HeidelbergCement: Ausstieg in Kuwait ist Teil der "Portfolio-Optimierung"
Heidelberg. (mk) Der Baustoffkonzern HeidelbergCement trennt sich von seiner Mehrheitsbeteiligung an einem kuwaitischen Zement- und Transportbetonunternehmen. Man habe den eigenen Anteil von 51 Prozent an Hilal Cement an die Silver Share Real Estate verkauft, teilte HeidelbergCement am Mittwoch in einer Presseinformation mit. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Veräußerung sei der erste Schritt einer umfassenden Portfoliooptimierung, hieß es weiter. HeidelbergCement hatte im September verkündet, dass man sich im Rahmen der Strategie "Beyond 2020" von Geschäften trennen werde, die ihre mittelfristigen Ziele absehbar nicht erreichen können.
"Wir freuen uns über den Abschluss der Transaktion in Kuwait", sagte Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von HeidelbergCement. "Im Fokus unseres Portfoliomanagements steht die Vereinfachung des Länderportfolios und eine Priorisierung der stärksten Marktpositionen. Der Verkauf unserer Anteile an Hilal Cement in Kuwait ist hierzu ein erster Schritt."
Hilal Cement betreibt in Kuwait vier Transportbetonwerke und zwei Zementterminals auf dem lokalen Hafengelände. Das Unternehmen kam 2016 im Rahmen der Akquisition von Italcementi zu HeidelbergCement und wurde seitdem von der ägyptischen Tochtergesellschaft Suez Cement geführt.
Im Zusammenhang mit der Portfoliooptimierung prüft der Baustoffkonzern offenbar auch den Verkauf seines Geschäfts in Kalifornien. Das hatte kürzlich die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Die Investmentbank Morgan Stanley soll bereits Dokumente an mögliche Käufer geschickt. Deshalb werde HeidelbergCement bereits Anfang des laufenden Jahres in einer ersten Runde Gebote bekommen.