Mannheim: Rettungsaktion für Kater Oliver
Mannheim. (gol) Katzen sind neugierig und zäh. Der zehn Monate alte Kater Oliver hat jetzt beide Eigenschaften bravourös bewiesen. Zunächst klettert der rothaarige Stubentiger bei seinem nächtlichen Freigang auf den höchsten Baum in seinem Revier. Und schafft dann aus Furcht vor der Tiefe den Heimweg zu seiner Familie im Mannheimer Stadtteil Vogelstang nicht mehr. Drei Tage und drei Nächte muss er bei eisiger Kälte in 15 Metern Höhe verharren. Die Freiwillige Feuerwehr Mannheim rückt gleich zwei Mal an, um dann unverrichteter Dinge wieder abzuziehen. Sie kommt mit ihrer Leiter nicht einmal in Olivers Nähe.
Da aber niemand will, dass das Tier irgendwann vor Schwäche herunterstürzt, laufen die Drähte unter den Tierschützern heiß. Mit einer konzertierten Aktion eines Dachdeckerbetriebs und der Berufstierrettung Rhein-Neckar kommt man der Lösung des Problems langsam näher. Eine spezielle Hebebühne bringt eine geschulte Tierretterin mit einem Katzenkescher nah heran.
Dann springt Oliver plötzlich doch hinunter und landet unverletzt auf allen Vieren. Dank der sozialen Medien und seinem Chip kann der Ausreißer dann auch rasch wieder seinem persönlichen "Dosenöffner" zugeordnet werden. "Wenn Katzen sieben Leben haben, hat Oliver eins davon jetzt sicher aufgebraucht", erklärt Isabelle Fields, als sie ihren verzweifelt gesuchten Liebling wieder glücklich in die Arme schließt.