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Sinsheim im Weihnachtsgeschäft: Wie ausgestorben

Von Tim Kegel

Sinsheim. Es war nicht nur ein subjektiver Eindruck: Deutlich weniger Leben herrschte zur Vorweihnachtszeit in der Fußgängerzone. Darüber sind sich die Sinsheimer Händler einig. Das Weihnachtsgeschäft lief insgesamt eher mäßig, mit einigen Ausnahmen. Die RNZ fragte bei Händlern und im Rathaus nach, betrieb Ursachenforschung.

Befragt wurden alteingesessene Einzelhändler und Inhaber von erst jüngst eröffneten Geschäften, Anbieter von klassischen Sortimenten und von modernen Nischenkonzepten, mit Sitz in der Innenstadt aber auch im Randbereich: Carmen Medini vom "Bücherland" am Kirchplatz; Klaus Burkhardt vom Fotohaus Burkhardt; Jürgen Sauter von "Die Fundgrube"; Nicole Gläsner von "Ida + Paul - Ausgesucht Schönes für Baby und Kind"; Udo Beck von "Büro 2000" und Petra Knoll vom "Serah"-Shop des SRH-Berufsbildungswerks; außerdem Oberbürgermeister Jörg Albrecht.

Wie lief das Weihnachtsgeschäft? 

Die leere Stadt sei den Händlern in diesem Jahr "extrem entgegen geprallt", bestätigt OB Albrecht. "Nicht vergleichbar mit anderen Jahren", nennt Carmen Medini das Weihnachtsgeschäft, "speziell an den Wochenenden." Viele Kunden suchten Metropolen auf, "weil dort Vielfalt geboten wird". Und verlässliche Öffnungszeiten. Klaus Burkhardt wird drastisch: "Sinsheim ist ausgestorben", an Nachmittagen könne man "die Bürgersteige hochklappen." Allerdings: "Das Geschäft am Weihnachtsmarkt war dafür sehr gut."

Ein "wirklich gutes Weihnachtsgeschäft", ihr erstes, erlebte Nicole Gläsner. "Wir wurden leergekauft", sagt Petra Knoll, zuständig fürs Marketing der SRH-Gruppe, über den erst im Oktober eröffneten Geschenke-Laden "Serah". Der nimmt als Ausbildungsbetrieb eines sozialen Bildungsträgers betriebswirtschaftlich allerdings eine Sonderstellung im Einzelhandel ein. Es gibt dort Dinge, die ebenso wichtig sind wie das Verkaufen. Jürgen Sauter bestätigt die Wahrnehmung vieler Händler, dass Sinsheim leerer und das Weihnachtsgeschäft schleppender war als sonst: "Das sagen alle."

Ist das Onlinegeschäft schuld? 

Nicht unbedingt. Im Handel mit Kameras und Elektronik sei die Konkurrenzsituation besonders groß, wie Klaus Burkhardt schildert. Für OB Albrecht ist der Einbruch aufgrund des Online-Handels zwar deutlich, er nennt diesen "eine massive Bedrohung". Aber man könne versuchen gegenzusteuern, tue es allerdings oft nicht in ausreichendem Maße, etwa mit einheitlichen Öffnungszeiten.

Wie online sind die Einzelhändler?

Online bestellen ist im Bücherland möglich, rund um die Uhr. Abholen müssen die Kunden ihre Ware zu Fuß am nächsten Tag, können aber ihre Wunschbuchhandlung im Handelsverbund auswählen, etwa am Sinsheimer oder Heidelberger Bahnhof. Bei Foto Burkhardt existiert eine Homepage, aber kein Shop. Fotografenmeister Burkhardt punktet stattdessen mit Beratung und Service, erklärt die Technik, lädt Kunden schon mal Akkus auf, ist beim Umtausch kulant. "Das Internet leistet das nicht." Oft, sagt er, wunderten sich Kunden, "dass wir den selben Preis wie Elektrogroßmärkte haben." Als frustrierend empfinde er es, "wenn Internet-Käufer zuvor unsere Beratung einholen."

