verlässt die Adler Mannheim nach nur einer Saison und wechselt zum schwedischen Traditionsverein Skellefteå AIK. Das teilte der Erstligist aus dem Norden des Landes am Mittwoch auf Twitter mit.
In einer Mitteilung des DEL-Clubs Mannheim sagte der 24-jährige Loibl: "Ich habe mich hier wirklich wohlgefühlt und konnte bei den Adlern einen großen Schritt in meiner Entwicklung gehen. Dieser Entwicklung verdanke ich überhaupt erst die Gelegenheit zu wechseln. Wahrscheinlich ist es ein einmaliges Angebot, dass ich entsprechend annehmen wollte."
Der Stürmer war im vergangenen Jahr vom DEL-Konkurrenten Straubing Tigers zu den Adlern gekommen, wo er nun laut der Mitteilung des Vereins eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag nutzte. Bei der Weltmeisterschaft in Riga wurde Loibl mit dem Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) kürzlich Vierter.
Update: Mittwoch, 16. Juni 2021, 11.39 Uhr
Angreifer Nigel Dawes kommt aus Kasachstan
Mannheim. (dpa/lsw) Die Adler Mannheim haben Angreifer Nigel Dawes verpflichtet und mit einem Vertrag über zwei Jahre ausgestattet. Das gab der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag bekannt. Der gebürtige Kanadier mit kasachischem Pass spielte zuletzt für Ak Bars Kasan in der Kontinental Hockey League (KHL).
"Nigel ist ein Musterprofi. Er legt seit vielen Jahren sehr viel Wert auf seine körperliche Fitness, arbeitet täglich unglaublich hart", sagte Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara über den 36-Jährigen. "Seine Einstellung gepaart mit seinem Torriecher, dem Auge für die Mitspieler und dem Spielverständnis machen ihn zu einem sehr wertvollen Spieler, der uns ohne jeden Zweifel weiterhelfen wird."
Update: Freitag, 11. Juni 2021, 14.12 Uhr
Der Kader ist nahezu komplett
Von Rainer Kundel
Mannheim. Was war das für eine Enttäuschung für viele Anhänger der Adler Mannheim, als in der ersten Mai-Woche nur wenige Tage nach dem Halbfinal-Aus gegen die Wolfsburg Grizzlys der Weggang von Ben Smith bekannt wurde und sich kurz darauf der Kapitän im Sweatshirt mit dem "Roten Bullen" auf der Brust beim Erzrivalen EHC München präsentierte.
Fünf Wochen danach ist trotz dem Austausch etlicher Stammkräfte längst wieder Optimismus, ja sogar Vorfreude auf die kommende Spielzeit eingekehrt, zumal auch die Rückkehr von Zuschauern nicht mehr ganz so fern scheint. Grund für den Stimmungsumschwung in der großen Fangemeinde sind die bisher sieben Neuzugänge. Hier hat Sportmanager Axel Alavaara nach Wohlgemuth, Holzer, Melart, Szwarz, Tosto, Iskakhov mit der Rückkehr von Borna Rendulic (wir berichteten) die Kirsche auf die Sahnetorte gesetzt.
Der Kroate, Topscorer der Adler in der abgebrochenen Corona-Saison 2019/20 (27 Tore, 22 Vorlagen) und damals zweitbester Punktesammler der DEL, band sich nach einem Intermezzo beim schwedischen Klub Örebro HK diesmal gleich für zwei Jahre. Rendulic war nach einer kurzen Eingewöhnungszeit die personifizierte Offensiv-Power des achtfachen Deutschen Meisters, gefürchtet dabei vor seine Direktabnahmen im Überzahlspiel, die oft wie ein Strahl im gegnerischen Tor einschlugen.
