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30 Jahre Mauerfall: Gurken wurden fast zum "Politikum"

Von Stefan Hagen

Rhein-Neckar. Immer, wenn vom Fall der Mauer oder dem Ende der DDR die Rede ist, habe ich den „Gurkentopf“ vor Augen, der einen Grenzer der Deutschen Demokratischen Republik fast zur Weißglut gebracht hat. Die Fahrten zur Verwandtschaft im Osten, der in der Nacht in gleißendes Licht getauchte Grenzübergang Herleshausen/Wartha, die unheimliche Stille im Auto, wenn der Volkspolizist mit unbeweglicher Miene eine gefühlte Ewigkeit im Pass geblättert hat – all das sind Erinnerungen, die sich unauslöschlich in meinem Gedächtnis eingebrannt haben.

1957 hatten meine Eltern – der Vater aus Gera, die Mutter aus Chemnitz – die DDR über Berlin verlassen, immer voller Hoffnung, dass die ganze Familie irgendwann im Westen wieder vereint ist. Nach dem Mauerbau im August 1961 war dieser Traum ausgeträumt. Zwei Brüder meiner Mutter und viele weitere Verwandte blieben hinter dem „Eisernen Vorhang“ zurück, was besonders für meine Großeltern nur schwer zu ertragen war.

Doch das Leben beidseits des Grenzwalls musste ja weitergehen – zahllose Familien begannen jetzt, ihre ganz persönlichen Ost-/West-Geschichten zu schreiben. Zwangsumtausch, abgelehnte Besuchsanträge, das erste Wiedersehen, Brieffreundschaften, Care-Pakete Richtung Osten, Christstollen Richtung Westen, der Reisepass voller Hammer-und-Sichel-Stempel – es gibt unzählige Begebenheiten und Anekdoten zu erzählen, die man in keinem Geschichtsbuch findet. Das pralle Leben zwischen Ost und West – oft traurig, manchmal tragisch, aber auch hoffnungsvoll, mitunter lustig, immer voller Emotionen. Und jetzt kommen Sie ins Spiel, liebe RNZ-Leser. Was kommt Ihnen beim Stichwort „DDR“ in den Sinn? Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit dem geteilten Deutschland gemacht? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte – gerne auch mit Foto. Zum Auftakt der neuen RNZ-Serie „Ost-/West-Geschichten“ stellt der Autor dieses Artikels kleine Alltagserlebnisse vor, die er niemals vergessen wird.

> Wiedersehen nach 23 Jahren: Heute – im November 1982 – ist ein ganz besonderer Tag: Onkel Horst kommt zu Besuch, den ich allerdings nur vom Hörensagen kenne. Meine Oma und meine Mutter sind völlig aus dem Häuschen, seit Tagen gibt es nur dieses eine Thema. Kein Wunder, schließlich haben sie den Bruder beziehungsweise den Sohn seit 23 Jahren nicht mehr gesehen. 1959 war Horst in den Westen gekommen, hatte ein halbes Jahr bei Freudenberg in Weinheim gearbeitet. Dann hatte ihn das Heimweh übermannt, 1960 ging er zurück in die „Ostzone“.

Jetzt hat er eine Sondergenehmigung zur Ausreise aus der DDR für zehn Tage erhalten – der Grund: der 80. Geburtstag seiner Mutter. Freilich darf er nur reisen, weil Frau und Kind zu Hause auf seine Rückkehr warten. Jetzt steht die ganze Familie in Weinheim fröstelnd auf dem Bahnsteig, als ganz hinten am Gleis ein Mann mit dunklem Mantel aussteigt. „Ist er das?“, fragt meine Oma. Er ist es, der Rest geht in einem Tränenmeer unter.

> Viele DDR-Mark in der Tasche: Ab 1986 – vorher war das Misstrauen meiner Eltern gegenüber dem sozialistischen Staat zu groß – besuchten wird dann regelmäßig unsere Verwandtschaft in Karl-Marx-Stadt. Davon zeugen unter anderem zahllose Stempel mit Hammer und Sichel in meinem alten Reisepass. Wir hatten stets viele Ostmark in der Tasche, schließlich verlangte die DDR von Westbesuchern eine Art Eintrittsgeld. Pro Tag und Kopf – wir waren zu viert – musste man 25 Westmark in 25 DDR-Mark tauschen. Und das bei einem offiziellen Wechselkurs von eins zu zehn. Bei acht Besuchstagen kam da schon ein „hübsches“ Sümmchen zusammen.

Und, schwer zu glauben, es war wirklich nicht leicht, das Geld auszugeben. Meist traten dann Weihnachtspyramiden und Räuchermännchen aus dem Erzgebirge die Rückreise in den Westen mit an. Als ich einmal in einer Buchhandlung stöberte, hatte ich eine „famose“ Idee und kaufte das Kapital von Karl Marx in Karl-Marx-Stadt. Spätere Versuche, die drei Bände über Ebay loszuwerden, scheiterten. Es gab kein einziges Gebot.

> Lachen verboten: Ein besonders kritischer Moment bei Reisen in die DDR war stets der Grenzübertritt. Beim Blick in die Gesichter der Volkspolizisten hätte man zwar am liebsten sofort den Rückwärtsgang eingelegt, aber da mussten wir nun durch. Neben der zeitraubenden Passkontrolle gab es eine weitere Gemeinheit – man musste ein Formblatt der Zollbehörden äußerst akribisch ausfüllen. Neben den mitgebrachten Devisen waren alle, wirklich alle, Dinge aufzuführen, die man für die Verwandtschaft im Auto hatte. Von der Tafel Schokolade über Orangen und Bananen bis hin zum Waschmittel.

Meist kamen da locker 30 bis 40 Positionen zusammen. Und das wurde dann genaustens überprüft. Bei einer Reise nach Karl-Marx-Stadt waren meine Eltern mit dem gesamten Gepäck bereits vorausgefahren, weil mein Bruder und ich nicht auf das Lokalderby SV Sandhausen gegen 09 Weinheim verzichten wollten. Nach dem Sieg der 09er fuhren wir dann bestens gelaunt gen Osten. Es ging flott voran, schließlich bestand unser gesamtes Gepäck lediglich aus einem Gurkentopf, den noch jemand „nachbestellt“ hatte. Natürlich wurden die Gurken von uns ganz penibel auf dem Zoll-Formblatt vermerkt. Als ich das Dokument dem Grenzer später in die Hand drückte, war ganz schnell Schluss mit lustig. „Steigen Sie aus und machen Sie mal den Kofferraum auf“, blaffte der Mann mich an. Als der Deckel in die Höhe ging, änderte sich schlagartig die Gesichtsfarbe des Beamten.

In der Mitte des Kofferraums stand doch tatsächlich mutterseelenallein ein Gurkentopf. Jetzt bloß nicht lachen, schoss mir noch den Kopf, da wurde der Kofferraumdeckel auch schon zugeschlagen, und wir durften weiterfahren. Ob die Gurken geschmeckt haben? Daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

Info: Die RNZ freut sich unter den Mail-Adressen rhein-neckar@rnz.de und stefan.hagen@rnz.de auf Ost-/West-Geschichten ihrer Leser – gerne auch mit Foto. Die Beiträge werden dann in loser Folge veröffentlicht.

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