Fahrenbach: Langjähriger Trienzer Ortsvorsteher starb am Geburtstag
Fahrenbach-Trienz. (kö) An seinem 82. Geburtstag ist am vergangenen Sonntag, 2. Februar, in Trienz Willi Ehret an den Folgen eines schweren Schlaganfalls verstorben.
Die Nachricht vom Tod des kommunalpolitischen Urgesteins verbreitete sich schnell, denn sein Netzwerk reichte weit. Kein Wunder, denn Willi Ehret war nicht nur 34 Jahre lang Ortsvorsteher von Trienz, sondern brachte sich auch 30 Jahre im Gemeinderat der Gesamtgemeinde Fahrenbach ein. Er schaffte es dabei, viel für den eigenen Ortsteil zu tun, ohne die Belange der Gesamtgemeinde zu vergessen. Sein Interesse endete aber nicht an der Gemeindegrenze, und so arbeitete er zehn Jahre im Kreistag des Neckar-Odenwald-Kreises mit. Auch dort war er als "Mann des offenen Wortes" bekannt.
Ebenso in seinem jahrzehntelangen Engagement in den örtlichen Vereinen, allen voran beim FC Blau-Weiß Trienz, den er viele Jahre als Vorsitzender erfolgreich führte. Daneben engagierte er sich u.a. im Männergesangverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr und im Heimatverein. Ehrets großer ehrenamtlicher Einsatz wurde u.a. mit der Ehrenmitgliedschaft im FC Blau-Weiß und beim MGV "Liederkranz" sowie mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg und der goldenen Ehrennadel des Gemeindetages gewürdigt.
"Große Bahnhöfe" waren – obwohl er beruflich mit Leib und Seele Eisenbahner war – eigentlich nicht so das Ding von Willi Ehret. Er packte lieber hemdsärmelig mit an und saß nach getaner Arbeit gerne mit seinen Freunden zusammen, um zufrieden auf das gemeinsam Geschaffte zu blicken.
"Spuren aus der Ära Willi Ehret wird man nicht nur in Trienz noch lange sehen", ist sich Fahrenbachs Bürgermeister Jens Wittmann sicher, dem vor allem die detaillierten Ehret’schen Ortskenntnisse in Feld, Wald und Flur fehlen werden. Natur erleben und mit ihr arbeiten war Willi Ehret zeitlebens wichtig. Solange es ging, bestellte er – wie er es im elterlichen Betrieb gelernt hatte – nebenberuflich seine Felder, kümmerte sich um seine Obstbäume. Bis zuletzt war er stolz auf seinen Hausgarten, den er gerne mit seiner Ehefrau Rose Marie, den drei Kindern und der Familie genoss.
Info: Die Trauerfeier findet am kommenden Samstag, 8. Februar, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Trienz statt.