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Die Chefin des Google News Lab erklärt, wie gravierend sich unser Nachrichtenkonsum verändern wird

Donnerstag, vergangene Woche. Es ist einer dieser Tage, an dem Isabelle Sonnenfeld „am liebsten nur Nachrichten lesen würde“. In Großbritannien kämpft Premierministerin Theresa May für ihren Brexit-Plan – und erfährt Widerstände von allen Seiten. Europaweit gehen minütlich neue Informationen um. Bei Isabelle Sonnenfeld laufen sie alle zusammen.

Sie ist Leiterin des Google News Lab in Deutschland, Österreich und der Schweiz – und im Herzen eine Verfechterin der europäischen Idee. „Europa“, sagt sie im Interview mit Business Insider, „das ist für mich die wichtigste politische Errungenschaft, die man schützen sollte.“

Das gilt besonders in Zeiten, in denen auch Deutschlands Freiheit attackiert wird. Am 19. Dezember 2016, dem Tag des Anschlags am Breitscheidplatz, war Sonnenfeld auf einem anderen Weihnachtsmarkt in Berlin. Zusammen mit anderen Passanten wurde sie evakuiert. Warum, das wusste zunächst niemand.

Ihr erster Griff ging zum Smartphone, um sich über die Lage zu informieren. „Es ist ein Riesenvorteil, mithilfe von Technologie schnell und an jedem Ort die Information zu bekommen, die man braucht“, sagt Sonnenfeld.

Für die größte Nachrichtenplattform der Welt arbeitet sie als Innovationstreiberin. „Gemeinsam mit Redaktionen“, sagt Sonnenfeld, „experimentieren wir, welche Technologien spannend für den digitalen Journalismus sein können.“

Ein Gespräch über den Kampf gegen die Informationsflut, die Verlässlichkeit von Inhalten und den Nachrichtenkonsum der Zukunft.

Business Insider: Frau Sonnenfeld, muss man süchtig nach Informationen sein, wenn man für Google arbeitet?

Isabelle Sonnenfeld: „Man muss sich schon gerne mit News und Informationen auseinandersetzen wollen. Mich persönlich würde ich als News-Junkie bezeichnen. Bei uns Zuhause gab es immer eine Zeitung. Ich habe mich sehr früh mit Social Media auseinandergesetzt – aus einem Informationsbedürfnis heraus. Für meine Arbeit braucht man schon ein Faible dafür.“

BI: Bei Google laufen täglich Abermillionen an Nachrichten auf. Wie behalten Sie den Überblick?

Sonnenfeld: „Um ehrlich zu sein: Ich habe noch nicht den goldenen Weg gefunden. Ich ertappe mich immer wieder bei dem Gefühl, dass ich mich überwältigt fühle von der Informationsdichte, die uns umspielt.“

BI: Welche Hilfsmittel nutzen Sie, um diesem Gefühl entgegenzuwirken?

Sonnenfeld: „Mein Tagesbegleiter ist Twitter. Da sind Journalisten, Medienschaffende, Politiker unterwegs. Morgens auf dem Weg zur Arbeit nutze ich die Google-News-App, um Schlagzeilen zu lesen. In erster Linie, um einen Blick von außen auf das Geschehen in der Welt zu bekommen. Für Nischenthemen habe ich ganz viele Newsletter abonniert. Und dann höre ich gerne Podcasts. Das ist eine Erweiterung meiner Informationsquellen, weil sie meistens tiefer in eine Thematik einsteigen.“

BI: Für die meisten digitalen Mediennutzer ist Google die erste Anlaufstelle auf der Suche nach Informationen – auch in Deutschland. Demnach müsste man Sie eigentlich als mächtigste Nachrichtenchefin des Landes bezeichnen.

Sonnenfeld (lacht): „Es gibt in der Nachrichtenwelt weitaus mächtigere Menschen als mich. Ich versuche durch meine Arbeit einen Beitrag für ein gutes Informationsangebot zu leisten und eine Brücke zu bilden zwischen der Technologiebranche und der Medienwelt.“

BI: Apropos. Mehrere Länder Europas fordern von Google eine Gebühr dafür, dass die Suchmaschine Links von Medienanbietern anzeigen darf. Richard Gingras, Vizepräsident von Google News in den USA, hat zuletzt damit gedroht, den Dienst in Europa abzuschalten, sollte die EU nicht von ihrer Forderung einer „Link tax“ abrücken. Wie ernst ist die Lage?

