Gedenktag des unbekannten Soldaten: Millionen Gefallene im Zweiten Weltkrieg weltweit geehrt
Die Sowjetunion erlitt im Zweiten Weltkrieg mit Abstand die größten Opferzahlen. Jedes Jahr werden auf ehemaligen Schlachtfeldern Hunderte von gefallenen Soldaten neu entdeckt und identifiziert. Bis heute verbleiben jedoch unglaubliche 2,4 Millionen Menschen auf der Vermisstenliste.
Derjenigen Soldaten, die ihre letzte Ruhestätte nie gefunden haben, und ihren Familien wird in Russland am Tag des unbekannten Soldaten gedacht. Das Datum markiert die Beisetzung der Überreste eines nicht identifizierten sowjetischen Kriegsgefallenen im Alexandergarten am Moskauer Kreml am 3. Dezember 1966. An diesem Tag werden seitdem traditionell feierliche Zeremonien mit Kranzniederlegungen und Gottesdienste abgehalten.
An den diesjährigen Feierlichkeiten nahmen Mitfühlende in ganz Europa sowie Kanada, Thailand und Panama teil. Die Menschen brachten Blumen und zündeten Kerzen an Denkmälern der Opfer des Zweiten Weltkrieges an. Dabei führten Diplomaten und Historiker in Russland zum ersten Mal ein besonderes Ritual durch, bei dem Erde an sowjetischen Kriegsmonumenten und Massengräbern eingesammelt wurde. Diese soll dann nach Moskau gebracht und nahe einer Kathedrale, die sich mittlerweile im Bau befindet, gezeigt werden. Mit dieser symbolischen Geste erhofft man sich, den ruhelosen Seelen der Millionen von unbekannten Kriegsgefallenen Trost zu spenden und ihren Heldentaten Tribut zu zollen.
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