Vermülltes Mosbach: Im Stadtgebiet häufen sich die illegalen Ablagerungen
Mosbach. (dore/frh) Autoreifen, Tapetenreste, alte Teppichfetzen oder auch Haushaltsgeräte: An den Sammelstellen für Altglas, Altkleider oder Grüngut in Mosbach wird immer wieder Müll entsorgt der dort nichts zu suchen hat. "Extrem ist das geworden, seit Inast 10 Euro für die Müllentsorgung verlangt", sagt Thomas Vieten, Mitarbeiter des städtischen Bauhofs.
Besonders extrem sei es mit der Müll nahe des Auguste-Pattberg-Gymnasiums in Neckarelz, an der Böschung der Grüngutsammelstelle in Lohrbach, in der Waldsteige West in Neckarelz und beim VfK-Sportplatz in Diedesheim.
Einmal pro Woche fahren Bauhofmitarbeiter deshalb die Sammelstellen zur Kontrolle ab und werden fast immer fündig. Verboten ist es bereits, Grüngut an Tagen abzulegen, an denen nicht gesammelt wird. "Das Material liegt dann einige Tage dort und fängt an zu gären", sagt die städtische Pressereferentin Meike Wendt. Weitere Folge: Andere Leute sähen den Müll dort liegen und legten ihren Müll auch dazu.
Das Problem mit der illegalen Müllentsorgung an Sammelstellen sei jedoch kein für Mosbach spezifisches, sondern ein gesellschaftliches, das es auch in anderen Städten gebe, sagt Wendt.
"Wir schauen immer, ob wir an dem Abfall herausfinden können, wem er gehört", erklärt Thomas Vieten. Bei dem Fall nahe des Pattberg-Gymnasiums konnte er den Verursacher tatsächlich durch eine Spur im Abfall ermitteln. "Der bekommt jetzt eine Anzeige", sagt Vieten.
Wer erwischt wird, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Das zeigt das Beispiel vom September, als ganze Teppichbeläge am Glascontainer beim Elzstadion Neckarelz entsorgt wurden: Der Täter musste 1000 Euro Strafgeld zahlen. Um die Müllsünder noch öfter zu ermitteln, zu bestrafen und auch abzuschrecken, sollten Bürger generell aufmerksamer sein und sofort zur Anzeige bringen, wenn sie jemanden beim unrechtmäßigen Müllentsorgen entdecken, sagt Vieten.