Sport kompakt: DFB lobt WM-Rekordprämie für Fußballerinnen aus - Männer hätten mehr als dreimal so viel erhalten
Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf: Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf dem Globus mal mehr, mal weniger bedeutende Events statt, die aufgrund der Dominanz weniger Sportarten schnell untergehen können und keine wirkliche Beachtung finden.
31. Mai: DFB lobt Rekordprämie für WM-Titel aus
Sollte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich den WM-Titel gewinnen, bekäme jede Spielerin eine DFB-Prämie von 75.000 Euro - so viel wie nie zuvor. Die leistungsbezogene Regelung sieht vor, dass der WM-Triumph mit 65.000 Euro honoriert wird, dazu käme ein Bonus von 10.000 Euro für die erfolgreiche Olympia-Qualifikation. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Zum Vergleich: Die Männer hätten für den WM-Gewinn 2018 in Russland pro Spieler 350.000 Euro eingestrichen, gingen nach dem Vorrunden-Aus aber leer aus. Der Viertelfinal-Einzug wäre mit 75.000 Euro belohnt worden, exakt der Summe, die die Frauen nun für den Titel bekämen.
31. Mai: Wettskandal in Spanien - zwei Verdächtige bleiben in Haft
Im mutmaßlichen Manipulationsskandal im spanischen Fußball hat das zuständige Gericht Untersuchungshaft für zwei der sechs Verdächtigen angeordnet. Dabei handele es sich um einen ehemaligen spanischen Nationalverteidiger von Rekordmeister Real Madrid und einen Ex-Profi vom FC Sevilla, berichtete das spanische Fernsehen am Freitag. Das zuständige Oberlandesgericht der Region Aragonien teilte am Donnerstagabend mit, die Kaution für ihre Freilassung betrage je 100.000 Euro. Ihnen würden Mitgliedschaft in einer kriminellen Gruppe, Korruption im Sport und Betrug vorgeworfen. Vor dem Untersuchungsrichter hätten beide die Aussage verweigert, schrieben spanische Medien. Vier weitere Verdächtige wurden hingegen vorläufig freigelassen, darunter ein Club-Präsident.
31. Mai: Jogi Löw liegt im Krankenhaus
Joachim Löw kann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in den beiden anstehenden EM-Qualifikationsspielen gegen Weißrussland und Estland nach einem Sportunfall nicht betreuen. Der Bundestrainer muss sich stationär behandeln lassen, teilte der DFB am Freitag mit. Bei dem Unfall sei eine Arterie gequetscht worden, informierte der Verband.
Laut Informationen der "Bild" soll dem Bundestrainer während eines Fitnesstrainings eine Hantel auf die Brust gefallen sein. Löw habe die Verletzung aber nicht ernstgenommen. Erst als die Durchblutungsstörungen auftraten, hätte er sich in ärztliche Behandlung gegeben. Eine Operation sei aber nicht notwendig.
Assistenztrainer Marcus Sorg soll am 8. Juni in Borissow gegen Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland als Chef auf der Bank sitzen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über Löws Durchblutungsstörungen berichtet.
"Ich fühle mich schon wieder ganz gut, muss mich aber in den nächsten vier Wochen noch ein bisschen schonen", wird Löw in einer DFB-Mitteilung zitiert. Der 59-Jährige sieht für die Doppel-Aufgabe in der EM-Qualifikation durch seinen Ausfall keine Probleme. "Ich bin in ständigem Austausch mit meinem Trainerteam, und wir werden auch rund um die beiden Länderspiele in engem telefonischen Kontakt bleiben. Marcus Sorg, Andy Köpke und Oliver Bierhoff haben im Zusammenspiel viel Erfahrung. Und gemeinsam werden wir diese kurze Pause gut überbrücken", übermittelte Löw.
29. Mai: Dieter Hecking wird neuer HSV-Trainer
Dieter Hecking soll den Hamburger SV zurück in die Bundesliga führen. Der Traditionsclub gab die Verpflichtung des 54-Jährigen als Trainer bekannt. Der neue Hoffnungsträger werde noch am Mittwoch beim Zweitliga-Vierten der vergangenen Saison vorgestellt. Hecking tritt die Nachfolge von Hannes Wolf an, der nach dem verpassten Aufstieg den Club schon nach sieben Monaten verlassen musste.
Hecking trainierte zuletzt zweieinhalb Jahre lang Borussia Mönchengladbach. Trotz Platz fünf und dem Erreichen der Europa League hatte der Bundesligist schon früh in der Rückrunde entschieden, sich von ihm am Saisonende zu trennen.
28. Mai: Fußballer in Spanien wegen möglicher Spielmanipulationen festgenommen
Der spanische Fußball wird von einem Manipulationsskandal erschüttert. Die Nationalpolizei hat in einer großangelegten Operation in Huesca, Madrid, Valladolid, Málaga und A Coruña mehrere Fußballer und Ex-Fußballer aus der ersten und zweiten Liga wegen möglicher Spielabsprachen festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein, die aus manipulierten Spielen in der Primera und Segunda División Profit bei Sportwetten geschlagen habe, berichtete die spanische Zeitung "El País" am Dienstag.
