Dossenheim: Mühlbach flutete Großbaustelle auf dem Raiffeisenplatz
Dossenheim. (cm) Böse Überraschung an Weihnachten: Über das Fest wurde die Großbaustelle auf dem Raiffeisenplatz der Bergstraßengemeinde geflutet. Das Wasser stammt wohl aus der beschädigten Verdolung des Mühlbachs, der dort unterirdisch durch Dossenheim verläuft.
Feuerwehrkommandant Stefan Wieder berichtet, dass Anwohner am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages das Wasser sahen und das Plätschern hörten. Diese riefen die Polizei, die wiederum die Feuerwehr alarmierte. Auch das Ordnungsamt der Gemeinde wurde eingeschaltet. "Das Problem war, an den Feiertagen einen Ansprechpartner zu finden", so Wieder. Über den Eigentümer konnte dann der Bauleiter erreicht werden.
"Es war zunächst nicht klar, woher das Wasser kommt", erklärt Wieder. Dieses strömte durch eine Spundwand auf die Baustelle und stand etwa 20 Zentimeter hoch. Ein Mitarbeiter des Wasserwerks konnte vor Ort einen Rohrbruch als Ursache ausschließen. Somit war schnell klar, dass wohl die Verdolung beschädigt ist.
Da sich das Vorhaben noch im Rohbau befindet, dürfte der Schaden laut Wieder wohl gering sein. Trotzdem musste etwas getan werden. "Es drohte das größte Schwimmbad der Region", meint Wieder. Schließlich habe die Baufirma bis 11. Januar Betriebsferien. Mit Pumpen sollte das Wasser aus der Baustelle in den Abwasserkanal gepumpt werden. Doch auch die Ursache, also der Schaden an der Verdolung, muss noch beseitigt werden.
Wieder berichtet, dass es auf der Baustelle bereits Probleme mit eindringendem Wasser gegeben habe – aber nicht in der Dimension. An der Stelle des im Sommer abgerissenen Möbelhauses Kirsch und des Raiffeisenplatzes – zuletzt ein Parkplatz – entstehen sechs Wohnhäuser mit 39 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit.