Georgshütte Gaiberg: Das neue Dach blitzte in der Sonne
Von Agnieszka Dorn
Gaiberg. Die Hütte war sprichwörtlich voll - und soll es auch zukünftig sein. Wer dem herrlichen Duft des Bratens oder der Bratwurst folgte, stieß auf ein rauschendes Fest an der Georgshütte an der Kreisstraße 4162 in Richtung Königstuhl - übrigens das erste Fest seit Langem. "Neues Dach - neues Fest", unter diesem Motto ging die Neueröffnung der auf dem Waldparkplatz stehenden Georgshütte über die Bühne.
Hätte der Gaiberger Gewerbeverein sich vergangenes Jahr nicht der Sanierung angenommen, so würde auf dem Waldparkplatz womöglich gar keine Hütte mehr stehen. Im Oktober 2016 stand die Nutzung der Georgshütte auf der Tagesordnung des Gemeinderats, erinnerte Bürgermeister Klaus Gärtner jetzt bei der Neueröffnung. In Erwägung wurde ein Abriss gezogen, weil die Hütte sanierungsbedürftig war - und weil sie von den Vereinen nicht mehr genutzt wurde.
Die Georgshütte, die nach dem verstorbenen Ehrenbürger Georg Müller benannt ist, wurde vor rund 40 Jahren von den Gaiberger Vereinen zusammen mit der Gemeinde erbaut. Sich dieser Historie bewusst, erklärte sich der Gewerbeverein deshalb gerne bereit, die Hütte auf Vordermann zu bringen. Das sei im Herbst letztes Jahr geschehen, berichtete Eric Schuh vom Gewerbeverein, der auch im Gemeinderat sitzt. Eigentlich war die Hütte noch ganz gut in Schuss, nur das Dach war marode und kaputt. Zu schade um die Hütte abzureißen! Also entfernten die Ehrenamtlichen alte Latten, säuberten das Dach und setzten neue Metallplatten darauf. Diese funkelten und blitzen nun in der Sonne. Die Gemeinde steuerte rund 2000 Euro für die Renovierung bei. "Wir hoffen, dass die Vereine hier wieder ihre Feste steigen lassen", betonte Eric Schuh.
Die Hütte verfügt über einen Wasser- sowie Stromanschluss. Einst wurden an der Georgshütte nämlich legendäre rauschende Feste gefeiert, der Gewerbeverein ging jetzt mit gutem Beispiel voran. Wer später kam, musste sich mit einem Platz in der Sonne begnügen, in der schattigen Hütte war es derweil proppenvoll. Der Gewerbeverein hatte sogar mobile Sanitär-Anlagen für das Fest besorgt.
Braten und Bratwürste brutzelten in der Pfanne, die Helfer hatten alle Hände voll zu tun. Es gab Bier, Wein und alkoholfreie Getränke. Fast alle Bürgermeisterkandidaten nutzten das Fest, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.
Für Groß und Klein gab es zudem eine etwa einstündige Walderlebnistour. Ralph Steffen, Naturschutzwart der Gemeinde und ebenfalls im Gewerbeverein aktiv, zeigte verschiedene Tierexponate, die er im Wald versteckt hatte. Und so manch einer der Wanderer musste zwei Mal schauen, ob der Fuchs oder die Brandente nicht echt waren.