Alle Verdächtigen würden der Korruption und Geldwäsche bezichtigt. Chef der Gruppe soll ein Ex-Profi von Real Madrid gewesen sein, wie Medien schrieben. Auch ein Club-Präsident sei unter den Inhaftierten.
Die Ermittlungen wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr nach der Zweitliga-Partie zwischen dem SD Huesca und dem katalanischen Club Nàstic aufgenommen. Nàstic hatte das Spiel 1:0 gewonnen. Damals habe die spanische Liga unter ihrem Vorsitzenden Javier Tebas bei der Polizei Anzeige wegen möglicher Spielmanipulation erstattet, berichteten Medien unter Berufung auf Quellen bei LaLiga.
28. Mai: Real-Boss Pérez will Kapitän Ramos nicht ablösefrei ziehen lassen
Real Madrids Präsident Florentino Pérez will seinen Abwehrstar Sergio Ramos keinesfalls ohne Ablöse nach China gehen lassen. "Ich habe Ramos gesagt, dass es unmöglich ist, den Kapitän gratis ziehen zu lassen", betonte der 72-Jährige am Dienstag in einem Interview des spanischen Radiosenders Onda Cero.
Perez bestätigte Medienberichte, wonach der 33 Jahre alte Ramos ein Angebot aus China erhalten und den spanischen Fußballclub um eine vorzeitige Freigabe gebeten habe. Ramos habe "eine sehr gute Offerte" bekommen, der nicht näher benannte chinesische Club könne die Transfersumme aber nicht zahlen.
Der Vertrag von Ramos bei Real läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Darin soll Medienangaben zufolge eine Ausstiegsklausel von 800 Millionen Euro festgeschrieben sein. Der Innenverteidiger spielt schon seit 14 Jahren für die Königlichen. Eine Reaktion von Ramos gab es zunächst nicht.
+++ 28. Mai: Bayern-Präsident Hoeneß bestätigt: Boatengs Manager "sucht Vereine"
Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat seine Aussagen zu Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng bekräftigt und hofft in diesem Sommer auf Bewegung auf dem Transfermarkt. "Es gibt schon ewig lang Gespräche. Sein Manager sucht Vereine, das wissen wir - und wir haben das auch akzeptiert", sagte Hoeneß nach dem 1:1 des deutschen Rekordmeisters aus München beim 1. FC Kaiserslautern. Hoeneß hatte dem 30 Jahre alten Innenverteidiger nahegelegt, den Verein in diesem Sommer zu verlassen, auch weil im kommenden Jahr die Konkurrenz noch einmal größer werde.
"Es hat sich gezeigt, dass er kein besonders guter Ersatzspieler ist", urteilte Hoeneß über Boateng und bezog sich dabei offenbar vor allem auf die vergangenen Wochen. Er habe persönlich nichts gegen den Weltmeister von 2014, wiederholte der Präsident. Boatengs Vertrag in München läuft noch bis 2021.
+++ 28. Mai: Slomka kehrt als Trainer zu Hannover 96 zurück
Mirko Slomka kehrt sechs Jahre nach seinem letzten Engagement als Trainer zu Hannover 96 zurück. Am Dienstag bestätigte der Verein, dass der 51-Jährige als neuer Cheftrainer und Nachfolger von Thomas Doll verpflichtet wurde. Als neuen Sportdirektor präsentierten die Niedersachsen den früheren Nationalspieler Jan Schlaudraff. Am Dienstagnachmittag soll das neue Führungsduo sein sportliches Konzept im Rahmen einer Pressekonferenz vorstellen. Slomka war bereits von Januar 2010 bis Dezember 2013 Chefcoach bei Hannover 96 und führte den Verein damals zwei Mal in Folge in die Europa League.
+++ 27. Mai: Union Berlin setzt sich in Relegation gegen VfB Stuttgart durch und steigt auf +++
Der 1. FC Union Berlin hat erstmals den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft und damit den dritten Abstieg des VfB Stuttgart besiegelt. Die Berliner setzten sich am Montag in der Relegation durch ein 0:0 im Rückspiel gegen die Schwaben durch, nachdem sich beide Clubs in Stuttgart 2:2 getrennt hatten. Trotz langer Überlegenheit in der stimmungsvollen und packenden Partie beim Zweitligadritten wartete der Bundesliga-16. aus Stuttgart vergeblich auf das dringend benötigte Auswärtstor und muss wie schon 2016 und 1975 ins Unterhaus. Das vermeintlich rettende 1:0 für die Schwaben durch einen Freistoß von Dennis Aogo (9. Minute) hatte Schiedsrichter Christian Dingert nach Studium der Videobilder wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Damit steht der VfB vor dem bitteren Neuaufbau in der 2. Liga, Interimscoach Nico Willig soll wieder zur U19 zurückkehren, der Kieler Tim Walter übernimmt für ihn.
26. Mai: Finnland überraschend zum dritten Mal Eishockey-Weltmeister
Finnland ist zum dritten Mal Eishockey-Weltmeister. Am Sonntagabend triumphierten die Finnen im Finale in Bratislava mit 3:1 (0:1, 1:0, 2:0) gegen Kanada. Schon ihren bislang letzten Titel 2011 hatten die Finnen in der slowakischen Hauptstadt gewonnen. Matchwinner in diesem Jahr war Kapitän Marko Anttila von Jokerit Helsinki mit zwei Toren (23. Minute/43.). Zudem traf Harri Pesonen (56.) Der 33-jährige Anttil hatte Finnland bereits am Samstag mit seinem 1:0-Siegtreffer gegen den Top-Favoriten Russland ins Finale geschossen. Shea Theodore von den Las Vegas Golden Knights (11.) hatte Kanada im ersten Drittel zunächst in Führung geschossen.
