Downhill World Cup 2019 – Fort William: Never change a raining System – Fotostory vom Track Walk
Fort William ist die wohl klassischste aller klassischen Downhill World Cup-Strecken. Seit 2002 ist die Piste in den west-schottischen Highlands ein fester Punkt im jährlichen Downhill-Kalender – außerdem wurde sie seitdem auch fast nicht verändert. Und das muss man in der von Innovationen getriebenen MTB-Industrie erstmal schaffen. Auch 2019 begrüßt uns der nahe gelegene Ben Nevis mit tief hängenden Wolken, Regen sowie einigen wenigen Änderungen in der Streckenführung.
Bereits seit 17 Jahren pilgert die internationale Downhill-Szene jährlich ins hoch im Norden Großbritanniens gelegene Touristen-Örtchen Fort William. Dort, in den schottischen Highlands, am Fuße des Ben Nevis, haben die lokalen Trailbauer eine Downhill-Strecke aus dem Boden gestampft, die es in sich hat: Auf 2,6 Kilometer Länge werden 555 Höhenmeter vernichtet – durchgängig in anspruchsvollem, steinigem Terrain. Und als Sahnehäubchen obendrauf erwartet die Fahrer nach zirka drei Minuten hartem Geballer ein ordentlicher und oft nicht unentscheidender Sprint bis in den von grölenden Fans umringten Zielbereich. Allerdings wurde die Strecke in all der Zeit auch nur minimal angepasst – und das hat seinen Grund. Denn das schottische Hochmoor macht den Streckenbau nicht gerade leichter – um jeden Meter Strecke muss hart gerungen werden. So sind viel Kies, Gestein und Holz ist notwendig, um einen halbwegs beständigen Untergrund zu schaffen.
2019 hat sich daran erstmal wenig geändert. Im Gegensatz zu den vorangegangen Jahren macht das schottische Wetter seinem Ruf aktuell jedoch alle Ehre: Es regnet … und daran soll sich auch bis zum Finale nichts ändern. Während die Wetterkapriolen den offenen, gut befestigten und griffigen oberen Streckenabschnitt kaum beeinflussen, hat die kurze aber knackige Wurzelsektion kurz vorm Schlusssprint durchaus das Potential, einen bis dato starken Lauf zu ruinieren. Hier gibt es auch eine kleine Änderung in der Streckenführung, denn dieses Jahr wurde auf den 2018 viel diskutierten, engen, gepflasterten Wald-Abschnitt verzichtet. Stattdessen führt die Strecke in einem Bogen auf frischem, matschigem Boden um das Wäldchen herum und stößt dort auf einen älteren Streckenabschnitt. Ab dort geht es wie gewohnt unter Volldampf über teils mächtige Sprünge in den legendären Ziel-Bereich.