Voraussetzung war die Auflösung des Vertrages beim schwedischen Klub ein Jahr vor dessen Ablauf. Der 29-Jährige fühlte sich trotz einer passablen persönlichen Bilanz in der defensiver ausgerichteten SHL (20 Tore, 23 Vorlagen) nicht wohl, wie schwedische Quellen der RNZ bestätigten. Einmal, weil er teilweise nicht seinen Stärken entsprechend eingesetzt wurde, darüber hinaus, weil er sich privat etwas isoliert sah. Eine Situation, die sich Mannheim für den stets gut gelaunten Stürmer nicht nur aufgrund der Freundschaft zu seinem kroatischen-kanadischen Mitspieler Mark Katic gänzlich anders darstellt. Rendulic trauert noch einer verpassten Chance nach. "Wir haben da noch eine Aufgabe, die wir aufgrund von Corona nicht zu Ende bringen konnten", wird der Torjäger in einer Klubmitteilung zitiert. Gemeint ist die Titelverteidigung, an der die "Greifvögel" aus heutiger Sicht in der Saison 2019/20 näher dran waren als in diesem Frühjahr. Rendulic, der in Gesprächen den Medienvertretern stets offen mit einem Lächeln gegenübersteht, wird wie die übrigen Importspieler um den 24. Juli herum eintreffen. Diesmal ist auch sein Wunschtrikot mit der Rückennummer 71 frei, das ihm vor zwei Jahren Sturmpartner Jan-Mikael Järvinen wegschnappte. Die gerüchteweise verbreitete Rückkehr des Finnen wird nicht Realität, der Center hat sich RB Salzburg angeschlossen.
Die Adler sind nunmehr drei Monate vor Saisonbeginn nahezu komplett aufgestellt. Ob auch die neunte Importlizenz kurzfristig belegt wird, ließ Alavaara gegenüber der RNZ ausdrücklich offen. "Wir beobachten den Markt und schauen, was Sinn macht". Aufgrund der Auswahl an tauglichen Förderlizenzspielern, die auch für die Heilbronner Falken in der DEL2 spielberechtigt sind, besteht hier keine Eile. Darüber hinaus stellen die Jungadler mit Noah Dunham und Simon Thiel die für alle Zweitligisten zur Pflicht gewordenen beiden U21-Spieler.
Für Alavaara steht nun die detaillierte Vorbereitungsplanung an. In der zweiten Augustwoche sind Testspiele in der Schweiz vorgesehen, idealerweise die Teilnahme an einem Turnier. Ab 26. August startet die Gruppenphase der Champions-Hockey-League, am 9. September die DEL.
Der Kader (Stand 4. Juni): Tor: Endras, Brückmann, Mnich*, Tiefensee*, Ganz*; Verteidiger: Reul, Akdag, Larkin, Katic, Holzer (von Jekaterinburg/KHL), Melart (Växjö Lakers), Lehtivuori, Wirth*, Dziambor* Philipp Preto*; Stürmer: Eisenschmid, Wohlgemuth (ERC Ingolstadt), Loibl, Plachta, Szwarz (Novgorod/KHL) Wolf, Krämmer, Desjardins, Bast, Iskhakov (TPS Turku), Florian Elias*, Tosto* (Tölzer Löwen), Rendulic (HK Örebro), Klos*, Pierre Preto*, Moritz Elias* (*auch für Heilbronner Falken spielberechtigt).
Update: Freitag, 4. Juni 2021, 19.48 Uhr
Ehemaliger Topscorer Rendulic kommt zurück
Mannheim. (dpa) Die Adler Mannheim haben ihren ehemaligen Topscorer Borna Rendulic zurückgeholt. Der 29-jährige Kroate kommt vom schwedischen Club Örebro HK und erhält bei den Adlern einen Zweijahresvertrag, wie der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Mittwoch mitteilte.
Rendulic hatte bereits in der Saison 2019/20 für die Mannheimer gespielt und war damals auf 27 Tore und 22 Vorlagen gekommen. "Die Entwicklung der Corona-Pandemie machte damals eine Weiterverpflichtung allerdings unmöglich", erklärte Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara nun.
Update: Mittwoch, 2. Juni 2021, 10.58 Uhr
Adler Mannheim verpflichten russisches Eishockey-Talent Ischakow
Mannheim. (dpa/lsw) Die Adler Mannheim verstärken sich zur kommenden Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit Angreifer Ruslan Ischakow. Der 20-jährige Russe kommt vom finnischen Vizemeister TPS Turku und erhält einen Einjahresvertrag, wie die Mannheimer am Freitag mitteilten.
"Ruslan ist ein junger, überaus talentierter Spieler, der hervorragend Schlittschuh läuft, das Spiel lesen und lenken kann und immer das Auge für die Mitspieler hat, selbst aber auch torgefährlich ist", sagte Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara über den Neuzugang.