26. Mai: Hamilton dominiert GP von Monaco, Vettel wieder Zweiter
Der amtierende Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (GBR) hat am Sonntag den Großen Preis von Monaco gewonnen. Nach einem packenden Rennen setzte sich der Mercedes-Pilot gegen Sebastian Vettel und den Finnen Valteri Bottas durch. Zuvor hatte sich Hamilton über 78 Runden ein packendes Duell mit Max Verstappen (Red Bull Racing) geliefert. Verstappen überquerte den Zielstrich dann zunächst auch als Zweiter. Eine Zeitstrafe kostete ihn aber nachträglich den Podiumsplatz. Vettels Scuderia Ferrari nutzte eine Safety-Car-Phase nach 13 Runden - ausgerechnet aufgrund eines Reifenschadens von Vettel-Teamkollege Leclerc - um Valteri Bottas zu überholen. Den dritten Platz verteidigte der Heppenheimer dann bis ins Ziel. Für Hamiltons Silberpfeile war der Triumph auf dem berüchtigten Stadtkurs der sechste Sieg im sechsten Rennen. Allein vier gehen auf das Konto des 34-Jährigen, der seine WM-Führung ausbaute und nun schon 48 Zähler vor Vettel liegt.
26. Mai: Kerber scheitert bei French Open in Runde eins
Mit einer krachenden Niederlage hat sich Angelique Kerber bereits in Runde eins von den French Open 2019 verabschiedet. Die Kielerin unterlag der unbekümmerten Paris-Debütantin Anastassija Potapowa klar mit 4:6 und 2:6. Die 18-jährige Russin verwandelte nach nur 73 Minuten ihren dritten Matchball. Zuvor hatte die 81. der Weltrangliste ihre Gegnerin mit druckvollen Grundschlägen über den umgebauten Court Philippe Chartier gejagt. Für Kerber, die noch auf Platz fünf der Weltrangliste geführt wird, war es beim 13. Start in Roland Garros bereits die fünfte Erstrundenpleite.
26. Mai: Lawinengefahr bremst Giro d'Italia aus
Aufgrund der großen Schneemassen und anhaltender Lawinengefahr haben die Verantwortlichen den Anstieg zum Gavia-Pass aus dem Programm des 102. Giro d'Italia gestrichen. Ursprünglich sollten die Fahrer das 2.618 Meter hoch Dach der Italien-Rundfahrt am Dienstag überqueren. Doch entlang der Strecke der Königsetappe türmt sich die Schneewände nach den Niederschlägen der letzten Tage meterhoch - auf der Abfahrt droht zudem Eisglätte. "Die Meteorologen haben uns auch für kommenden Tage keine Besserung in Aussicht stellen können", sagte Giro-Direktor Mauro Vegni. Die Etappe soll nun um 32 auf 194 Kilometer verkürzt werden - endet aber wie geplant mit einer Bergankunft auf dem Montirolo-Pass auf einer Höhe von 1.852 Metern.
25. Mai: Hamilton holt Pole Position in Monaco, Vettel nur Vierter
Die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valteri Bottas haben am Nachmittag das Qualifying zum Großen Preis von Monte Carlo dominiert. Weltmeister Hamilton fuhr auf dem Stadtkurs im Fürstentum die schnellste Runde (1:10,166 Minuten). Nur 86 Tausendstel Sekunden langsamer war sein finnischer Teamkollege. Sebastian Vettel geht am Sonntag aus Startposition vier in das prestigeträchtige Rennen auf dem engen Stadtkurs. Sein Teamkollege Charles Leclerc, der das dritte Training gewonnen hatte, brachte nur die 16. Zeit auf den Asphalt. Niko Hülkenberg reihte sich mit seinem Renault auf Startplatz elf ein.
25. Mai: Hummels beschwört riesigen Willen vor DFB-Pokalfinale
Selbstbewusst, aber auch mit viel Respekt vor Gegner Leipzig, fiebert Bayern-Abwehrchef Mats Hummels dem DFB-Pokalfinale am Abend im Berliner Olympiastadion entgegen. In einem vom Rekordmeister veröffentlichten Interview sprach der 30-jährige Innenverteidiger von einem großen Spiel, das auf dem Plan stehe. "Der Wille, die Motivation ist riesig, den zweiten Pokalsieg aus persönlicher Sicht zu holen, den ersten seit ich bei Bayern bin", so Hummels. Mit großem Respekt begegnet der Weltmeister von 2014 Gegner RB Leipzig. Beeindruckt ist er vor allem vom Tempo im Spiel der Sachsen, die das Endspiel um den DFB-Vereinspokal zum ersten Mal erreicht haben. "Das ist vielleicht die schnellste Mannschaft der Liga. Da sind wirklich ein paar Pfeile dabei." Die Stimmung im eigenen Team bezeichnete Hummels als "sehr gut". Der FC Bayern hat eine Woche nach dem Gewinn der 29. Meisterschaft die Chance auf das zwölfte Double der Vereinsgeschichte.
