Windkraftanlagen in Guggenberg: "Offene Fragen" sollen beantwortet werden
Eichenbühl-Guggenberg. (rüb) Soll die Gemeinde Eichenbühl das Projekt "Erneuerung der Windkraftanlagen in Guggenberg" vorantreiben? Oder sollen die Pläne in der Schublade verschwinden? Da eine Umfrage unter den Haushalten in Guggenberg keine eindeutige Antwort auf diese Frage ergeben hat, sollen die Bürger nun erneut befragt werden. Dies wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Eichenbühl beschlossen.
In einer Bürgerversammlung waren die Einwohner im April über die Pläne des Betreibers für die drei ältesten Anlagen informiert worden. Demnach sei eine Laufzeitverlängerung um mindestens zehn Jahre eine Option. Eine weitere Alternative sei der Rückbau der drei Anlagen und die Errichtung von zwei neuen, größeren Windrädern. Bei dieser Variante müssten die Windräder einschließlich der Fundamente zurückgebaut werden. Anschließend würden zwei neue, größere Anlagen an einem weiter entfernten Standort aufgebaut. Um eine höhere Akzeptanz des Vorhabens bei den Bürgern zu erreichen, hatte der Projektierer vorgeschlagen, die jährliche Pacht zu 50 Prozent an die Guggenberger Haushalte zu verteilen.
Doch auch diese Aussicht konnte die Bedenken bei einigen Bürgern nicht ausräumen. Von den 26 befragten Haushalten sprachen sich zwölf für das Konzept aus, 13 dagegen, einer antwortete weder mit Ja noch mit Nein. Beim Großteil der negativen Rückmeldungen wurde ein "ungenügender Informationsfluss" moniert und um die Beantwortung offener Fragen gebeten. Wie Geschäftsleiter Lothar Eckstein ergänzte, hätten die Bürger keine konkreten Angaben gemacht, welche Fragen offen seien. Vielmehr sei bei Rückfragen eine generelle Unsicherheit zu spüren gewesen, ob das Projekt wie vorgestellt umgesetzt werden kann.
In der Diskussion im Gemeinderat zeigte sich Bürgermeister Günther Winkler anschließend vom Ergebnis der Umfrage überrascht. Seiner Meinung nach seien ausreichend Informationen weitergegeben worden. Dennoch wird die Gemeinde nun erneut auf die Haushalte zugehen, die in der Umfrage Bedenken geäußert haben, und sich konkret nach den offenen Fragen erkundigen. Diese sollen anschließend beantwortet werden. Im Juli soll das Thema dann erneut auf die Tagesordnung des Gemeinderats kommen.