Nach Einstieg bei P7S1: Berlusconis Mediaset plant laut Medienbricht Dachgesellschaft für europaweite TV-Allianz
Der italienische Medienkonzern Mediaset hat wohl schon konkretere Pläne mit ProSiebenSat.1. Dies geht aus einem Bericht der “Il Messaggero” hervor. Demnach soll eine europaweite Fernseh-Allianz entstehen, für die als nächstes eine gemeinsame Dachgesellschaft gegründet werden soll – mit Sitz in den Niederlanden oder in Belgien.
Das italienische Blatt beruft sich dabei auf einen Plan, den die Investmentbank Citi für Mediaset ausgearbeitet habe. Daneben seien zudem Goldman Sachs und die Deutsche Bank in den Deal involviert.
Eine Sprecherin von P7S1 sagte dazu: “Wir sind an derartigen Gesprächen nicht beteiligt.”
Hatte ein US-Unternehmen Interesse an P7S1?
Der italienische Medienkonzern hatte Mitte der Woche bekannt gegeben, Anteile an P7S1 erworben zu haben. Dabei geht es konkret um 9,6 Prozent der Anteile an dem deutschen Unternehmen, wie Unternehmenschef Pier Silvio Berlusconi mitteilte. Er ist der Sohn des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, der sich 1994 aus der Konzernführung zurückgezogen hatte.
Laut dem Medienbericht soll Mediaset den Anteil ohne Wissen des deutschen Medienkonzerns gekauft haben, weil ein nicht namentlich genanntes US-Unternehmen ebenfalls Interesse gehabt habe.
Max Conze: “Vertrauensbeweis für Strategie und Team”
“Der freundliche Anteilserwerb an ProSiebenSat.1 ist eine langfristige Entscheidung, die darauf abzielt, Wertschöpfung mit einer zunehmend internationalen Ausrichtung zu schaffen”, sagte er Pier Silvio Berlusconi zum Deal.
P7S1-CEO Max Conze kommentierte: “Wir begrüßen die Investition der Gruppo Mediaset und sehen dies als einen Vertrauensbeweis für unsere Strategie und das Team an”, sagte er. Im Juni startet das Medienhaus aus Unterföhring bei München gemeinsam mit Discovery Networks das neue Streaming-Angebot Joyn.
tb