25. Mai: Tuchel verlängert Vertrag bei Paris St. Germain
Der frühere Bundesliga-Trainer Thomas Tuchel hat seinen Vertrag beim französischen Spitzenklub Paris St. Germain vorzeitig bis 2021 verlängert. Das teilte der französische Meister am Samstag mit. Der 45-Jährige war vor einem Jahr an die Seine gewechselt und hatte den Meistertitel erfolgreich verteidigt. "'Ich bin sehr glücklich und stolz auf meine Verlängerung", wird Tuchel in einer Mitteilung zitiert. In der Champions League hatte PSG den lang ersehnten Titel auch in dieser Saison klar verpasst. Das Star-Ensemble scheiterte schon im Achtelfinale an Manchester United.
25. Mai: Tag der Amateure in der Live-Konferenz
Vor dem mit Spannung erwarteten Finale um den DFB-Vereinspokal zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig (Anstoß: 20 Uhr) kämpfen im Laufe des Tages 42 Amateurteams um die Pokalsiege auf Landesebene und damit auch einen Startplatz für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2019/20. Am Vormittag fallen die Entscheidungen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Bremen. Um 14.15 Uhr werden sieben weitere Partien angepfiffen. Am Nachmittag (Anstoß 16.15 Uhr) sind unter anderem Traditionsvereine wie der 1. FC Kaiserslautern, Alemannia Aachen und der KFC Uerdingen im Einsatz. Das Erste überträgt alle 21 Spiele über den Tag verteilt in einer umfangreichen Live-Konferenz.
24. Mai: HSV trennt sich von Sportvorstand Ralf Becker
Der Hamburger SV hat sich von Sportvorstand Ralf Becker getrennt. Das teilt der Verein am Freitag mit. Zuvor hatten "Kicker" und "Hamburger Abendblatt" darüber berichtet. Der Aufsichtsrat des Vereins zog damit Konsequenzen aus dem enttäuschenden Saisonverlauf und dem verpassten Wiederaufstieg. Becker war seit Mai 2018 Sportvorstand beim HSV. Nachfolger wird Jonas Boldt, der zuletzt bei Bayer Leverkusen tätige Boldt soll noch am Freitag auf einer Pressekonferenz im Volksparkstadion vorgestellt werden. Am vergangenen Sonntag hatte Trainer Hannes Wolf den HSV letztmals vor seinem Abschied betreut.
24. Mai: Van Gerwen bleibt Dominator der Premier League of Darts
An ihm führt - zumindest bei den ganz großen Turnieren - aktuell kein Weg vorbei: Der Niederländer Michael van Gerwen hat zum vierten Mal in Folge den Sieg bei der Premier League of Darts geholt. Im Finale des wichtigsten Events nach der Darts-WM bezwang van Gerwen in London den Engländer Rob Cross souverän mit 11:5 Legs und durfte sich im Anschluss auch über ein Preisgeld in Höhe von rund 280.000 Euro freuen. "Das Gefühl, die Premier League zu gewinnen, verändert sich nie. Es bedeutet mir sehr viel", sagte der 30-Jährige nach dem Finale. Insgesamt war es für ihn bereits der fünfte Sieg bei dem über mehrere wöchentliche Spieltage ausgetragenen Turnier.
Im Halbfinale hatte sich van Gerwen zuvor ebenfalls klar mit 10:7 gegen den Nordiren Daryl Gurney durchgesetzt. Cross machte das Finale durch einen ungefährdeten 10:5-Sieg gegen Landsmann James Wade klar, gegen van Gerwen konnte der Engländer dann aber nur bis zur Hälfte mithalten, ehe der Niederländer aufdrehte und seinen Kontrahenten regelrecht demontierte.
23. Mai: VfB droht Absturz in die 2. Liga
Der VfB Stuttgart muss immer mehr den nächsten Absturz in die Zweitklassigkeit nach 2016 fürchten. Im Relegations-Hinspiel kamen die Schwaben nicht über ein dürftiges 2:2 (1:1) gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Union Berlin am Donnerstagabend hinaus. Damit winkt den "Eisernen" im Rückspiel am Montag (ab 20.30 Uhr im stern-Liveticker) der erstmalige Bundesliga-Aufstieg.
Dem über weite Strecken ideenlosen VfB brachten auch die jeweiligen Führungstreffer von Kapitän Christian Gentner (42. Minute) und Ex-Nationalspieler Mario Gomez (51.) vor 58 619 Zuschauern keine Ruhe. Stattdessen schockten die Berliner Suleiman Abdullahi (43.) und Marvin Friedrich (68.) die Stuttgarter mit dem zweimaligen Ausgleich. Der Vorteil liegt dank der bedeutsamen Auswärtstore nun bei Union - das in dieser Saison zudem nur ein Zweitliga-Heimspiel verloren hat. "Wir sind jetzt dort, wo wir nicht hinwollten", hatte Union-Trainer Urs Fischer die Relegation nicht gerade als Wunschvorstellung bezeichnet.
