Großkontrolle in Heidelberg: 14 von 15 Reisebussen wurden beanstandet
Heidelberg. (tt) Der Fernbusbahnhof in der Alten Eppelheimer Straße entwickelte sich am Donnerstagnachmittag bei den Kontrollen von Polizei, Bundespolizei und Kommunalem Ordnungsdienst schnell zu einem Schwerpunkt. Im Mittelpunkt der Aktionen standen dort Fahrgäste, Fernbusse und deren Fahrer.
Während bei den Reisenden die Ausweise und der Aufenthaltsstatus geprüft wurde, nahmen die Polizisten bei den Bussen die Fahrzeuge und ihre Technik unter die Lupe. Bei den Fahrern standen die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie die Bestimmungen des Linienverkehrs im Mittelpunkt.
Das Ergebnis: Von den 15 Reisebussen mussten 14 beanstandet werden. "Entweder waren die Lenkzeiten der Fahrer überschritten oder sie waren nicht in Besitz eines Personenbeförderungsscheins oder der Bus wies technische Mängel auf", erklärt ein Polizeisprecher. Beamte der Verkehrsüberwachungsgruppe "Gewerblicher Güter- und Personenverkehr" erhoben deshalb bei den Fahrern Kautionen in Höhe von insgesamt 4400 Euro.
Zudem wurden 240 Fahrgäste kontrolliert: Neun von ihnen hatten Drogen dabei, weitere zehn Personen waren von Behörden wegen unterschiedlicher Delikte zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Bei der Kontrolle wurde außerdem von Spezialisten der Polizei ein gefälschter bulgarischer Pass sichergestellt. "Aufgrund des deutlichen Ergebnisses wird angedacht, ähnliche Kontrollen zeitnah zu wiederholen", heißt es von der Polizei.
An der Aktion waren insgesamt rund 40 Beamte des Polizeipräsidiums Mannheim, des Einsatzzuges, der Verkehrspolizei und der Bereitschaftspolizei Bruchsal, fünf Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie Beamte der Bundespolizei beteiligt. Ihr Ziel war es, mit den Kontrollen im Hauptbahnhof, am Fernbusbahnhof und in der Grünanlage in der Kurfürsten-Anlage zwischen Hauptbahnhof und Römerkreis das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung, von Berufspendlern und Reisenden zu stärken.
Nach Ende der Kontrolle am Hauptbahnhof setzten Beamte der Bereitschaftspolizei ihren Auftrag im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft in der Altstadt fort. Dabei wurden gegen 21.45 Uhr am Marktplatz ein 23 und ein 30 Jahre alter Mann kontrolliert. Bei ihnen wurden 24 Verpackungseinheiten mit unterschiedlichen Mengen an Haschisch, Marihuana und Kokain aufgefunden und sichergestellt.
Darüber hinaus wurde auch Bargeld in szenetypischer Stückelung aufgefunden. Beide Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Ihre Wohnungen in einer südhessischen Gemeinde wurden durchsucht. Nach ihren erkennungsdienstlichen Behandlungen und der Entnahme von DNA-Proben wurden beide wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Drogenhandels dauern an.