Großsporthalle Heidelberg: Im nächsten Frühjahr soll die Großsporthalle fertig sein
Von Timo Teufert
Heidelberg. Langsam nimmt die neue Großsporthalle auch von außen Gestalt an: Im oberen Teil der Halle wurde bereits die Lamellentechnik eingebaut, die für optimale Lichtverhältnisse im Innenraum sorgen soll. Darüber wird später noch die Außenfassade kommen. Die Flächen, die im unteren Teil mit Glas verkleidet sein werden, wurden in den letzten Tagen mit einem Holzverschlag verkleidet. Er dient als Schutz gegen Kälte, da der Innenraum für den weiteren Ausbau und das Trocknen des Betons beheizt wird.
„Der Bau geht ruckzuck, das System ist wirklich gut und unserer Generalunternehmer, die BAM-Sports, arbeitet sehr professionell“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner am Mittwoch im Sportausschuss. Im Frühjahr 2020 soll die Halle fertig sein und danach einen Probebetrieb absolvieren. Damit sie anschließend in Betrieb gehen kann, muss die Platzfläche um die Halle ebenfalls fertiggestellt sein. „Um die Inbetriebnahme der Großsporthalle gewährleisten zu können, ist ein Zwischenausbau der Platzfläche vorgesehen“, heißt es in der Vorlage. Im Endausbau soll die etwa 12.000 Quadratmeter große „Event Plaza“ rund um die Halle einen markanten südlichen Auftakt des „Innovation Parks“ bilden.
Die Zuschauer werden im Westen der Halle – also von der Speyerer Straße aus – ins Halleninnere gelangen. Die Fläche, die von Baumgruppen eingerahmt werden soll, steigt von der Straße bis zum Haupteingang an, sodass die Halle barrierefrei zu erreichen ist. Unter den Bäumen und über den Platz verteilt wird es Sitzmöglichkeiten in Form von Skulpturen geben. Die finale Fertigstellung des Platzes rund um die Halle ist dann für das Frühjahr 2021 vorgesehen. Im Norden der Halle soll noch in diesem Monat mit dem Bau des Parkhauses begonnen werden. Es wird im Auftrag der Stadtwerke Heidelberg Garagen GmbH in Systembauweise entstehen und auf vier Etagen Platz für 630 Autos und 750 Fahrräder bieten.
Das Parkhaus soll nicht nur ausreichend Parkplätze für den „Innovation Park“ und die Großsporthalle bieten, in einem angeschlossenen Technikturm wollen die Stadtwerke eine Kältezentrale zur Versorgung der Großsporthalle und des Quartiers sowie Blockheizkraftwerke unterbringen. Auf dem Dach wird es eine Fotovoltaikanlage geben und die Fassade zur Speyerer Straße soll begrünt werden. Im Technikturm ist auch eine eigene Trafostation vorgesehen: So können die derzeit 20 Elektroladestationen für Autos auf bis zu 120 Stationen erweitert werden. Die Fertigstellung ist für Dezember 2020 geplant.
Im Sportausschuss bedankte sich Michael Pfeiffer (Grün-Alternative Liste), dessen Fraktion den Sachstandsbericht angefordert hatte, für die Informationen zum Baufortschritt. Lob gab es auch von Matthias Kutsch (CDU): Er hob hervor, dass man im Kosten- und Zeitplan liege. „Wir freuen uns auf die Fertigstellung“, so Kutsch.