23. Mai: DEB-Team fliegt gegen Tschechien aus der WM
Deutschlands Eishockey-Team ist im WM-Viertelfinale ausgeschieden. Trotz einer lange guten Leistung verlor die DEB-Auswahl mit 1:5 (0:0, 1:1, 0:4) gegen Tschechien. Das Tor von Frank Mauer (38. Minute) reichte am Donnerstag in Bratislava gegen den zwölfmaligen Weltmeister nicht. Deutschland beendet die erste Weltmeisterschaft unter dem neuen Bundestrainer Toni Söderholm auf dem sechsten Platz und damit so gut wie seit dem vierten Platz 2010 nicht mehr. Vor neun Jahren hatte Deutschland bei der Heim-WM letztmals das Halbfinale erreicht. Tschechien spielt am Samstag im Halbfinale gegen Kanada.
23. Mai: DEB-Team heiß auf Viertelfinale gegen Tschechien
Mit breiter Brust geht die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Abend (ab 20.15 Uhr SPORT1/DAZN) ins WM-Viertelfinale gegen Tschechien. "Wir sind bereit für weitere Aufgaben", erklärte Kapitän Moritz Müller am Vormittag mit Blick auf ein mögliches Halbfinale. Das Team von Coach Toni Söderholm rechnet sich gegen den zwölfmaligen Weltmeister durchaus Siegchancen aus. "Klar haben wir Sachen gesehen, von denen wir denken, dass wir sie ausnutzen können", so Müller mit Blick auf die Vorrunde der Tschechen, die in Gruppe B nur den übermächtigen Russen den Vortritt lassen mussten. Trotz des zu erwartetenden "Auswärtsspiels" werde man die Atmosphäre "genießen, aufsaugen, Spaß haben und richtig Gas geben", versprach der Verteidiger der Kölner Haie den Fans des DEB-Teams. Nach der besten Vorrunde der WM-Geschichte würde die Mannschaft um Müller und NHL-Star Leon Draisaitl zum vierten Mal nach 1934, 1938 und 2010 in die Vorschlussrunde einer Eishockey-Weltmeisterschaft einziehen.
22. Mai: Louis van Gaal spricht über seine Zeit als Bayern-Trainer
Für die niederländische Trainer-Legende Louis van Gaal war sein zweijähriges Engagement beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München der "härteste Job" seiner Karriere. "Der große Unterschied zu anderen Vereinen war, dass dort viele Ex-Spieler involviert waren. Alle wollten mitreden und das Geschehen beeinflussen", sagte der 67-Jährige in einem Interview mit dem am Donnerstag erscheinenden Magazin "11 Freunde".
Vor allem Van Gaals Verhältnis zu Vereinsboss Uli Hoeneß war offenbar sehr schwierig. "Das Problem war einfach, dass zwei Persönlichkeiten wie Uli Hoeneß und Louis van Gaal nicht gleichzeitig durch eine Tür passen", sagte van Gaal, der mit den Bayern 2010 das Double holte, ehe es 2011 zur vorzeitigen Trennung kam.
Van Gaal haftete aufgrund seiner strengen Arbeitsweise der Ruf eines Diktators an. "Möglich, dass ich in frühen Jahren auch eher der Kommandant war. Aber um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, müssen sie einer Philosophie folgen", meinte er. Deswegen reagiere er allergisch, wenn er nach Spielern wie Franck Ribéry oder Luca Toni gefragt werde. "Denn diese Spieler waren nicht bereit, sich meiner Philosophie anzuvertrauen", sagte van Gaal. Sie hätten geglaubt, durch ihren Status besondere Rechte zu haben, die ihnen aber aus Sicht van Gaals nicht zustanden. "Spieler wie Franck Rijkaard oder Luis Figo hatten auch diesen Status, aber das hat für sie nie eine Rolle gespielt."
Mit Ajax Amsterdam gewann van Gaal 1992 den Uefa-Cup sowie 1995 die Champions League und den Weltpokal. Erfolge feierte er auch mit dem FC Barcelona, AZ Alkmaar und Manchester United. Als Bondscoach führte van Gaal die Niederländer bei der WM 2014 auf Rang drei.
22. Mai: BVB rüstet weiter auf: Thorgan Hazard kommt aus Gladbach
Borussia Dortmund hat Thorgan Hazard vom Bundesliga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach unter Vertrag genommen. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis 2024. Das haben beide Vereine am Mittwoch bestätigt. Hazard ist nach Nico Schulz von 1899 Hoffenheim und Julian Brandt von Bayer Leverkusen bereits der dritte prominente Neuzugang der Borussia - bei Brandt steht die offizielle Bestätigung noch aus. Über die Höhe der Ablösesumme für den belgischen Fußball-Nationalspieler machten die Vereine keine Angaben. Sie soll laut Medienberichten zwischen 25 und 30 Millionen Euro liegen. "Wir freuen uns sehr, dass sich Thorgan aus voller Überzeugung für Borussia Dortmund entschieden hat. Er ist ein erfahrener Bundesliga-Profi und belgischer Nationalspieler, der uns mit seinem Tempo und seiner Abschlussqualität helfen wird", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
21. Mai: BVB holt Julian Brandt aus Leverkusen
Der deutsche Fußball-Nationalspieler Julian Brandt wird Bayer Leverkusen im Sommer verlassen und wohl zu Vizemeister Borussia Dortmund wechseln. Eine entsprechende Meldung der "Bild"-Zeitung wurde dem Sport-Informationsdienst (SID) von Leverkusener Seite bestätigt. Demnach hat der 23-Jährige seine Ausstiegsklausel aus dem bis 2021 laufenden Vertrag gezogen. Noch in dieser Woche werde der Mittelfeldspieler zum Medizin-Check beim BVB erwartet.
