MAZ: Ein Hauch Bundesliga für den VfL Potsdam
3. Handball-Liga Nord-Ost: Nach zwei Siegen zum Saisonstart wollen die Adler in der großen GETEC-Arena beim SC Magdeburg II nachlegen.
In der abgebrochenen Corona-Spielzeit 2019/20 legten die Drittliga-Handballer des VfL Potsdam einen klassischen Fehlstart hin – nach sieben Partien stand lediglich ein Sieg zu Buche, auf dem vorletzten Tabellenplatz kauerten die Adler Anfang November. In dieser Saison soll einiges anders werden, der Auftakt lässt mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Zwei 27:22-Heimerfolge fuhr der VfL gegen die Füchse Berlin II und den TSV Altenholz ein, schon jetzt mischt das Team von Trainer Daniel Deutsch in der Spitzengruppe mit.
„Siege sind immer schöner als Niederlagen, die Situation fühlt sich erstmal gut an“, gibt der 38-Jährige zu. Dabei sei es nicht logisch gewesen, dass man gegen ambitionierte Gäste aus Altenholz so eindrucksvoll nachlegt: „Meine Mannschaft war aber sehr gut vorbereitet. Die Leistung und vor allem die Konzentration haben mir imponiert.“
Am Sonnabend sind die Potsdamer erstmals in der Fremde gefordert, das Duell mit den Talenten des SC Magdeburg II schätzt der VfL-Coach als „knifflig“ ein: „Es ist eine typische zweite Mannschaft mit jungen und hochtalentierten Spielern, die Fertigkeiten im Wurf und ein starkes Eins-gegen-Eins besitzt. Deren erste Sieben ist für die dritte Liga auch schon sehr gestanden.“ Ein Bild vom Gegner konnte sich Deutsch bereits machen, als er die Partie der SCM-Youngster vom ersten Spieltag gegen Altenholz (22:28) analysierte. Nach der Auftaktniederlage setzten die Sachsen-Anhaltiner aber am Montag ein Ausrufezeichen, als man die Mecklenburger Stiere ungefährdet mit 29:22 (17:12) bezwang.
In Magdeburg dürfen die Adler Bundesliga-Luft schnuppern, wird das Spiel doch in der großen GETEC-Arena ausgetragen, da in der altehrwürdigen Hermann-Gieseler-Sporthalle kein Hygienekonzept umsetzbar ist. „Es ist schön, in solchen Arenen zu spielen, wenn sie voll sind. Mit nur wenigen Zuschauern kann das aber beklemmend sein, da kommt in der Gieseler-Halle mit 200 Fans sogar mehr Stimmung auf“, sagt Deutsch, der sich bei der Wahl zwischen den Pfosten – Fabian Pellegrini und Jan Jochens überzeugten beide – bis zum Ende der Woche Zeit lassen will. mb
Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, Böttcher, Marius 2020 (https://www.sportbuzzer.de/artikel/beim-sc-magdeburg-ii-ein-hauch-bundesliga-vfl-potsdam-handball-getec-arena/) [16.10.2020]