Von Sinsheim allein "hätt’ ich nie leben können", gibt Jürgen Sauter zu. Er verkauft Gebrauchtware, Raritäten und Spielzeug im Geschäft, auf Messen und über einen Ebay-Shop auch international. Neuware online anzubieten sei problematisch für kleine Händler. Neuware im Internet verkaufen? "Vergiss es", sagt Sauter. Die Konkurrenz durch Amazon sei meist zu groß. Der Zeitaufwand den Beschreibungen, Fotos, Versand und Betreuung verursachen, sei zu hoch. Hinzu kämen hohe Fixkosten und geringe Margen. "Leute kaufen online, selbst wenn der Artikel nur einen Euro günstiger ist."

Instagram, Facebook und Co?

Nicole Gläsner hat keinen Onlineshop, aber eine Website ist geplant, die alles zusammenführt. Für wichtiger hält sie ihr selbst gemachtes Marketing via Instagram und Facebook: Dort veröffentlicht sie Neuheiten und Persönliches, kommuniziert mit Kunden und Interessenten. Hierzu arbeitet die Mutter einer Tochter "auch am Samstag und Sonntag".

Nur mal kurz in die Hand nehmen?

Es gebe "Zweige, die nun einmal aussterben" würden, weiß Udo Beck. "Jeder hat ein Tablet", sagt er ironisch: "Das muss man haben", weil man damit "herumsuchen, bestellen und Fotos machen" könne. Er selbst hat kein Tablet - aber einen Onlineshop. Seit 31 Jahren in Sinsheim überlege er sich genau, welche Veränderungen er mitmache und welche nicht. Beck geht in die Breite - der Laden habe 48.000 Artikel gelistet. Von Schulranzen habe man sich jedoch getrennt: "Die Leute bestellen im Internet", schildert er, "und sagen uns das auch knallhart." Beim Einzelhändler wolle man "die Sachen nur mal in die Hand nehmen". Eine Schulranzen-Beratung könne eine halbe Stunde dauern, "in 90 Prozent der Fälle verschenkte Zeit". Kunden, die Beck nach Kameras fragen, schickt er "zu Foto Burkhardt und Foto Kammerlander"; werden Ledertaschen oder Schulranzen glaubhaft angefragt zu Lederwaren Gmelin.

Das Thema Parkplätze

Die Parkgebühren am Kirchplatz von einem Euro für 20 Minuten würden von Kunden "seit Jahren durchweg als unverschämt empfunden", weiß Carmen Medini. Günstigeres Parken im Stadtkern komme dem Zeitgeist entgegen, wegen dem der Handel gerade leide. Auch schwierig: Das Parkhaus Grabengasse sei immer besetzt, bemerkte Jürgen Sauter: "Man sieht es manchmal erst nach der Einfahrt. Wer das zwei Mal erlebt hat, überlegt sich’s beim dritten Mal." Oft seien die letzten freien Buchten zu klein für gängige Autos.

Die Parksituation "war nie gut", ergänzt Beck, "und wird nie gut werden." Für ihn weniger eine Frage des Konzepts, sondern eines veränderten Anspruchsdenkens: "Denn man kann in Sinsheim überall parken."

Was fehlt?

Viele Händler bemängeln auch ein uneinheitliches Stadtbild, das zu wenig zum Bummeln animiere. Es fehle an Männerartikeln in Sinsheim, sagt Jürgen Sauter, etwa Hosen, Kleidung, Sportsachen, Hochwertigem. Dort, wo es diese Artikel gebe, habe er die Erfahrung gemacht, "dass die Verkäufer den Spielraum haben, um mit dem Online-Preis mitzuhalten."

