Derby Handschuhsheim-Neuenheim: "Kein Spiel wie jedes andere"
Heidelberg. (momo) Wenn sich TSV Handschuhsheim und SC Neuenheim in der Rugby-Bundesliga duellieren, liegt ganz automatisch immer Spannung in der Luft. Am Samstag kommt es nun nach einjähriger Pause erneut zur „Mutter aller Derbys“ um 16 Uhr im „Lionspark“. Der Gewinner wahrt sich gute Chancen aufs Halbfinale.
Kaum ein Spiel wurde wohl so vermisst wie das zwischen TSV und SCN. Aber trotz seines Status als Aufsteiger spielt der SCN wie ein Halbfinal-Aspirant und steht auf einem starken vierten Platz. Die Handschuhsheimer grüßen von der Tabellenspitze, aber die ersten vier Teams trennen nur vier Punkte. Bei all den erwartete Emotionen wollen die „Löwen“ sich nicht beirren lassen: „Das ist sicherlich kein normales Spiel wie jedes andere. Wir müssen die Atmosphäre aufnehmen, uns davon aber nicht vom Spielsystem abbringen lassen“, sagt Mark Kuhlmann. Der TSV-Trainer hat auch eine Vergangenheit bei den „Königsblauen“ und kennt die Intensität des Matches von beiden Seiten. Sein Pendant Clemens von Grumbkow sieht die „Löwen“ als Favoriten, weiß aber auch, dass trotz einiger Ausfälle solche Duelle schwer voraus zu sagen sind. Vor zahlreich erwarteten Zuschauern kommt es vor allem auf einen guten Start an.
Gut erholt sollte die RG Heidelberg sein, wenn sie samstags um 14 Uhr den RK Heusenstamm empfängt. Denn aufgrund der Vielzahl an Spielen sah „Orange Hearts“-Coach Tim Kasten von Training in der vergangenen Woche ab. Gegen den Tabellenletzten sollte eine minimal schlechtere Form nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Mit ihrer Angriffswucht und dank den Biniak-Brüdern Tim und Louis auch dem Wissen über die Stärken der Heusenstammer sind die Orangenen klarer Favorit. Nach einer schweren Anfangsphase will der Heidelberger RK die Hinrunde mit einem Sieg in Pforzheim positiv abschließen. Viele Verletzte auf Seiten des Ruderklubs machen die Aufgabe nicht weniger anspruchsvoll, zumal Pressechef Steffen Liebig den Schwarzwäldern „zuletzt klar aufsteigende Form“ attestiert. Mit einem ähnlich starken Auftritt wie gegen Luxemburg rechnen sich die Kirchheimer aber Chancen auf Punkte aus und schielen auf den fünften Tabellenplatz.
Um die nächsten Punkte kämpft der Heidelberger TV im nächsten Heimspiel am Sonntag. Nach dem verdienten Sieg über Nürnberg kommt nun mit dem SV StuSta Freimann aber ein stärkerer Gegner in die Carl-Bosch-Straße. „Aufgrund der bisherigen Ergebnisse ist München der Favorit“, sieht auch Trainer Thomas Kurzer so.
Dennoch haben die „Turner“ spielstarke Akteure in ihrem Kader, mit der Rückkehr von Kraftprotz Vakameilalo könnte der HTV auch körperlich besser als zuletzt dagegen halten. Springen dann noch genug ordentliche Angriffsbälle heraus, sind die Heidelberger immer für Punkte gut.
Bundesliga Südwest, Samstag 14 Uhr: RG Heidelberg - RK Heusenstamm (Harbigweg), SG Pforzheim - Heidelberger RK; 16 Uhr: TSV Handschuhsheim - SC Neuenheim (Sportzentrum Nord).
2. Bundesliga Süd, Sonntag, 14 Uhr: Heidelberger TV - SV StuSta Freimann (Carl-Bosch-Straße).