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Jochen Breyer meldet sich bei "Spielermaterial" zu Wort | Kommentar

Wenn ein Fußball-Moderator live vor einem Millionenpublikum seine TV-Experten korrigiert, schlägt das Wellen. Jochen Breyer erfährt das nun am eigenen Leib – und das völlig zu Recht. Es gibt Situationen, und manchmal kommen sie ganz plötzlich, da sinkt während eines Gesprächs plötzlich die Raumtemperatur. Da sagt einer etwas, das dem anderen sauer aufstößt, und der seinerseits impulsiv reagiert. Es entsteht eine Pause, die allen Beteiligten hochnotpeinlich ist. "Awkward" nennt man das im Englischen, das Deutsche kennt keine gute Übersetzung. Am ehesten: unangenehm. So geschehen während der Live-Berichterstattung des ZDF über das EM-Spiel zwischen Spanien und Italien am Donnerstagabend. Experte Per Mertesacker erklärt, warum die spanische Nationalmannschaft sich taktisch verändert hat: "Sie haben nicht mehr das Spielermaterial, um nur auf Ballbesitz zu gehen", so der Weltmeister von 2014. Sprachverbot? Wirbel um Jochen Breyers EM-Kommentar Moderator Jochen Breyer geht dazwischen und spricht Mertesacker und seinen Expertenkollegen Christoph Kramer direkt an: "Nur, weil ihr beide den Begriff häufiger verwendet." Er stellt fest, dass das Wort "Spielermaterial" bei manchen Zuschauern vielleicht kritisch gesehen werden könnte. Menschen seien kein Material: "Vielleicht sagen wir in Zukunft einfach Kader oder Spielerpotenzial." Kramer reagiert frostig mit "Okayyyyyy …", Mertesacker lacht verkniffen. Der Moment ist nachhaltig "awkward". Darf man das sagen? Es ging eigentlich nur um ein einziges Wort: "Spielermaterial". Trotzdem wird Breyer heute vor allem in den sozialen Medien für seine Intervention heftig kritisiert. Das Wort ist in der Tat nicht unproblematisch, und trotzdem löste Breyers Verhalten zu Recht Aufregung aus. In Fußballer- und Trainerkreisen wird der Begriff häufig benutzt, um die besonderen Fähigkeiten und Spezialisierungen von Spielern einer Mannschaft, quasi die spielerische Grundstruktur eines Teams, zu beschreiben. Ehrlicherweise gibt es kein viel treffenderes Wort dafür. Andererseits empfinden viele es als unangemessen, Menschen, also fühlende und handelnde Wesen, als "Material" zu bezeichnen, sie somit zu versachlichen und zu entmenschlichen. Nicht umsonst verwendeten die Nationalsozialisten den Begriff "Menschenmaterial", er findet sich unter anderem in "Mein Kampf" von Adolf Hitler. Natürlich meint das niemand so, wenn er über Fußball spricht. Aber der Begriff ist heikel. Es gibt trotzdem weder innerhalb noch außerhalb aller deutschen Fernsehsender eine wie auch immer geartete "Sprachpolizei", die die Verwendung des Wortes "Spielermaterial" verbietet. Alleine die Vorstellung ist natürlich Quatsch – trotzdem muss man das heute offenbar ausdrücklich feststellen. Denn viele – vor allem in den sozialen Medien – sehen in der Situation einen Beweis für die Existenz einer solchen "Sprachverfolgungsinstanz". Allerdings: Im Rahmen der Ausbildung zum Redakteur (vor vielen Jahren) bin auch ich darauf hingewiesen worden, dass das Wort "Spielermaterial" einen Beigeschmack hat. Auch während eines Kommentatoren-Workshops Jahre später ermahnte mich der erfahrene Reporter Erich Laaser: "Menschen sind kein Material. Wer hauptberuflich mit der deutschen Sprache umgeht, der sollte in der Lage sein, ein schöneres Wort zu finden als 'Spielermaterial'." Ich habe mir das gemerkt und es seitdem geschafft, das Wort zu vermeiden. War nicht schwer. Das kann man eleganter formulieren, aber … Wahrscheinlich hat das jemand auch Jochen Breyer mal so oder anders erklärt. Und er hat sich in diesem Moment daran erinnert. Nicht, um Sprachpolizist zu spielen oder sein Gegenüber "gehirnzuwaschen" (noch so ein absurder Gedanke aus dem Netz), sondern um etwas zu betonen, das Journalisten immer tun sollten: Gute, treffende Begriffe und Beschreibungen zu benutzen, um Dinge zu erklären. "Spielermaterial"? Das kann man eleganter formulieren. Trotzdem haben in dieser Situation nicht Per Mertesacker und Christoph Kramer einen Fehler gemacht, sondern Jochen Breyer. Denn es gibt tatsächlich so etwas wie einen Verhaltenskodex beim Fernsehen, was man "on air" tut und was man lieber sein lässt. Nur hat er nichts mit dem Wort "Spielermaterial" zu tun. Er regelt vielmehr, wie man mit Kollegen und Gästen "auf dem Schirm" umgeht. Man kann streiten, unterschiedlicher Meinung sein, aber man belehrt sie nicht und lässt sie nicht schlecht aussehen. Als Breyer – freundlich im Ton, aber mit strengem Subtext – darauf hinwies, welche Begriffe "wir in Zukunft einfach sagen" statt "Spielermaterial", da hat er gegen diesen Kodex verstoßen. Platt gesagt: So etwas macht man einfach nicht. Es ist unhöflich, unkollegial und oberlehrerhaft. Für solche Hinweise gibt es Redaktionskonferenzen, in denen werden diese Diskussionen dann geführt. Oder schlimmstenfalls die nächste Werbepause, wenn es sehr eilt. Dann könnten Mertesacker und Kramer auch das antworten, was ihnen gestern ins Gesicht geschrieben stand, als Breyer sie wie Schulbuben behandelte: "Was willst Du denn jetzt von uns?" Die beiden waren Profis genug, um sich bis auf ein gequältes "okay" ihre Irritation nicht anmerken zu lassen. Vielleicht haben sie und Jochen Breyer das nach der Sendung noch bei einem Bier geklärt. Breyer könnte beschrieben haben, warum ihm der Begriff "Spielermaterial" nicht gefällt. Mertesacker und Kramer könnten ihm klargemacht haben, dass sie vor einem Millionenpublikum gerne anständig behandelt und nicht vorgeführt werden wollen. Für das Binnenklima innerhalb der ansonsten für gewöhnlich lebhaften wie souveränen ZDF-Sendung wäre das wünschenswert. Und auf wessen Rechnung die drei Bier gehen sollten, ist auch klar.: Jochen Breyer, bitte übernehmen Sie.


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