Brandt soll seinen Entschluss auf der Mannschaftsfahrt nach Barcelona mitgeteilt haben. Der Offensivspieler soll für die festgeschriebene Ablösesumme von 25 Millionen Euro wechseln können. Damit hätte sich der BVB den nächsten Nationalspieler gesichert, nachdem am Dienstag auch der Transfer des Hoffenheimers Nico Schulz abgewickelt wurde. Auch der Gladbacher Thorgan Hazard steht vor einem Wechsel zur Borussia.
21. Mai: Kanada beschert Deutschland Tschechien als Gegner im WM-Viertelfinale
Deutschland spielt im Viertelfinale der Eishockey-Weltmeisterschaft gegen Tschechien. Die Partie gegen den zwölfmaligen Weltmeister findet am Donnerstag in Bratislava statt (20.15 Uhr/Sport1 und DAZN). Am letzten Vorrundenspieltag der WM in der Slowakei gewann Kanada am Dienstagabend gegen die USA mit 3:0 (2:0, 1:0, 0:0) und gewann damit die deutsche Gruppe A in Kosice. Dadurch beendet die deutsche Auswahl die Vorrunde hinter dem Zweiten Finnland und vor den USA auf Platz drei - und geht damit einer Begegnung gegen Russland, das bisher alle seine Spiele gewann, aus dem Weg.
In der Gruppe B in Bratislava gewann Top-Favorit Russland am Abend auch sein siebtes Vorrundenspiel mit 7:4 (0:1, 6:0, 1:3) gegen Schweden. Der Rekordweltmeister trifft damit als Gruppenerster am Donnerstag in Bratislava auf die USA (16.15 Uhr). In Kosice spielen am selben Tag Kanada gegen die Schweiz (20.15 Uhr) und Finnland gegen Schweden (16.15 Uhr).
21. Mai: 4:2 gegen Finnland - Deutsches Eishockey spielt beste WM-Vorrunde überhaupt
Nach der Kritik von Bundestrainer Toni Söderholm hat NHL-Topstar Leon Draisaitl das deutsche Eishockey-Team zur besten Vorrunde bei einer Weltmeisterschaft überhaupt geschossen. Die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm gewann am Mittag gegen dessen Heimatland Finnland mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0). Im slowakischen Kosice schossen Marc Michaelis (18. Minute), Dominik Kahun (34.) und Draisaitl mit einem Doppelpack (45./59.) das deutsche Team zum fünften Vorrundensieg im siebten Spiel. Das war einer Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zuvor noch nie bei einer WM gelungen.
Damit holte sich das deutsche Team auch noch einmal Selbstvertrauen für das Viertelfinale am Donnerstag in Bratislava. Auf wen Deutschland in der K.o.-Runde trifft, muss sich zur Stunde noch zeigen. Für Finnland, das von Deutschland schon im vergangenen Jahr bei der WM besiegt worden war, trafen vor 6685 Zuschauern nur Harri Pesonen (16. Minuten) und Juhani Tyrvainen (25.).
21. Mai: Leroy Sané vor Wechsel zu den Bayern?
Der deutsche Fußball-Nationalspieler Leroy Sané ist nach einem Bericht des "Kicker" ein Kandidat für einen Wechsel zum FC Bayern München. Wie das Fachblatt am Montag meldete, werde die Personalie des Flügelspielers von Manchester City beim alten und neuen Deutschen Meister geprüft. Da Pep Guardiola den 23-Jährigen laut dem Bericht loswerden möchte, könne Sané "preisgünstiger und - das ist gut möglich - bald FCB-Profi" werden.
"Es wird einen relativ großen Umbruch geben. Der wird weiter vorangetrieben. Wir haben schon einige Spieler geholt", hatte Präsident Uli Hoeneß am Meister-Wochenende erklärt. "Wir werden nicht damit aufhören, die Mannschaft zu verändern. Wenn das Pokalspiel vorbei ist, wird Hasan wieder aktiv werden." Vorschläge der sportlichen Leitung um Sportdirektor Hasan Salihamidzic würden "mit Wohlwollen" geprüft.
Lucas Hernández (Atlético Madrid/80 Millionen Euro) und Benjamin Pavard (VfB Stuttgart/35 Millionen Euro) sind für die neue Saison fest eingeplant. Der geschätzt drei Millionen Euro teure Jan-Fiete Arp wechselt vom Hamburger SV nach München.
20. Mai: Manni Burgsmüller ist tot
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung ist Dortmund-Legende Manfred Burgsmüller (69) am Samstag in seiner Wohnung in Essen-Fischlaken völlig überraschend eines natürlichen Todes gestorben. Burgsmüller schoss in 447 Spielen 213 Tore und ist damit der vierterfolgreichste Schütze der Bundesliga. Von 1975 bis 1983 stürmte er für den BVB, bei Werder Bremen feierte er zwischen 1985 und 1990 ein Comeback und wurde mit 38 Jahren im Jahr 1988 unter Trainer Otto Rehhagel Deutscher Meister.