Die Öffnungszeiten

Die sind in der Tat ein Kuddelmuddel: Samstags gibt es in der Innenstadt fünf verschiedene Schließzeiten: 13, 14, 15, 16 und 19 Uhr. Filialleiter "mit Geschäften in Sinsheim und anderswo" hätten OB Albrecht zugetragen, dass der einheitliche Ladenschluss zur Verlässlichkeit beitrage, den moderne Kunden suchten. An den umsatzstarken Samstagen "müssten wir das doch hinkriegen", findet Albrecht. Man stehe "aktuell und ganz spezifisch" mit dem Wirtschaftsforum in Kontakt, die Öffnungszeiten seien thematisiert worden.

Mit Gegenwind ist aber zu rechnen: Stellvertretend für viele kleinere Händler, die oft "allein oder zu zweit" im Laden stünden, steht zum Beispiel Klaus Burkhardt längeren Öffnungszeiten skeptisch gegenüber. Nicht jedoch gemeinsamen langen Samstagen und ähnlichem. Länger öffnen sei mit Personal-, jedenfalls mit Kostenaufwand verbunden. Außergewöhnlich früh öffnet das "Serah": unter der Woche ab 7 Uhr, samstags ab 8 Uhr.

Ansprechend(es) präsentiert?

"Licht lockt Leute", sagt Carmen Medini. Kunden seien auch schnell gelangweilt oder von liebloser Präsentation abgeschreckt. Der Amazon-Konkurrenz begegnet sie, wie im stationären Buchhandel üblich, mit Fachberatung und Veranstaltungen. Eine bunte und wechselnde Warenpräsentation mit Witz, Mottos, manchmal auch Lokalkolorit ist für sie Kür und Pflicht. Ein erweitertes Sortiment beinhaltet Papierwaren- und Geschenkartikel.

"Sehr wichtig" sei die Präsentation im "Serah"-Shop: Weil die Hauptfiliale in Neckargemünd beliebt sei, wagte man den Schritt nach Sinsheim. Der Erfolg liege am Sortiment genauso wie am modern-trendigen Konzept: "Kleine und daher günstige, aber hochwertige Artikel", überwiegend in Deutschland produziert, von der Bio-Handcreme über Porzellan und Papier bis zur Praline und zum Müsli-to-Go.

Was auffällt: Ladenbetreiber mit trendigen Konzepten wirken zufriedener: Etwa Nicole Gläsner, die Spielzeug und Kinderaccessoires im Retro- und Urban-Chic verkauft. Den Laden gibt es seit Mai 2017. Wichtiger denn je sei die Präsentation, weiß OB Albrecht aus dem Austausch mit Kaufleuten: "Beleuchtung, Helligkeit, Farbzusammenspiel."

Im Rathaus scheint klar, dass man gemeinsam mit dem Wirtschaftsforum und dem Handel größere Anstrengungen unternehmen muss, um nicht noch eine zweite Weihnachts-Flaute zu riskieren. Große Hoffnungen werden auf die Local-Commerce-Bestrebungen des Forums und die Entwicklung des Dreikönig-Areals bis Ende 2019 gesetzt.

Stadtbild und Standortfaktoren

Die Wurstbrater im Advent hält Carmen Medini für eine gute Idee, allerdings wirkten sie "schmuck- und lieblos hingesetzt". Schwaigern und Eppingen bekämen ein stimmungsvolleres Einkaufserlebnis und eine "hübsche einladende und einheitliche Fußgängerzone hin". Hier sei aber auch mancher Hausbesitzer und Händler gefordert, mitzuziehen und zu investieren. Flächensituation und Mieten empfindet Jürgen Sauter als Faktor, oft zusätzlich erschwert von "langen Pachtverträgen" mit Laufzeiten von fünf Jahren und mehr.

Die Mieten in bester Lage in der Innenstadt lägen bei 30 Euro und mehr pro Quadratmeter. Randlagen zwischen zehn und 15 Euro. Ein Klacks im Vergleich zu Heidelberg, dort würden 100 Euro und mehr fällig. Im Eiscafé erkennt Jürgen Sauter, dass Lebensqualität vorhanden sei - und dass das Geld auch locker sitze. Sauter: "Ich rechne in D-Mark um: Die Leute zahlen gern fünf Mark für einen Kaffee."




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