Update: Freitag, 21. Mai 2021, 15.39 Uhr
Adler holen kanadischen Eishockey-Stürmer Szwarz
Mannheim. (dpa/lsw) Die Adler Mannheim haben den kanadischen Stürmer Jordan Szwarz verpflichtet und mit einem Vertrag über zwei Jahre ausgestattet. Das gab der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Montag bekannt. Der 30-Jährige kommt vom russischen Verein Torpedo Nischni Nowgorod aus der Kontinental Hockey League (KHL). "Er ist sowohl als Center als auch auf dem Flügel einsetzbar", sagte Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara über Szwarz. "Mit seiner Erfahrung wird er eine Führungsrolle übernehmen."
Update: Montag, 17. Mai 2021, 20.01 Uhr
Finnischer Eishockey-Verteidiger Melart wechselt zu Adlern
Mannheim. (dpa/lsw) Nach der Verpflichtung des früheren NHL-Profis Korbinian Holzer haben die Adler Mannheim einen weiteren Verteidiger verpflichtet. Vom schwedischen Eishockey-Meister Växjö Lakers kommt der 32 Jahre alte Finne Ilari Melart nach Mannheim und unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag. "Nach mittlerweile sechs Jahren in Schweden ist es für mich an der Zeit, etwas Neues zu erleben", sagte Melart laut Mitteilung der Adler vom Donnerstag.
Der finnische Verteidiger hatte in Schweden auch für Lulea und Färjestad gespielt. Zuvor war er in der zweitklassigen Nordamerika-Liga AHL und der multinationalen KHL aktiv gewesen.
Olympia-Silbermedaillengewinner Björn Krupp kehrt unterdessen wie erwartet von Mannheim zum Vizemeister Grizzlys Wolfsburg zurück. Der 30-Jährige erhielt bei den Niedersachsen einen Vertrag bis 2024, wie die Grizzlys bekanntgaben. Krupp zählt zu den elf Spielern, von denen sich die Adler nach ihrem enttäuschenden Halbfinal-Aus in den Playoffs um die deutsche Eishockey-Meisterschaft trennten. Die neue DEL-Saison soll am 9. September beginnen.
Update: Donnerstag, 13. Mai 2021, 15.04 Uhr
Verteidiger Akdag verlängert Vertrag
Mannheim. (dpa/RK) Der langjährige Nationalspieler Sinan Akdag wird eine achte Saison mit den Adlern Mannheim bestreiten. Der Verteidiger habe seinen Vertrag verlängert, teilte der Topclub der Deutschen Eishockey Liga am Montag mit. Der 31-jährige Akdag spielt bereits seit 2014 für die Adler, die in dieser Saison überraschend im Playoff-Halbfinale ausgeschieden waren und wurde 2015 und 2019 Meister mit den Adlern. "Wir wissen seine Zuverlässigkeit zu schätzen", begründet Manager Axel Alavaara die weitere Zusammenarbeit.
Als Neuzugang für die Mannheimer Defensive stand zuvor bereits der frühere NHL-Profi Korbinian Holzer fest. Anders als Holzer wurde Akdag nicht für die derzeit laufende Vorbereitung auf die am 21. Mai beginnende Weltmeisterschaft in Riga nominiert.
Update: Montag, 10. Mai 2021, 14.17 Uhr
Ben Smith wechselt zum EHC München
Mannheim/München. (dpa/RK) Für die Jagd auf den nächsten deutschen Eishockey-Titel hat der EHC Red Bull München den früheren Stanley-Cup-Champion und bisherigen Adler-Mannheim-Kapitän Ben Smith verpflichtet. Die Münchner meldeten den erwarteten Transfer am Montag als perfekt, nachdem wenige Tage zuvor die Adler den Abschied des amerikanischen Stürmers verkündet hatten.
Zwei Tage zuvor hatte der US-Amerikaner auf der Saisonabschlussfeier der Adler noch Rätsel aufgegeben und "von einem neuen Land" gesprochen, womit aber nicht wie vermutet Schweden oder die Schweiz, sondern der Freistaat Bayern gemeint war.
"Wir sind sehr glücklich, dass sich Ben für uns entschieden hat. Er verkörpert alles, was einen Top-Profi ausmacht", freute sich Münchens Trainer Don Jackson. In der Branche wird der Transfer zu den "Roten Bullen" als Retourkutsche dafür angesehen, dass die Mannheimer das Rennen um den ehemaligen NHL-Verteidiger Korbinian Holzer gemacht haben.