Fotostrecke: Verstorbene Promis 2019
20. Mai: Tim Walter neuer Trainer beim VfB Stuttgart
Drei Tage vor dem Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Union Berlin hat der VfB Stuttgart den Trainer für die kommende Saison vorgestellt. Tim Walter, bisher noch Coach von Zweitligist Holstein Kiel, wechselt an den Neckar. Wie die Schwaben am Montag mitteilten, unterschrieb der 43-jährige Fußballlehrer einen bis zum 30. Juni 2021 gültigen Vertrag. Walter war als Jugendtrainer beim Karlsruher SC und dem FC Bayern München tätig. Mit den U17-Bubis der Bayern holte er 2017 die Deutsche Meisterschaft. 2018 wechselte der gebürtige Bruchsaler zu den Störchen nach Kiel.
19. Mai: Schalke verpflichtet Reschke als Technischen Direktor
Der abgestürzte Vizemeister FC Schalke 04 hat Michael Reschke für den neu geschaffenen Posten des Technischen Direktors verpflichtet. Der 61-Jährige wird seinen Job am 1. Juni 2019 antreten und einen Dreijahresvertrag erhalten. Zu seinen Aufgaben gehören nach Vereinsangaben die Neustrukturierung der Scouting-Abteilung für den Profibereich und die Kaderplanung. Er arbeitet dem im März verpflichteten Sportvorstand Jochen Schneider zu.
Reschke war am 12. Februar nach 18 Monaten als Sportvorstand des VfB Stuttgart beurlaubt worden. Als Kaderplaner in der zweiten Reihe machte er sich bei den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen (von 2004 bis 2014) sowie beim FC Bayern München (2014 bis 2017) einen guten Namen.
18. Mai: Pizarro hängt ein Jahr in Bremen dran
Claudio Pizarro hängt beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen ein weiteres Jahr dran. Nach dem Abschied von Kapitän Max Kruse am Tag zuvor hat sich die 40 Jahre alte Vereinsikone für ein weiteres Jahr an der Weser entschieden. Dies wurde unter großem Jubel vor dem letzten Saisonspiel gegen RB Leipzig am Samstag bekannt.
"Es steht endlich eine Entscheidung. Wir werden noch ein Jahr weitermachen", sagte der Peruaner kurz vor Spielbeginn in einer Videobotschaft, die auf den Leinwänden im Weserstadion eingespielt wurde. Am Freitag weilte Berater Carlos Delgado in Bremen und fixierte mit Sportchef Frank Baumann die Verlängerung.
18. Mai: Emotionale Verabschiedung von Robben, Ribéry und Rafinha
Der FC Bayern München hat die Triple-Sieger Franck Ribéry, Arjen Robben und Rafinha offiziell verabschiedet. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic dankten den langjährigen Profis des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Samstag vor dem Anpfiff des Bundesliga-Spiels gegen Eintracht Frankfurt. Die drei Stars erhielten als Geschenk große gerahmte Bilder von sich.
"Servus & Danke" stand auf einem großen Banner in der Fankurve, darunter waren "Rib & Rob" zu sehen. Schon beim Aufwärmen wurden die scheidenden Stars gefeiert - wenngleich ihnen Unzufriedenheit über den anschließenden Platz auf der Ersatzbank anzumerken war.
Ribéry (36) verlässt den Verein nach zwölf Jahren, Robben (35) nach zehn Spielzeiten. Rafinha (33) geht nach acht Jahren. Alle drei haben offen gelassen, wie die Karriere weitergeht. Sportlicher Höhepunkt für das Trio war der Gewinn des Triples im Jahre 2013.
Robben und Ribéry sollen im kommenden Jahr ein großes Abschiedsspiel in München bekommen. "Franck und Arjen sind großartige Spieler. Der FC Bayern hat beiden sehr viel zu verdanken", hatte Vorstandschef Rummenigge erklärt. "Sie haben die erfolgreichste Dekade des FC Bayern mit fantastischem Fußball mitgeprägt."
18. Mai: Sammer zeigt Verständnis für Bayerns Umgang mit Kovac
Matthias Sammer hat die hitzige Debatte um die Zukunft von Bayern-Trainer Niko Kovac als unrealistisch bezeichnet und Verständnis für die Münchner Bosse bekundet. "Für mich ist das eine völlig falsch geführte Diskussion", sagte der frühere Fußball-Nationalspieler im TV-Sender Eurosport. Er könne verstehen, dass die Bayern-Bosse "zum jetzigen Zeitpunkt" Kovac keine Jobgarantie geben könnten. Eine solche Aussage - gefordert von der Öffentlichkeit - "bringt dich in die Bredouille", meinte der 51 Jahre alte Eurosport-Experte.
Bayern-Kolumne pro Kovac 17.26"Du wirst Zweiter in der Meisterschaft und verlierst noch das Pokalfinale und bist gegen Liverpool ausgeschieden", schilderte Sammer mit Blick auf die Trainerdiskussion - "ich weiß nicht, ob du das überleben kannst". Allerdings: Wenn Kovac mit den Bayern das Double hole, "hat der Trainer eine ganz andere Situation", meinte der frühere Sportvorstand des deutschen Rekordmeisters.
Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte Kovac keine Jobgarantie über die Saison hinaus gegeben. "Es gibt keine Jobgarantie für Niemanden. Jeder muss bei Bayern München liefern", sagte er Anfang April. Das sei das Prinzip bei Bayern. "Es gibt Druck, aber du musst damit fertig werden." Der Vertrag von Kovac ist bis zum 30. Juni 2021 datiert.
17. Mai: Kruse verlässt Werder Bremen
Werder Bremen verliert seinen Kapitän. Max Kruse wird seinen auslaufenden Vertrag beim Fußball-Bundesligisten nicht verlängern, teilten die Bremer am Freitag mit. "Wir haben immer betont, dass wir die Zusammenarbeit mit Max gerne fortgeführt hätten. Er hat sich jedoch dazu entschieden, nach drei Jahren eine neue Herausforderung suchen zu wollen", erklärte Werder-Sportchef Frank Baumann. Ein neuer Club für den 31-Jährigen ist noch nicht bekannt.
Kruse kam im Sommer 2016 nach einigen Eskapaden vom VfL Wolfsburg nach Bremen und fand an der Weser wieder zu seiner Top-Form zurück. Mit 32 Treffern in 84 Spielen hatte der Offensivspieler großen Anteil daran, dass die Hanseaten zwei Mal die Klasse halten konnten und in diesem Jahr um die europäischen Plätze mitspielen.
"Er hat die letzten drei Jahre diesen Verein geprägt, der Mannschaft ein Gesicht gegeben und einen entscheidenden Anteil zu der Entwicklung des Vereins beigetragen", lobte Baumann den Profi. Trainer Florian Kohfeldt ergänzte: "Max ist ein herausragender Spieler, der in den vergangenen drei Jahren eindrucksvoll und vorbildlich unter Beweis gestellt hat, wie wertvoll er für eine Mannschaft sein kann."
17. Mai: Biathletin Laura Dahlmeier beendet ihre Karriere
Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier beendet im Alter von nur 25 Jahren ihre Biathlon-Karriere. Das teilte Deutschlands Sportlerin des Jahres 2017 am Freitag mit. "Meine Entscheidung fällt mir wirklich nicht leicht und mein endgültiger Entschluss durfte nun schon länger reifen. Aber ich merke, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für mich gekommen ist", schrieb Dahlmeier auf ihrer Homepage.
Die Entscheidung sei ihr sehr schwer gefallen. Aber sie habe keine sportlichen Ziele mehr. "Heute bin ich an dem Punkt, an dem ich nicht weiß, was genau ich mir für ein Ziel vornehmen sollte, geschweige denn, ob es mir überhaupt wieder gelingen könnte", teilte die siebenmalige Weltmeisterin aus Garmisch-Partenkirchen mit.
Die deutschen Skijäger verlieren in Dahlmeier die mit Abstand erfolgreichste Athletin der vergangenen Jahre. Die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2016/2017 tritt nun im gleichen jungen Alter zurück wie Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner, die 2012 auch überraschend früh ihre Laufbahn beendet hatte.
Dahlmeiers Schritt hatte sich angedeutet. Bereits nach den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang hatte sie Gedanken geäußert, ihre Karriere möglicherweise beenden zu wollen. Auch nach dem Saisonende im März in Oslo war sich Dahlmeier unsicher, ob es nach einem Winter mit vielen körperlichen Rückschlägen weitergeht.
2018 feierte die Ausnahmekönnerin in Südkorea zwei Olympiasiege und einmal Bronze, 2017 fünfmal Gold und einmal Silber bei der WM in Hochfilzen. Als erste Biathletin holte sie bei Weltmeisterschaften saisonübergreifend 13 Medaillen nacheinander und fünfmal Gold bei einer WM, im Weltcup feierte sie 20 Siege. Insgesamt errang Dahlmeier bei Großereignissen 18 Mal Edelmetall für den Deutschen Skiverband.
15. Mai: Draisaitl schießt Deutschland so gut wie ins WM-Viertelfinale
Dank eines beeindruckenden Kraftakts und NHL-Topstar Leon Draisaitl hat Deutschlands Eishockey-Nationalteam den vorzeitigen Einzug ins WM-Viertelfinale so gut wie perfekt gemacht. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel beim 3:2 (0:0, 1:2, 2:0) am Mittwochabend gegen Gastgeber Slowakei ist der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zudem die direkte Qualifikation für Olympia 2022 kaum mehr zu nehmen. 28 Sekunden vor dem Ende schoss Ausnahmestürmer Draisaitl das Siegtor. "Es fühlt sich großartig an, Teil dieser Mannschaft zu sein", schwärmte der Angreifer.
15. Mai: HSV dementiert Trennung von Trainer Wolf nach Saisonende
Der Hamburger SV dementiert die angebliche Trennung von Trainer Hannes Wolf zum Saisonende. "Die Aussagen von Bernd Hoffmann am Vortag zum Trainer haben Bestand", teilte der Verein mit. Damit soll über Wolfs Zukunft in Hamburg erst nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen den MSV Duisburg beraten werden.
Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung Sportvorstand Ralf Becker zitiert: "Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen." Becker ließ mitteilen, dass er falsch zitiert worden sei. In seiner Aussage sei das Wort vielleicht unterschlagen worden.