Ladenburg: Schulleiter Zuschlag erwartet unruhige Zeiten
Ladenburg. (skb) Die kleine Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule platzte beinahe aus allen Nähten, als Leiter Andreas Zuschlag die Schüler und ihre Angehörige zum Adventscafé begrüßte. Er dankte besonders den Eltern, die sich bereit erklärten, „draußen zu bleiben“, denn mehr passten in der Tat nicht in die Halle.
Zuschlag wird bald einer größeren Schule vorstehen. Ende kommenden Jahres sollen nämlich die Erweiterungsarbeiten der Grundschule abgeschlossen sein. „Ob der Zeitplan tatsächlich eingehalten werden kann, das werden wir alle sehen“, sagte der Rektor. Er ist noch skeptisch, ob die ehrgeizigen Ziele eingehalten werden können.
Mit der Beziehung der neuen Baugebiete in der Weststadt müssen umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden. Zuschlag stellte daher die gesamte Schulgemeinschaft auf eine unruhige Zeit in den kommenden zwölf Monaten ein, denn Bauarbeiten gehen bekanntlich nicht geräuschlos über die Bühne.
Die Organisation des Adventscafés habe wieder einmal gezeigt, wie stark die Schulgemeinschaft zusammenhält. Es wurden Projekte besprochen, die gemeinsam umgesetzt wurden. Die Lehrer waren ebenso engagiert dabei wie die Elternvertreter und die Akteure des Fördervereins. Zuschlag freute sich auch über die finanzielle Unterstützung. „Jeden Tag flatterten Umschläge mit Inhalt auf meinen Schreibtisch. Das ist großartig.“ Schließlich hat die Veranstaltung neben dem Zusammenwachsen der Schulgemeinschaft auch das Ziel, finanziell etwas zu bewegen. 50 Prozent des Erlöses gehen an den Förderverein, der damit anstehende Schulprojekte unterstützt. In der Astrid-Lindgren-Schule schaut man aber auch über den Tellerrand hinaus. Die andere Hälfte kommt daher einem sozialen Projekt zugute. Der Erlös dieses Mal geht an das heilpädagogische Kinderheim Mirabelle, das wie die Astrid-Lindgren-Schule große Umbaumaßnahmen bewältigen muss.
Offiziell eröffnet wurde der Schulweihnachtsmarkt vom Schulchor unter der Leitung von Frederike Lauff. Die Kinder tanzten singend um den Weihnachtsbaum herum. Viel Applaus ernteten auch die Tänzerinnen der Tanz-AG unter der Leitung von Ullrike Stamnitz.
Danach zogen sich die 130 Kinder in ihre jeweiligen Klassenzimmer zurück, wo der Verkauf der Kunstgegenstände begann. Hier wurden etwa selbst gebastelte Vogelhäuschen, Engel für den Weihnachtsbaum oder Küchenschürzen mit weihnachtlichen Motiv verkauft. Über mangelnde Umsätze brauchten sich auch die Markthändler, die ihre Buden im Schulhof aufgebaut hatten, nicht zu beschweren.