Der dreimalige Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war in dieser Saison überraschend schon im Playoff-Viertelfinale ausgeschieden und rüstet seine Mannschaft nun um. Von den Kölner Haien hatte München bereits Nationalstürmer Frederik Tiffels geholt. Der 32-jährige Smith hatte 2018 noch den Titel in der unterklassigen nordamerikanischen AHL gewonnen und die Mannheimer 2019 zur Meisterschaft geführt.
Update: Montag, 10. Mai 2021, 11.02 Uhr
Früherer NHL-Verteidiger Holzer kommt
Mannheim. (dpa/lsw) Der langjährige NHL-Verteidiger Korbinian Holzer verstärkt künftig die Adler Mannheim. Der Nationalspieler unterschrieb einen Zweijahresvertrag und soll beim deutschen Eishockey-Meister von 2019 eine Führungsrolle einnehmen, wie die Adler am Freitag mitteilten. Holzer bestritt zwischen 2010 und 2020 für die Toronto Maple Leafs, die Anaheim Ducks und die Nashville Predators insgesamt 211 Spiele in der NHL. Zuletzt spielte der 33 Jahre alte Verteidiger für Awtomobilist Jekaterinburg in der von russischen Teams dominierten Kontinentalen Hockey-Liga (KHL).
Momentan bereitet sich Holzer mit dem deutschen Nationalteam in Nürnberg auf die Weltmeisterschaft vom 21. Mai bis 6. Juni in Riga vor. "Korbinian gehört zweifelsfrei zu den besten Verteidigern, die das deutsche Eishockey hervorgebracht hat", lobte Mannheims Sportmanager Jan-Axel Alavaara den gebürtigen Münchner. Über den anstehenden Transfer hatten bereits der "Mannheimer Morgen" und die "Eishockey News" berichtet.
Die Adler Mannheim waren in dieser Saison als Topfavorit überraschend im Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga ausgeschieden und bauen ihren Kader mit elf Abgängen kräftig um.
Straubing Tigers holen US-Eishockeyprofi Lampl aus Mannheim
Die Straubing Tigers haben Cody Lampl von den Adlern Mannheim verpflichtet. Der 34 Jahre alte Abwehrspieler aus den USA war 2019 Meister in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geworden und soll den Straubingern mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Lampl ist der vierte Verteidiger im Tigers-Kaders für die kommende Saison. Er besitzt auch die deutsche Staatsbürgerschaft. "Ich bin extrem hungrig und kann es kaum erwarten, loszulegen", äußerte er in einer Mitteilung vom Freitag. Auch aus familiären Gründen habe er sich entschieden, künftig im beschaulicheren Straubing zu spielen.
Update: Freitag, 7. Mai 2021, 14.17 Uhr
Kapitän Ben Smith lehnt Vertragsangebot ab
Mannheim (dpa/lsw) Kapitän Ben Smith wird die Adler Mannheim nach drei Jahren verlassen. Der 32 Jahre alte Stürmer habe nach dem Aus im Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft ein Vertragsangebot der Adler abgelehnt, teilte der Club am Donnerstag mit. "Bens Entscheidung hat uns schwer getroffen, wir müssen sie aber akzeptieren", sagte Sportmanager Jan-Axel Alavaara: "Einen Spieler wie Ben zu ersetzen, wird keine leichte Aufgabe." Der US-Amerikaner Smith war 2018 zu den Mannheimern gekommen und hatte 2019 mit den Adlern die Meisterschaft gefeiert.
Update: Donnerstag, 6. Mai 2021, 17.27 Uhr
Gleich zehn Spieler müssen gehen
Mannheim. (dpa/lsw) Die Adler Mannheim stehen nach dem Halbfinal-Aus in der DEL vor einem Umbruch und trennen sich von gleich zehn Spielern. Dies teilte der siebenmalige Titelgewinner der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Mittwoch mit. Mit Kapitän Ben Smith laufen hingegen Verhandlungen über eine mögliche Vertragsverlängerung noch.
Nicht verlängert werden demnach die auslaufenden Verträge der Verteidiger Cody Lampl und Craig Schira. Im Angriff verlassen mit Tommi Huhtala, Brendan Shinnimin, Taylor Leier, Felix Schütz, Sean Collins und Yannik Valenti gleich sechs Spieler die Adler. Zudem muss nach Angaben des Clubs Davis Koch, Leihgabe des Kooperationspartner Heilbronn, gehen.
