Kürnbach: Brücken am Schlosswiesensee sind marode
Kürnbach. (db) Die beiden Holzbrücken im Bereich des Schlosswiesensees sind in die Jahre gekommen und weisen starke witterungsbedingte Schäden auf. Bürgermeister Armin Ebhart gab nun in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass eine Instandsetzung unmöglich sei. Das habe eine Prüfung ergeben, die zusammen mit dem Ingenieurbüro Willaredt aus Sinsheim durchgeführt wurde.
Zum einen sind Ebhart zufolge die Widerlager ausgespült, sodass keine neue Brücke auf die Betonpfeiler gesetzt werden kann. Andererseits entspricht die Brückenkonstruktion ohnehin nicht mehr den heutigen technischen Vorgaben. Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht sei eine eigenständige Ausbesserung durch den Bauhof nicht weiter möglich. Die Gesamtkosten für zwei neue Brücken werden auf rund 90.000 Euro geschätzt.
Aus den Reihen des Gemeinderates wurde der Wunsch geäußert, die größere Brücke zwischen Minigolfplatz und Austraße nicht mehr zu erneuern, da diese nur selten genutzt werde und es in unmittelbarer Nähe den Fußweg über den Seedamm zur Austraße gebe. Ein Umweg von zwei bis drei Minuten sei hier durchaus vertretbar. Aufgrund der angespannten Haushaltssituation ergebe sich hier die Möglichkeit, Geld zu sparen. Die Holzbrücke hinter dem See soll durch eine neue Ausführungsvariante aus witterungsbeständigem Material wie Beton oder Metall ersetzt werden. Der Rat stimmte dieser Vorgehensweise geschlossen zu.
Des Weiteren standen die Nutzungsgebühren für das Kulturhaus "Badische Kelter" zur Debatte. Bürgermeister Ebhart führte aus, dass die bisherigen Gebührensätze, die aus dem Jahr 2005 stammen, nicht zur Deckung der Kosten ausreichten. Das Defizit summiere sich auf 8000 Euro jährlich, wobei die Nutzung durch die Gemeinde bereits herausgerechnet sei.
Die Räume, die fast jedes Wochenende genutzt werden, werden zu 41 Prozent von Privatpersonen für Feiern angemietet, zu acht Prozent von Firmen. Der Belegungsanteil der Gemeinde beläuft sich auf 32 Prozent. Vereine, einschließlich der Projektgruppe Schwarzriesling, nutzen die Räumlichkeiten zu 19 Prozent. Der Rat legte bei zwei Enthaltungen folgende neue Gebührensätze für die Anmietung inklusive Reinigungskosten fest: Firmen bezahlen 400 Euro, private Mieter (Hochzeit, Geburtstag) 350 Euro, Vereine bei öffentlichem Interesse (Vorträge, Kulturveranstaltungen) 25 Euro. Hingegen bezahlen Vereine bei nichtöffentlichen Veranstaltungen (Versammlungen) 100 Euro. Die halbtägige Belegung der Badischen Kelter (Sektempfang, Beerdigungskaffee) kostet künftig 150 Euro.
Außerdem schlug der Rathauschef vor, die Hessenkelter in den Sommermonaten als Sommerfesthalle für Hochzeitsfeiern zum Mietpreis von 350 Euro zu öffnen. Zunächst sollte dies für ein Jahr auf Probe bei maximal drei Hochzeitsfeiern praktiziert werden. Hintergrund ist eine Anfrage für Mai 2019. Aus verschiedenen Gründen sah der Rat eine Freigabe zu diesem Zweck nicht als gegeben an und lehnte den Antrag Ebharts mit deutlicher Mehrheit ab.