Heidelberger Neckarwiese: Stadt will Exzesse zum Ferienstart verhindern
Heidelberg. (RNZ) Für die Schulabschlussfeiern auf der Neckarwiese am heutigen Mittwoch, dem letzten Schultag, setzen die Stadt Heidelberg und das Polizeipräsidium Mannheim vor allem auf Aufklärung. Sie haben wieder ein Bündel an Jugendschutzmaßnahmen geschnürt.
Insbesondere seit der Abschlussfeier der Gymnasien und Realschulen am 3. Mai 2017, die in großen Teilen aus dem Ruder gelaufen war, werden die Entwicklungen genau beobachtet - zumal am letzten Schultag die Gefahr besonders groß ist, dass Jugendliche zu viel Alkohol trinken.
Die Stadt und das Polizeipräsidium wollen keinesfalls die Schulabschlussfeiern verhindern, aber es wird verstärkt Kontrollen geben, um den Missbrauch von Alkohol zu verhindern. Der Verlauf der heutigen Feier wird auch ausschlaggebend dafür sein, ob im kommenden Jahr von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, am letzten Schultag auf der Neckarwiese ein Alkoholverbot auszusprechen.
Und das gehört zum städtischen Konzept, wie die Feiern im erträglichen Rahmen gehalten werden sollen:
Briefe an die Schulen: Alle 132 Schulen in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis wurden angeschrieben - mit der Bitte, die Schüler über die Kontrollen auf dem Neckarvorland zu informieren und sie zum vernünftigen Umgang mit Alkohol aufzurufen. Auch sollen die Schulen darauf hinwirken, dass bei den Feiern anfallender Müll selbst entsorgt wird.
Präsenz: Auf dem Neckarvorland selbst werden Mitarbeiter des Bürgeramtes, des Kinder- und Jugendamtes, des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie Polizeibeamte die Feiern aufmerksam beobachten. Kinder und Jugendliche werden bei unerlaubtem Alkoholkonsum angesprochen, die Getränke und Ordnungsstörungen werden geahndet. Im Notfall werden die Kinder und Jugendlichen in Gewahrsam genommen und ihren Eltern übergeben.
Erste Hilfe: Das Rote Kreuz und die DLRG werden vor Ort sein, um bei übermäßigem Alkoholkonsum oder Verletzungen rasch Hilfe leisten zu können.
Müll: Städtische Mitarbeiter verteilen orangefarbene Säcke an die Schüler, die damit den Müll einsammeln können.