Sonnenfeld: „Es ist zu früh, um zu spekulieren, welche Auswirkungen die finale Direktive auf unsere Produkte hat.“

BI: In Spanien hat Ihr Unternehmen Google News bereits seit 2014 wegen einer entsprechenden Gesetzgebung vom Markt genommen. Erleben wir ein solches Szenario irgendwann auch in Deutschland?

Sonnenfeld: „Wie Richard Gingras erklärt, gibt es mehrere Varianten des Europäischen Leistungsschutzrechts, die diskutiert werden. Wir begrüßen die Möglichkeit, mit politischen Entscheidern und der Medienbranche an einer Lösung zu arbeiten, die für den Journalismus und die Verlage gewinnbringend ist.“

BI: Mal überspitzt formuliert: Eigentlich stellt Google ja nur die Technologie zur Suche bereit und wartet, bis Medien und Journalisten Informationen liefern. Macht sich Ihr Unternehmen fremde Kompetenzen zu eigen?

Sonnenfeld: „Seit der Gründung von Google ist unsere Mission, Informationen auffindbar zu machen. Das ist auch bei Nachrichtenlagen der Fall. Wir nehmen die Vermittlerrolle ein. Menschen haben unterschiedliche Fragen, sie finden verschiedene Quellen. Es ist eben meistens der erste Schritt, nach etwas zu suchen und dann der zweite, auf eine Nachrichtenseite zu gehen. Und dabei leitet Google jeden Monat zehn Milliarden Visits zu Verlagsseiten weiter.“

BI: Entscheidet denn tatsächlich nur der Algorithmus über die Anzeige von Suchergebnissen oder greift Ihr Team bei gewissen Themen redaktionell ein?

Sonnenfeld: „Wir greifen nicht ein und wir zensieren auch nicht. Das ist die Grundlage von Google News. Verlage und Medien können sich über ein Opt-in-Verfahren listen lassen, damit ihre Inhalte in Google News angezeigt werden. Da gibt es keine Entscheidung von uns, welche Inhalte zu sehen sind und welche nicht.“

BI: Gilt das auch für kritische Berichte über das eigene Unternehmen? Zuletzt haben viele Mitarbeiterinnen von Google in den USA Missbrauchsvorwürfe gegen männliche Kollegen und Vorgesetzte erhoben.

Sonnenfeld: „Egal zu welchem Thema, wir listen Suchergebnisse nach ihrer Relevanz. Würden wir irgendeine Form von Zensur zulassen, würden unsere Nutzer schnell das Vertrauen in uns verlieren.“

BI: Fake News sind ein gravierend wichtiges Thema, nicht nur in den USA. Ihrem Konkurrenten Facebook hat das eine gewaltige Image-Krise eingebrockt, Google nicht. Was machen Sie anders?

Sonnenfeld: „Das Thema Missinformation ist ja kein neues. Wir haben sehr früh angefangen, mit First Draft zusammenzuarbeiten. Das ist ein internationales Netzwerk, bestehend aus Experten und Journalisten, die sich mit Missbrauch und Manipulation von Nachrichten auseinandersetzen. Zu den wichtigen Wahlen – der Bundestagswahl, den Präsidentschaftswahlen in Frankreich und in den USA – haben wir Initiativen aufgebaut, die kollaborativen Charakter hatten.“

BI: Können Sie Beispiele nennen?

Sonnenfeld: „Wir haben eine Pop-up-Redaktion zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr entwickelt, die Journalisten darüber informiert hat, welche – ich benutze das Wort sehr ungern – Fake News im Rahmen der Bundestagswahl verbreitet wurden.“

BI: Facebook lässt neuerdings seine Nutzer über die Vertrauenswürdigkeit seiner Inhalte entscheiden. Ist das für Google auch eine Option?