Der Kontrakt mit Verteidiger Björn Krupp, der nach Wolfsburg zurückkehrt, werde in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. Der Meisterschaftsfavorit aus Mannheim war in den Playoff-Halbfinals an den Grizzlys Wolfsburg gescheitert.
Zunächst waren nur moderate Veränderungen geplant gewesen.
Update: Mittwoch, 5. Mai 2021, 17.02 Uhr
Moderate Veränderungen geplant
Mannheim. (rk) Anfang Mai ist normalerweise der Zeitpunkt, in dem die DEL-Klubs ihre Kader zumindest bei den deutschen Spielern komplett beisammen haben. Bedingt durch das späte Saisonende wurden diesmal bereits vor und während der laufenden Meisterschaftsentscheidung Transfers lanciert und vollzogen. Bei den Adler Mannheim ist die einzige bisher bestätigte Personalie der Zugang des vielfachen umworbenen Stürmers Tim Wohlgemuth (21) vom ERC Ingolstadt.
Darüber hinaus sind über Medien an Standorten der DEL-Konkurrenz Transfers durchgesickert, die aus Sicht des Rekordmeisters weitgehend Sinn machen. Verteidiger Cody Lampl (bald 35), seit dem zweiten Spieltag am 26. Dezember verletzungsbedingt nicht mehr im Einsatz, soll sich ebenso wie Förderlizenz-Stürmer Yannik Valenti (20) den Straubing Tigers anschließen.
Nur eine Personalie bestätigt
Valenti, der bei den Heilbronner Falken regelmäßig scort, hat bei seinen DEL-Einsätzen Mängel im Körperspiel und beim Defensivverhalten erkennen lassen. Dafür müssten die Adler das Talent aus dem bis 2022 laufenden Vertrag ebenso freistellen wie Björn Krupp, dessen Rückkehr nach Wolfsburg aus persönlichen Gründen durch den Onlinedienst Sportbuzzer publiziert wurde.
Schwedische Quellen vermelden die Verpflichtung von Craig Schira (33) durch den HC Linköpings. Der zu Jahresbeginn verpflichtete Verteidiger überzeugte, doch setzt Manager Axel Alavaara strategisch wohl eher auf einen jüngeren Spieler. Förderlizenzspieler Louis Brune (21 Einsätze) schließt sich dem ERC Ingolstadt an. Nachrück-Kandidaten in diesem, auch für die Heilbronner Falken zur Verfügung stehenden Kontingent, sind die Jungadler Simon Thiel, Lukas Ribarik, Arkadius Dziambor und Moritz Elias.
Der bereits mit einem Zweitspielrecht ausgestattete Davis Koch (23) aus Heilbronn könnte sich in einem Sommer-Try out (Probetraining) empfehlen.
Nicht bestätigt, aber aufgrund starker Vorstellungen eine logische Folge, ist die Verlängerung mit Verteidiger Sinan Akdag (31). Zum Saisonende laufen auch die Verträge von Kapitän Ben Smith, Tommi Huhtala, Brendan Shinnimin, Taylor Leier, Sean Collins und Felix Schütz aus. Es ist davon auszugehen, dass aus diesem Kreis allenfalls mit zwei, drei Akteuren verlängert wird. Spätzugang Collins hat ebenso wie Schütz nicht überzeugt, Leier seine anfängliche Torgefahr verloren, konnte als Zwei-Wege-Stürmer immerhin gefallen. Shinnimin hat sich als großer Kämpfer erwiesen.
Die sportliche Leitung muss im Lichte geplanter Veränderungen, einhergehend mit einer Verjüngung, Platz schaffen. Jedem wird in einem "Exit Meeting" (Saisonabschlussgespräch) mitgeteilt, wohin der Weg geht. Was alternativ machbar ist, hängt davon ab, mit wie vielen Zuschauern und welchem Budget der Klub für die neue Spielzeit kalkulieren kann. Noch eine Saison mit pauschalen Gehaltsverzichten wird es nicht geben. Das hat Alexander Sulzer, Geschäftsführer der Spielervereinigung Eishockey, bereits zu verstehen gegeben.