Börse in Frankfurt: Handelskrieg beschert Dax neue Tiefstände
Die jüngste Erholung am deutschen Aktienmarkt hat sich am Freitag als Strohfeuer erwiesen. Weitere Hiobsbotschaften zum Handelskrieg der USA vergraulten vor dem Wochenende die Anleger.
Der Dax rutschte in den ersten Minuten nach dem Start um 1,34 Prozent auf 11.742,61 Punkte ab, dies war der tiefste Stand seit Anfang April. Damit steuert der deutsche Leitindex am letzten Handelstag im Mai geradewegs auf den ersten Börsenmonat mit Verlusten in diesem Jahr zu.
Auslöser des aktuellen Rücksetzers waren Nachrichten, wonach China als Vergeltung auf bereits verhängte Strafzölle Washingtons ab Mitternacht Zölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar anheben will. Zudem ist Kreisen zufolge der Plan fertig, die USA von Seltenen Erden abzuschneiden, die vor allem für Produkte der Hightech-Industrie wie etwa Smartphones und Computer gebraucht werden. Dass US-Präsident Donald Trump nun auch dem Nachbarland Mexiko als Vergeltung für illegale Migration Strafzölle ankündigte, drückte europaweit auf die Kurse der Autobauer.
Die schlechtere Stimmung ergriff auch den breiteren deutschen Markt: Der MDax der mittelschweren Unternehmen verlor 1,36 Prozent auf 24.582,45 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 1,18 Prozent nach auf 3279,12 Punkte.