Sonnenfeld: „Das geht ein bisschen in die Richtung des Fact-Check-Tags, den wir vor einiger Zeit für die Google-Suche und Google News eingerichtet haben. Damit können Verlage ihre verifizierten Inhalte markieren, wenn sie veröffentlicht werden. Mit dem Ziel, dass Redaktionen ihre aufgestellten Behauptungen prüfen und Nutzer bei ihrer Suche schnell die geprüften Inhalte auffinden.“

BI: Das wird zur Herausforderung, je schneller sich Informationen verbreiten. Ist Twitter mit seiner Hashtag-Suche Google in Sachen Aktualität nicht sogar voraus?

Sonnenfeld: „Man muss beide Plattformen unterscheiden. Wenn ich bei Google etwas suche und auf eine Nachrichtenseite weitergeleitet werde, die mir hintergründige Informationen liefert, ist das natürlich etwas anderes, als wenn ich bei Twitter einen Hashtag eingebe und eine lange, fortlaufende Liste an User-Kommentaren finde. Da würde ich eine klassische Unterscheidung hinsichtlich der Inhalte machen.“

BI: Der Hashtag #metoo hat sich doch gerade wegen seiner starken User-Kommentare binnen kurzer Zeit weltweit mit einer enormen Wucht verbreitet. Verschenkt Google nicht großes Potenzial, wenn derart relevante Hashtags nicht effizienter in die eigene Suchfunktion integriert werden?

Sonnenfeld: „Man kann die Suchalgorithmen immer stetig verbessern. So gesehen nehme ich den Vorschlag gerne mal auf. Ich glaube trotzdem, dass beide Plattformen aus einer unterschiedlichen Suchmotivation heraus genutzt werden.“

BI: Ein Megatrend der Zukunft ist das Thema Künstliche Intelligenz. Fürchten Sie den Tag, an dem Menschen nicht mehr nach Nachrichten googlen?

Sonnenfeld: „Nein. Ich habe erst kürzlich durch eine interne Statistik erfahren, dass eine von vier mobilen Suchanfragen bereits über Voice getätigt wird. Das heißt, ich habe ein Smartphone in der Hand und sage: „Ok Google, wie weit ist es zum Alexanderplatz?“ oder „Wieviel Grad werden es morgen?“ Der Trend Sprachsuche ist längst schon da. Deswegen haben wir keine Angst davor. Das ist eine sehr natürliche Entwicklung. Erst hatten wir Printinhalte, dann digitale Inhalte, jetzt haben wir Sprachassistenten. Das bedeutet aber auch, dass sich die Art, wie ich Nachrichten vermittle, verändern wird. Den Input, sprich eine Frage, kann der Nutzer schon stellen. Künftig geht es dann darum, den Output, also die Antwort auf eine Suchanfrage, über eine Sprachlösung zu steuern. Und gerade für den Journalismus ist das ein spannendes Feld.“

BI: Ab wann wird Google in der Lage sein, News in gleicher Quantität und Qualität über Sprachassistenten an den Mann zu bringen?

Sonnenfeld: „Die Frage für Google News wird sein, inwiefern man die Nachrichten über den Assistenten personalisieren und auf individuelle Bedürfnisse anpassen kann. Das Feld ist noch so neu, dass es noch nicht richtig entwickelt ist. Da muss einfach ganz viel experimentiert werden. Im Moment sind kurze, prägnante Nachrichten wie Wetter, Sport oder Börsenkurse sehr viel leichter umzusetzen über den Google Assistant. Ob man sich später auch mal die Seite 3 der SZ oder einen Kommentar aus der „Zeit“ vorlesen lässt? Das werden wir sehen.“

BI: Nach mehr als der Hälfte aller Produkte suchen die Menschen im Internet nicht mehr bei Google, sondern bei Amazon. Wie wollen Sie sicherstellen, dass bei Nachrichten nicht irgendwann auch so eine Machtverschiebung zulasten Ihres Unternehmens stattfindet?

Sonnenfeld: „Der Wettbewerb im Internet ist intensiv, das stimmt. Am Ende entscheiden die Nutzer, welche Plattform sie nutzen möchten. Und wir arbeiten für unsere Nutzer, jeden Tag. Google ist deshalb für die Zukunft sehr gut aufgestellt.“

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